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  frühere Kinderfeiern 

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Voreucharistische Gottesdienste

Übersicht 

Christliche Symbole den Kindern erklärt.

Sterne – Kinderfeier vom 03. Dezember 2011

Sterne leuchten in der Dunkelheit. Da unsere Kinderfeier am Samstagabend stattfand, war es auch bereits dunkel, als wir die Kinder mit dem Lied „Weisst du wie viel Sternlein stehen“ begrüssen durften. In der Mitte lag eine grosse Sternenschachtel mit vielen kleinen Sternenschächtelchen darin. Jedes Kind erhielt eine kleine Sternenschachtel und war gespannt, was sich wohl darin befand. Eines nach dem anderen durfte es öffnen und mit den fünf kleinen Gegenständen seinen Anteil zu einem  Sternenmandala beitragen. Zum Schluss kam die grosse Kerze als Zeichen für Gott in die Sternenmitte umrahmt mit dem Lied „Wär isch üüses Liecht“.

Anschliessend lauschten die Kinder erwartungsvoll der Geschichte über einen kleinen traurigen Sternenengel, für den Jesus Licht und Hoffnung brachte, so dass all die Sterne auf seinem Gewand wieder ganz hell leuchten konnten.

Aus gelben Dreiecken falteten die Kinder nachher Sterne, die sie in die Mitte legten.

So wie Jesus für den kleinen Sternenengel wie ein Stern war und ihm Licht und Hoffnung brachte,  so ist Jesus auch für uns ein Licht- und Hoffnungsstern. Und auch wir können für andere ein Stern sein und Licht und Hoffnung bringen. Wie, wo oder für wen, dazu hatten die Kinder ganz viele Idee und durften bei jedem Gedanken ein Sternen-Kerzli anzünden und auf die gefalteten Sterne legen. Mit den Fürbitten baten wir Gott, uns zu helfen, für unsere Mitmenschen Sterne zu sein.

Das „Vater unser“ und das Lied „Weisst du wie viel Sternlein stehen“ rundeten unsere besinnliche und lichtvolle Kinderfeier ab.

Gemeinschaft/Kette – Kinderfeier vom 11. September 2011

Ein neues Schuljahr hat begonnen und die Kinderfeier setzt sich aus einer frischen Gemeinschaft zusammen. Gemeinschaft war auch unser heutiges Thema. Neben der, mit vielen verschiedenen Ketten schön geschmückten Mitte, lag ein Jutesack. Was könnte wohl darin verborgen sein? Zwei Kinder durften das Geheimnis lüften und eine grosse schwere Kette herausziehen.

Sie war so schwer, dass es sämtliche Kinder brauchte, um sie hochzuheben. So waren nicht nur die einzelnen Glieder der Kette miteinander verbunden, sondern auch alle Kinder. Sie spürten, wir gehören zusammen und zusammen sind wir stark. Sobald aber auch nur ein Kind etwas stärker an der Kette zog, wurde der Kreis instabil und machte den Kindern klar, dass eine Kette nur so stark sein kann, wie das schwächste Glied.

Diese Erkenntnis erfuhren sie auch, als sie sich an den Händen hielten und den Kreis immer grösser machten. Irgendwann kann man sich nicht mehr halten und der Kreis „zerreisst“.

Nach dieser Erfahrung bastelten die Kinder gemeinsam eine Holzperlenkette, die sie während der Kinderfeier abwechslungsweise tragen durften.

Wo gibt es denn in unserem Leben Gemeinschaften, wo man miteinander stark ist und wo eines auf das andere angewiesen ist? Zu den Antworten „in der Schule, in der Familie, in der Kirche, im Turnverein, bei einem Fest, bei der Arbeit etc. legten die Kinder entsprechende Bilder in die Mitte. Dabei merkten sie auch schnell, dass Gemeinschaften wichtig und gut sind. Viele Sache kann man miteinander viel besser machen als alleine und bereiten einem so auch viel mehr Spass. Das gilt auch für unsere Kinderfeiern, in welchen mir miteinander feiern, singen, beten, Geschichten von Jesus hören, tanzen, basteln, Gott loben oder ihn auch um etwas bitten oder ihm für etwas danken. Mit der Geschichte „Die ersten Jünger“ hörten die Kinder, dass auch Jesus mit Freunden unterwegs war, auch er war in einer Gemeinschaft mit seinen zwölf Jüngern.

Nun durfte jedes Kind einen Papierstreifen mit seinem Namen beschriften und verzieren. Jeder einzelne Papierstreifen wurde anschliessend zum Glied einer langen Papierkette.

Das Lied „Mir wönd fescht zäme halte, ä Chetti wönd mir sii …“ und ein Gebet rundeten unsere heutige Feier ab.

Als Bhaltis durfte jedes Kind für jedes Familienmitglied einen Papierstreifen mit nach Hause nehmen, um dort auch eine gemeinsame Familienkette zu basteln.

Der Sturm auf dem See – Kinderfeier vom 22. Mai 2011

Schon das Einzugslied „Huuh, ghörsch du de Luft …“ wies darauf hin, dass Luft, Wind und Sturm in der heutigen Kinderfeier eine wichtige Rolle spielen. Mit Bildern, auf denen trockene und öde Landschaften sowie solchen, auf denen Wasser und üppige Vegetation zu sehen war, führten wir die Kinder zum Thema hin. Was passierte zwischen diesen beiden Bildergruppen? Es hat geregnet. Regnen kann es ganz sanft, aber auch heftig mit Blitz, Donner und Sturm. Was Jesus und seine Jünger bei einem heftigen Sturm erlebt hatten, hörten die Kinder aus der Bibel. Dazu durften sie ins Boot einsteigen.

