
Seniorennachmittag vom 06.12.10 –
Adventsfeier
Ein besinnlicher
Gottesdienst stimmte die Seniorinnen und Senioren sowie die
alleinstehenden Pfarreiangehörigen der Katholischen Kirchgemeinde Sulgen
in die diesjährige Adventsfeier ein. Natürlich waren alle gespannt, was
sie an diesem Nachmittag sonst noch erwartete. Auf dem Programm stand
nämlich nur „mit Ueberraschung“. Wer das Datum etwas genauer unter die
Lupe nahm, hatte bestimmt schon eine Vorahnung. Am Tag des hl. Nikolaus
durfte selbstverständlich ein Besuch desselben nicht fehlen. Damit sich
der gütige Mann im Pfarreiheim auch sogleich willkommen und wohl fühlte,
wurde er mit dem Lied „Lasst uns froh und munter sein“ herzlich begrüsst.
Gespannt lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer als er aus dem
barmherzigen Leben seines Vorfahren erzählte.


Danach war auch allen
klar, weshalb man auch nach fast 2000 Jahren noch immer an den hl.
Nikolaus denkt. Sein Leben hat Spuren hinterlassen. Mit viel Humor und
Liebe und in gekonnt poetischer Form richtete der Nikolaus anschliessend
das eine oder andere persönliche Wort an die Anwesenden. Ganz besonders
dachte er dabei auch an die vielen fleissigen Hände, die für ein gutes
Gelingen dieses Anlasses verantwortlich waren und belohnte sie mit einem
kleinen Präsent.

Nebst wunderschön
gedeckten Tischen war auch das kulinarische Angebot an diesem Nachmittag
speziell. Ein Teller mit fünf verschiedenen Desserts liess die Augen der
Besucherinnen und Besucher glänzen. Während man zufrieden der Reihe nach
alles probierte, wurde die Zeit auch rege für wertvolle Begegnungen und
Gespräche genutzt.



Einige gesungene
Weihnachtslieder liessen zum Schluss den gemütlichen Nachmittag
ausklingen.

Seniorennachmittag vom 06. September 2010 –
„Mobil im Alter“
„Die Polizei, dein Freund und Helfer“, das durften unsere
Seniorinnen und Senioren hautnah erleben. Der Verkehrsinstruktor, Andreas
Oberhänsli, der Thurgauer Kantonspolizei, verstand es ausgezeichnet auf
leicht verständliche und humorvolle Art den Zuhörerinnen und Zuhörern
wertvolle Hinweise zu einem unfallvorbeugenden Verhalten im Straßenverkehr
zu vermitteln.

Nach einem kurzen Einstieg mit prächtigen Bildern unseres
wunderschönen Kantons Thurgau, wurden alle abrupt mit einem Unfallbild aus
den Tagträumereien geweckt. So schnell kann es auch im Straßenverkehr
passieren und man ist plötzlich in einen Unfall verwickelt. Dabei handelt
es sich nie um Zufall, sondern um falsches Verhalten, wie überhöhte
Geschwindigkeit, mangelnde Aufmerksamkeit, Missachten der Verkehrsregeln,
Alkohol- und Medikamentenmissbrauch oder auch der Witterung nicht
angepasster Kleidung. Läuft jemand z.B. nachts dunkel gekleidet am
Straßenrand, ist er erst ab einer Distanz von 25 Metern sichtbar. Helle
Kleidung erhöht die Erkennbarkeit bereits auf 40 Meter. Optimal ist es
jedoch, sich mit lichtreflektierendem Material auszurüsten, womit man auf
eine Entfernung von 140 Metern zu erblicken ist.

