Pastoralraum

Pastoraler Entwicklungsplan PEP
1. Grundanliegen des PEP
2. Die Etappen des PEP
3. Etappe: Pastorale Umsetzung

Pastoralraum TG5


Die weiteren Kirchgemeinden im Pastoralraum
Pfarrei Berg
Pfarrei Weinfelden

 

 

 

Pastoraler Entwicklungsplan

Pastoralraum PA TG 5

Ein gutes Jahr nach Beginn ihrer Arbeit hat die Projektgruppe des designierten Pastoralraums Weinfelden-Berg-Sulgen ihre Arbeit weitgehend abgeschlossen. Die Ergebnisse liegen in Form der Pastoralraumanalyse und des Pastoralraumkonzeptes vor. Es ist den Mitgliedern der Projektgruppe ein Anliegen, insbesondere über das Pastoralraumkonzept zu informieren. Wir laden deshalb zu einer öffentlichen Informatonsveranstaltung ein auf:

Montag, 21.August 20.00h in die Räumlichkeiten der Pfarei Berg

Gerne wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und sind gespannt auf positive wie kritische Rückmeldungen. Anschliessend werden die Papiere bei den Verantwortlichen des Bistums eingereicht.
Der Pastoralraum soll dann am Wochenende vom 19.-21.1.2018 feierlich errichtet werden. Bischof Felix Gmür hat sein Kommen bereits zugesagt.



Kerndokumente: "Den Glauben in Spiel bringen"
Pastoraler Entwicklungsplan. Kerndokument (PDF 1.10.2006)
Pastoraler Entwicklungsplan. Leitsätze (PDF)



1. Grundanliegen des Pastoralen Entwicklungsplans (PEP)

Das Grundanliegen des PEP ist die Entwicklung einer Pastoral ('Pastoral ist das organisierte Handeln der Kirche, durch das sie ihren Auftrag zu erfüllen sucht, für das Leben im umfassenden Sinn einzustehen und es zu fördern.‘ - cf. PEP Seite 5), die den Menschen unserer Zeit entgegen kommt. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist komplexer als vor einigen Jahrzehnten. Die Pastoral ist auf diese sich verändernde Gesellschaft auszurichten.
Der PEP umschreibt, welche Grundhaltungen, Ausrichtungen und Inhalte die Pastoral prägen sollten, damit das Evangelium gehört wird.

Dabei stellen wir fest, dass sich die
pastorale Grundaufgabe tiefgreifend geändert hat: Es geht viel weniger um die Begleitung gesellschaftlich gelebter Christlichkeit. Die Evangelisierung wird zum zentralen Moment; der Glaube muss überhaupt erst ins Spiel gebracht werden.

Diese veränderte Aufgabe ist zusammengefasst in der Grundperspektive des PEP:

‚Den Glauben ins Spiel bringen‘. Sie wird ausgefaltet in vier Hauptleitsätzen:

1.
In der Welt von heute Kirche sein
2.
Uns von Gott erfüllen und leiten lassen
3.
Uns in die Sorge Gottes für die Welt hineinnehmen lassen
4.
Personal, Strukturen und Mittel auf die Pastoral ausrichten

2. Die Etappen des PEP

2.1 Erarbeitung der konzeptionellen Grundlagen

Diese Etappe wurde abgeschlossen mit der Inkraftsetzung des Pastoralen Entwicklungsplans für das Bistum Basel durch Bischof Dr. Kurt Koch am 1. Oktober 2006.

2.2 Schaffung der strukturellen Voraussetzungen für die Umsetzung und Erarbeitung der Pastoralkonzepte

Die Pastoral, die nötig ist, um den Glauben in einer ausdifferenzierten Gesellschaft ins Spiel zu bringen, bedingt ein Denken für das grössere Ganze und benötigt grössere Organisationsräume. Der Bischof hat deshalb beschlossen, das Bistum in Pastoralräume zu gliedern. Der Richtplan, der alle Pastoralräume des Bistums umschreibt, ist am Christkönigssonntag 2009 von Bischof Kurt in Kraft gesetzt worden. Die Pastoralräume sollen nun bis 2016 errichtet sein.
Die Errichtung eines Pastoralraumes wird als Projekt gestaltet. Alle nötigen Unterlagen liegen in einem Dossier vor. Nach den Vorabklärungen gibt die Bistumsregionalleitung grünes Licht zum Start eines Projektes. Pastoralraumkonzept, Pastoralraumstatut und Vereinbarungen zur Zusammenarbeit unter den Kirchgemeinden werden erarbeitet. Nach Prüfung der Konzepte errichtet der Bischof den Pastoralraum und setzt das Personal ein.

Die Erarbeitung des Pastoralkonzeptes gibt Gelegenheit zu einer gründlichen Überprüfung der Pastoral und zu ihrer Ausrichtung auf die heutigen Notwendigkeiten. Wegweisend ist dabei der PEP. Für eine erste Phase hat das Bistum aus dem PEP vier Schwerpunkte gewählt, welche besonders zu berücksichtigen sind:

· Die Förderung und strukturelle Verankerung der Diakonie

· Erwachsene situationsbezogen ansprechen, im Leben und Glauben begleiten, stärken und bilden

· Die Pastoral der Initiationssakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung) für Kinder und Jugendliche als differenzierten Weg gestalten, der zum Geheimnis Gottes hinführt

· Gemeinschaften entwickeln, bilden und vernetzen, welche Elemente des Glaubens sichtbar leben
Im Pastoralkonzept des Pastoralraumes wird festgelegt, wie die pastoralen Grundvollzüge (Verkündigung, Liturgie, Diakonie) gelebt werden, was für besondere Schwerpunkte zu setzen sind, welche Stärken weiter gepflegt und welche Tätigkeiten nicht mehr weitergeführt werden

3. Etappe: Pastorale Umsetzung

In den errichteten Pastoralräumen werden die Pastoralkonzepte im Alltag umgesetzt und weiter entwickelt.
Die Entwicklung der Pastoral in der Perspektive der neuen Notwendigkeiten ist ein längerfristiger Entwicklungsprozess. Bischof Felix will diesen Prozess weiterführen. Die Pastoralraumkonzepte sind ein erster entscheidender Schritt der Umsetzung des PEP.

2011.09.2

Pastoralraum TG 5

Gemeinsam mit den Pfarreien von Weinfelden und Berg werden wir in Sulgen künftig einen Pastoralraum bilden. Das Bistum hat den Raum als Typ A klassifiziert. Das bedeutet, dass es im Raum durch das Pastoralteam, bestehend aus den drei Pfarreileitenden, eine gemeinsame seelsorgerliche Ausrichtung geben wird, die Umsetzung jedoch in den Pfarreien geschehen wird. Soweit die personelle Lage es ermöglicht, soll es in jeder der Pfarreien auch künftig einen Pfarrer oder Gemeindeleiter geben. Die Bildung von Pastoralräumen ist zum einen eine Reaktion auf die sich verändernden gesellschaftlichen wie religiösen Lebensstrukturen, zum anderen eine Reaktion auf die sich massiv verschlechternde Personalsituation im Bistum.
Pastoralräume können so eine Chance sein, die Seelsorge zukunftsorientiert auszurichten.
Das Projekt wird im neuen Jahr starten, sodass in absehbarer Zeit der Pastoralraum eingerichtet werden kann.

Martin Kohlbrenner, Gemeindeleiter


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