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 Kirche Sulgen 

Kirche St.Peter und Paul von Sulgen

Blick ins Innere der Kirche, durch Anklicken werden die Bilder grösser:

Die Glasfenster:

Der Architekt der neuen Kirche von Sulgen hat dem farbigen Glas eine wichtige Aufgabe an der Gestaltung zugedacht. Die Glasbilder sollen dem strengen Beton eine warme, das Gemüt ansprechende Note geben. Und zugleich sollen es Bilder sein, das heisst, sie sollen mit ihren Inhalten auf die geistigen Themen des Glaubens hinweisen.

Wenn ich hier von GlasbiIdern rede und nicht, wie es sonst oft geschieht, von Glasmalereien, so enthält diese Bezeichnung einen Unterschied zu den Kirchenfenstern aus früherer Zeit, wo wirklich noch auf das Glas gemalt wurde. Bei diesen neuen Fenstern wird der Ausdruck und die ganze Darstellung allein mit der Zusammensetzung von farbigem Glas erreicht, also ohne Zuhilfenahme eines sogenannten Schwarzlotes, das aufgemalt ist. Nur an wenigen Stellen wird bei den Fenstern in Sulgen eine Ausnahme gemacht.

Bei dieser der modernen Auffassung entsprechenden Technik wird alles mit der Farbe und dem Leuchten des Antikglases gestaltet. Diese Glasbilder wurden schon ganz von Anfang an mit der Vorstellung dieses farbigen Leuchtens entworfen. Aber dieser glänzende Effekt kann im Entwurf auf dem Papier nicht gezeigt werden, und darum ist es jeweils für den Laien schwer zu entscheiden, ob der Entwurf den Erwartungen der Leute zu entsprechen vermöge.

In den Bildern des Schiffes ist ein gemeinsames Grundthema dargestellt: die Begegnung Gottes mit den Menschen, etwas, das für den Gläubigen besonders im Kirchenraum sich ereignet. Im Kirchenraum, wo wir in besonderer Weise vor Gott hintreten. Fünf Begegnungen Gottes mit den Menschen sind in den Bildern des Schiffes dargestellt:

Fenster im Chor

Das Fenster im Chor ist dunkler und zeigt das Kreuzopfer mit dem leuchtenden Rot auf hellem Grün, das an das Blut und die Leiden mahnt. Dieses Fenster ist auf das Opfer am Altare bezogen.

Fenster "Gott übergibt Mose das Gesetz"

Fenster "Weihnachten"

Im dritten Fenster erscheint Christus «in der Mitte der Zeiten» den Menschen als der Erlöser.

Fenster "Ostern"

im vierten Fenster gibt sich Jesus Maria Magdalena in der verklärten Gestalt des Auferstandenen zu erkennen.

Fenster "Himmel"

Im fünften Fenster ist Jesus die Glückseligkeit des Menschen in der Anschauung im Himmel.

Fenster "Hl. Petrus und Paulus"

Die Glaubenszeugen Petrus und Paulus auf dem triumphierenden Rot ihres Martyriums, in der Taufkapelle.

Fenster "Taufe"

das blaue Wasser mit dem Täufling und dem heiligen Geist.

Für die fünfmalige Erscheinung Gottes ist immer der gleiche Farbklang genommen, ein hell leuchtendes Weiss-Rot-Orange. Das helle Licht wird hier zum Träger des Ausdruckes für das Göttliche, die Schilderung der körperlichen Form tritt zurück, um dem Geheimnisvollen Raum zu lassen. Bei den Darstellungen des Menschen tritt das Farbige mehr herzu, erdhafte Töne im Grund und in den Kleidern der Gestalten, das Demütig-Zurückhaltende bei dem Blau-Rosa der Muttergottes im Weihnachtsbild, das Geistig-Verklärte im Grün-Orange der Maria Magdalena. Einen besonderen Klang enthält auch das strahlende Rot-Gelb der Lichter im obern Teil der Weihnachtsdarstellung, es sind Lichtgestalten der EngelweIt.

Nebenräume der Kirche:

Maria-Statue im Chorraum

Blick in die Taufkapelle

Blick in die Werktagskapelle