Um die Jahrhundertwende 1899/1900 verkehrte das erste Auto
im Kanton Thurgau. Besitzerin war die Unternehmerfamilie Gegauf in
Steckborn. Bis 1910 stieg die Anzahl auf ca. 170 Fahrzeuge an. Heute, d.h.
100 Jahre später, verkehren über tausendmal mehr Autos auf Thurgauer
Straßen, nämlich rund 196‘000. Erstaunlicherweise konnte dabei trotz
dieser immensen Zunahme in den vergangenen Jahren eine Abnahme der
Verkehrsunfälle erreicht werden. Innerhalb der letzten 40 Jahre reduzierte
sich die Anzahl der Unfalltoten gar von 50 auf 8 Fälle, dies nicht zuletzt
dank Präventionskampagnen, Einführung des Gurtenobligatoriums, Senkung der
Alkoholpromillegrenze etc. Das A und O ist aber nach wie vor ein
Rücksichtnehmen aufeinander, ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander
im Straßenverkehr. Wer sich an die Regeln hält, andere weder gefährdet
noch behindert und insbesondere Vorsicht gegenüber Kindern, Gebrechlichen
und alten Leuten walten lässt, trägt einen großen Teil zur
Verkehrssicherheit bei. Gerade für ältere Leute ist es auch wichtig, sich
Zeit zu lassen, Verkehrsspitzenzeiten zu meiden, bewusst am Verkehr
teilzunehmen und nicht die Gedanken woanders kreisen zu lassen. Für alle
eindrücklich waren auch immer wieder die Bilder, die Verkehrsinstruktor
Oberhänsli zeigte. So konnten beispielsweise alle Zuhörerinnen und Zuhörer
mit eigenen Augen sehen, was es heißt, nur noch über eine Sehschärfe von
50% bzw. 30% zu verfügen oder wie eine Person mit 0,7 %o Alkohol im Blut
die Umwelt wahrnimmt.
Die Frage, ob man ab einem bestimmten Alter kein Fahrzeug
mehr lenken sollte, konnte der Referent klar mit einem Nein beantworten.
Viel wichtiger sei es, auf körpereigene Signale zu achten und allenfalls
auch einmal eine Testfahrt mit einem für Senioren geeigneten Fahrlehrer zu
machen. Ebenfalls empfehlenswert sind regelmäßige Kontrollen beim
Augenarzt, da bei einem Fahrzeuglenker über 90% der Sinneswahrnehmungen
über das Auge gehen. Unumgänglich ist auch ein Gespräche mit dem Hausarzt
um allfällige Nebenwirkungen von notwendigen Medikamenten abzuklären, die
die Fahrtüchtigkeit einschränken könnten. Diese Maßnahmen erlauben einem,
eine eigene Standortbestimmung zu machen und zeigen, ob man noch weiterhin
mit dem eigenen Auto unterwegs sein darf oder ob es nicht doch besser
wäre, den Führerschein abzugeben und damit sich selbst und andere
Verkehrsteilnehmer zu schützen.
Ein spezielles Augenmerk galt noch dem Vortrittsrecht und
dem Kreisverkehr. Wer darf jetzt zuerst fahren ober welche Spur gilt für
den Velofahrer im Kreisel? Dabei mussten alle feststellen, dass heute
nicht mehr alles Gültigkeit hat, was man vor 30 Jahren noch gelernt hatte.

All das Gehörte wurde anschließend in einem Kurzfilm mit
viel Witz und Charme nochmals repetiert und entlockte den Zuschauerinnen
und Zuschauern manch einen herzhaften Lacher.
Für Wettbewerbsstimmung sorgte ein Quiz, das mit viel Eifer
gelöst wurde, gab es doch für die drei Erstplatzierten einen edlen
Kugelschreiber zu gewinnen. Da unsere Seniorinnen und Senioren an diesem
Nachmittag sehr aufmerksam waren, tippten alle auf die richtigen Lösungen.
Glücksfee Regula zog somit drei Gewinner, die ihren Preis mit strahlendem
Gesicht entgegennahmen.

Bei Kaffee und Nussgipfel klang ein lehrreicher Nachmittag
aus und die Zuhörerinnen und Zuhörer machten sich bereichert mit
wertvollen Sicherheitstipps und ausgerüstet mit Leuchtstreifen auf den
Heimweg.





Seniorenausflug vom 07. Juni 2010 der Katholischen
Kirchgemeinde Sulgen
Schaut man in die strahlenden
Gesichter der fast 60 reisefreudigen Seniorinnen und Senioren, so bleibt
auch der Sonne nichts anderes übrig als ihre letzten Tränchen zu trocknen
und ebenfalls zu strahlen. Auf Nebenstrassen, entlang wunderschöner
Thurgauer Auen und Weilern, durch grüne Wälder und über schmucke
Holzbrücken erreichen wir nach einer Stunde Carfahrt unser erstes Ziel,
den Spargelhof Spaltenstein in Flaach. Vor der einstündigen Führung durch
Feld und Hof werden wir mit einem feinen Spargel-Apéro begrüsst.

Gestärkt erfahren wir viel
Interessantes über das Wachsen und Ernten der Spargeln. Wissen Sie zum
Beispiel, warum es weissen, grünen oder violetten Spargel gibt? Das ist
nur eine Frage des Lichtes. Durch Anhäufeln der Erde und Abdecken mit
einer Spezialfolie erhalten die Triebe kein Licht und können so auch kein
Chlorophyll bilden, welches für die Grünfärbung verantwortlich ist,
deshalb bleiben sie weiss. Der grüne Spargel wird nicht durch Erde
geschützt und färbt sich duch Einstrahlung des Sonnenlichtes kräftig grün.
Dann ist da noch die neue Sorte „Violetta“, welche, wie bereits der Name
sagt, violett ist und sich hervorragend eignet um roh gegessen zu werden.
Bei einem „Probiererli“ können wir uns von seinem feinen, nussigen,
leicht süsslichen Geschmack überzeugen.


Die Spargelernte ist noch reine
Handarbeit und wird „Spargel stechen“ genannt, was uns Herr Spaltenstein
auch gleich eins zu eins demonstriert.



Anschliessend kommen die Spargeln auf
ein spezielles Förderband, wo sie gemessen, geschnitten, gewaschen und
sortiert werden. Auch hier steckt viel Handarbeit dahinter.

Nachdem einem beim Anblick der vielen
Gemüsespargeln bereits das Wasser im Munde zusammenläuft, geniessen wir
auf dem hofeigenen Beizli ein feines Spargelrisotto.



Anstelle eines Mittagsschläfchens
geht’s gleich weiter Richtung Kloster Rheinau. Bei einer Führung hören wir
manch Eindrucksvolles über die 1200jährige Geschichte des
Benediktinerklosters sowie über die 300jährige barocke Klosterkirche.
Bereits beim Empfang stechen einem die zwei mächtigen Kirchtürme ins Auge,
die synonym, jedoch im Abstand von 100 Jahren erbaut wurden.


Im Kircheninnern erwarten uns
prächtige Holzschnitzereien und wundervolle Decken die vom handwerklichen
Geschick von Stuckateuren des 18. Jh. zeugen. Zum Schutz der meisterhaften
Marienbilder, die auch heute noch in den Originalfarben leuchten, wird die
Kirche auch im Winter nie geheizt, weshalb es schon einmal vorkommen kann,
dass man während des Gottesdienstes kalte Füsse kriegt. Ebenfalls für uns
ungewohnt ist die Marienstatue mit Jesuskind, die stets mit den zum
Kirchenjahrturnus entsprechenden liturgischen Farben eingekleidet
ist. Im Chorraum befindet sich ein sarkophagähnliches Grabmal, das an den
irischen Wandermönch Fintus erinnert, welcher im 9.Jh.,
eingemauert in eine Zelle, auf der Insel ein asketisches Leben
geführt haben soll. Erhebt man den Blick oberhalb des Eingangportals ist
eine imposante Orgel aus dem Jahre 1715 mit 1937 Pfeifen zu sehen. Diese
beglückt die Gottesdienstbesucher auch mal mit verblüffenden Tönen wie
Vogelgezwitscher. Ueber dem Hochaltar hängt eine 2 Tonnen schwere
überdimensionale Krone. Ob die wohl hält? Ein statisches Gutachten hat es
zum Glück bestätigt. Zum Schluss dürfen wir noch die Sakristei besuchen.
Einige intarsiengeschmückte Schränke stehen offen und zeigen Paramente aus
der Klosterzeit. In Vitrinen bewundern wir goldene, silberne und mit
edelsteinverzierte liturgische Gegenstände wie Kelche, Monstranzen und
Kreuze. Bevor uns der Car zurück nach Sulgen bringt, machen wir einen
Zvierihalt im Rhygarte in Ellikon. Im Gartenrestaurant mit wunderschönem
Blick auf den Rhein lassen wir uns mit Erdbeertörtchen und Kaffee
verwöhnen.


So endet ein erlebnisreicher Tag mit
genügendem Gesprächsstoff für eine kurzweilige Heimfahrt.


Seniorennachmittag vom 08. März 2010
Wer
anders als ein Zeitzeuge könnte eindrücklicher aus dem Leben und Wirken
von Dr. Albert Schweitzer erzählen? Mit der ehemaligen Krankenschwester
Elisabeth Anderegg haben wir eine Person gefunden, die zwischen 1958 und
1965 mit ihm zusammengearbeitet hat. So berichtete sie uns viel
Beeindruckendes und Spannendes über diese Zeit.

Im Alter von sieben Jahren hörte
Elisabeth Anderegg zum ersten Mal von Dr. Albert Schweitzer und seinem
Urwaldspital in Lambarene. Spontan fasste sie den Entschluss: „Da möchte
ich auch einmal arbeiten.“ 18 Jahre später war es soweit. Als ausgebildete
Krankenschwester und mit einer Zusatzausbildung zur Operationsschwester
trat sie den langen Weg nach Afrika an. Nach 20 Stunden Flug erfolgte die
letzte Etappe mit einem Boot auf dem Ogowe Fluss. Kurz vor dem Ziel
begannen die Afrikaner, die das Boot ruderten, zu singen und kündigten
damit die Ankunft der neuen Mitarbeiterin an. Welch wunderbarer Empfang!
Herr Schweitzer, sein Personal, Gesunde und Kranke, sie alle standen am
Ufer und riefen ihr ein fröhliches „Willkommen in Lambarene“ zu.

Am anderen Tag gab’s erstmals eine
Spitalbesichtigung. Ihr erster Gedanke war: „Ums Himmelswillen, wie soll
man da arbeiten können?!“ Kein fliessendes Wasser, keine Elektrizität,
keine Waschküche, weder Funk noch Telefon, keine Klima-Anlage, nur der
Operationssaal wurde durch einen Dieselmotor mit Strom versorgt. Doch was
heisst hier Operationssaal, eigentlich war es nur ein Raum mit
Drahtgewebe-Fenstern anstelle von Glas, mit einem Boden aus Holzbalken,
die täglich mit Bürsten und Schmierseife geschrubbt werden mussten sowie
zwei antiken Operationstischen. Das also war ihre Arbeitsstelle. Doch wo
Not herrscht, schafft man es auch unter schwierigsten Bedingungen zu
arbeiten. An drei Tagen wöchentlich wurden abdominale, urologische,
gynäkologische und plastische Eingriffe durchgeführt. Erwähnenswert sind
auch die vielen Kaiserschnitte, bedingt durch das junge Alter der
teilweise erst zehn- bis zwölfjährigen werdenden Mütter. Natürlich gehörte
auch die Behandlung von vielen Krankheiten, wie Malaria oder Lepra dazu.
Einmal erhielt Frau Anderegg von einem Elefantenjäger aus Dankbarkeit für
die erfolgreiche Operation an seiner Tochter einen Papagei geschenkt. Es
dauerte nicht lange und Habakuk, wie sie ihn nannte, beherrschte
Französisch und astreinen Appenzeller Dialekt. Als Frau Anderegg einmal
für einen Urlaub nach Hause flog, nahm sie Habakuk in einem Körbchen mit.
Plötzlich fing der unermüdlich an zu plappern, so dass eine Frau sie
fragte: „Haben Sie eine Kassette im Korb?“ Das Geheimnis wurde gelüftet
und es herrschte eine grossartige Stimmung im Flugzeug, nur wegen diesem
frechen kleinen Kerl. Natürlich gab es auch sehr traurige Erlebnisse wie
jenes vom kleinen Savio. Der zweijährige Bub wurde von seinem Vater total
abgemagert ins Spital gebracht. Savio’s Grossmutter war überzeugt, dass
der Kleine von einem bösen Geist besessen sei. Da dies Unheil für die
ganze Familie bedeutete, fühlte sie sich verpflichtet, ihn mit giftigen
Kräutern umzubringen. Leider konnte er nicht mehr gerettet werden.
Nebst den Geschichten über den
Spitalalltag erzählte Frau Anderegg auch vieles über das Land und die
Gewohnheiten in Gabon. So gibt es z.B. nur zwei Jahreszeiten: Die Trocken-
und die Regenzeit. Während der Trockenzeit führten die Flüsse wenig
Wasser. Alles war dürr und überall herrschte Staub und Dreck. In dieser
Zeit gab es viele Patienten mit Abszessen oder Starrkrampf. Auch die
Geschwüre der Leprösen heilten schlecht, da immer wieder Schmutz in die
Wunden gelangte. Wenn sie in solchen Momenten der Tropenkoller überfiel,
schloss sie manchmal die Augen und träumte von den grünen
Appenzeller-Hügeln. Sobald dann die Regenzeit einsetzte, verwandelte sich
die Landschaft in eine grüne Oase mit wunderschönen Orchideen und
Hibiskusblüten. Das war auch die Zeit der vielen leckeren Tropenfrüchte,
welche den Speiseplan bereicherten. Dieser bestand nämlich ansonsten
hauptsächlich aus Reis und Fisch und einmal wöchentlich aus Kaiman-Filets,
einem äusserst zarten Krokodilfleisch.
Betroffen machte auch die
Zwillings-Geschichte. Bekam eine Frau Zwillinge, durfte sie nicht ins Dorf
zurückkehren, da das Volk Angst hatte, dass Zwillinge von einem bösen
Geist oder einem anderen Mann gezeugt worden seien und so Fluch und
Unglück über die Familie bringen könnten. Um diese Kinder zu retten wurden
sie ebenfalls in Lambarene aufgenommen. Glücklicherweise konnten viele
dieser Kinder später in ihre Dörfer zurückkehren.
Ueber all diesem guten
Werk stand der Arzt, Theologe, Philosoph, Friedensnobelpreisträger und
Musiker Dr. Albert Schweitzer. Seine positive Ausstrahlung wirkte auf alle
Mitarbeiter ansteckend und motivierend. Alles Leben wurde von ihm
geschützt und gepflegt. So wurde er auch stets von seinem Pelikan
Parzival, seinem schwarzen Schaf Elisabeth, seinem Affen Kosima und zwei
oder drei Katzen umgeben und begleitet. Sein Denken und seine Anweisungen
waren immer klar und gradlinig und trotzdem waren alle wie eine grosse
Familie. Am Samstag- und Sonntagabend sass das ganze Team im Esszimmer und
hörte klassische Musik. Albert Schweitzer selbst spielte auch Klavier. Das
Klavier war jedoch so verstimmt, dass es nur ihm allein möglich war,
darauf zu spielen, denn nur er wusste, welche Taste er drücken musste,
dass es einigermassen richtig klang. Am Abend des 28. August 1965 gab es
das letzte Konzert mit Albert Schweitzer. Er fühlte sich müde und schwach.
Nur wenige Tage danach, im Alter von 90 Jahren, starb er. Ein grossartiger
Mensch hatte sich verabschiedet und mit ihm hatte sich auch Frau Anderegg
von Lambarene verabschiedet.

Mit grossem Applaus bedankten sich
unsere Senorinnen und Senioren bei der Referentin für die wundervollen und
lebendigen Erzählungen. Sie verstand es blendend die Zuhörerinnen und
Zuhörer mitten ins Geschehen von Afrika mitzunehmen. Wer noch mehr über
ihre Zeit in Afrika erfahren möchte, hatte die Gelegenheit, das von ihr
geschriebene Büchlein „Erinnerungen an Lambarene“ zu kaufen.

Bei Kaffee und Nussgipfel wurde
anschliessend gemütlich über dieses und jenes geplaudert. Wer die
Tischdekoration etwas genauer betrachtete, erhielt auch noch einige
bildliche Eindrücke über das Gehörte.


Berichte von
Seniorennachmittagen 2009