Beim Vertiefen der Geschichte spielten die Kinder den Regen und Sturm mit verschiedenen Instrumenten eifrig nach.

Nicht nur Jesus und seine Jünger, sondern auch wir erleben manchmal einen Sturm, und zwar nicht immer nur einen wetterbedingten, sondern einen in uns selbst, wenn wir z.B. wütend sind, streiten, Angst haben oder auch traurig sind. Die Kinder durften von solchen Erlebnissen erzählen. Was können wir denn in solchen Situationen machen? Wie die Jünger dürfen auch wir in jeder Lebenslage Jesus um Hilfe bitten und ihm vertrauen. Mit Jesus sind wir nie allein, mit ihm haben wir immer jemanden der uns begleitet und hilft.

Nach gemeinsamen Fürbitten in unserem grossen Boot, durfte jedes Kind als Bhaltis ein Schiffli basteln.

Bartimäus – Kinderfeier vom 20. Februar 2011

Mit dem Lied „Schön, dass du do bisch“ begrüssten wir ein Kind nach dem anderen, bis alle im Kreis in der Mitte standen. Anschliessend machten wir zusammen das Kreuzzeichen und zündeten die Kerze an.

Mit dem Zeigen eines Blindenstocks und den Fragen: „Was könnte das sein, wer braucht diesen Gegenstand, wofür und wie wird er verwendet“, waren wir schon mitten im heutigen Thema, dem Blindsein.

Anhand der Bibelgeschichte „Die Heilung des Bartimäus“ erfuhren die Kinder, wie Bartimäus durch den Glauben an Jesus geheilt wurde und wieder sehen konnte.

Wie fühlt es sich wohl an, wenn man blind ist? Diese Erfahrung machten die Kinder, indem sie einander mit verbunden Augen abtasteten.

 

 

 

Ein weiteres eindrückliches Erlebnis war, etwas blind zu zeichnen oder zu schreiben.

Fasziniert waren die Kinder auch von dem Blindenalphabeth, der sogenannten Brailleschrift. Sie waren erstaunt, wie viel Fingerspitzengefühl erforderlich ist, um die einzelnen Punkte zu spüren. Auch das Ausprobieren der Blindenschriftschreibmaschine liess sich keines entgehen.

Das Lied „Wär isch üses Liecht“ und ein Gebet vertieften das heute Gehörte und Erlebte zusätzlich.

Allerheiligen / Allerseelen - Kinderfeier vom 31. Oktober 2010

Die heutige Kinderfeier stand ganz im Zeichen von Allerheiligen und Allerseelen, wobei den Kindern das Wort Allerheiligen vertrauter war als das Wort Allerseelen. An Allerheiligen denken wir besonders an die Menschen, die in ihrem Leben ganz eng mit Gott verbunden waren und viel Gutes bewirkt haben. Sie haben uns gezeigt, dass Gott uns liebt und auf wunderbare Weise für uns sorgt. Das Fest Allerseelen feiern wir, um ganz besonders an die Menschen zu denken, die verstorben sind. Fast jedes Kind hatte schon einen Todesfall in der Familie erlebt und so durften sie für die verstorbenen Grosseltern und Urgrosseltern, für die Tante und Vater’s Götti ein Kerzlein anzünden und in die Mitte stellen. Nach jedem Kerzlein sangen wir das Lied „Wär isch üüses Liecht? Wär macht s’Dunkel hell? Jesus du bisch üüses Licht.“ Die Kerze zeigt uns das Licht, den Weg zu Gott. Licht begleitet uns unser ganzes Leben lang. Es erinnert uns daran: Gott ist uns nah. Er ist das Licht, das die Finsternis vertreibt. Gott hat das Leben vieler Menschen hell gemacht. Jesus hat auch gesagt, dass wir ein Licht sein sollen. Durch uns soll es heller und wärmer werden auf dieser Welt. Das Licht der Kerze erinnert uns daran. Wir hoffen, dass die Verstorbenen den Weg ins Licht machen durften, d.h. im Himmel sind. Das drücken wir auch bei einem Gottesdienst aus, indem der Priester sagt: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe.“ und das Volk antwortet: „Und das ewige Licht leuchte ihnen.“

Wo aber ist der Grossvater, wenn er gestorben ist? Hat er im Grab nicht kalt? Wird er nass, wenn es regnet? Ist es nicht eng und dunkel in der Erde? Diese Fragen stellte ein Kind seinen Eltern in der Geschichte „Wo sind unsere Toten?“ Die Eltern haben ihm dann erklärt, dass das, was in der Erde liegt, nur noch die Hülle vom Grossvater ist. Der Grossvater bekommt von Gott ein neues Kleid und ist nun an einem Ort, wohin wir ihn nicht begleiten können. Wir können aber immer wieder an sein Grab gehen und dort an ihn denken. Wir danken Gott, das wir den Grossvater nicht nur in ein Grab, sondern vor allem in seine Hände legen durften.

So gingen nun auch wir auf den Friedhof und erklärten zunächst den Kindern einige der vielen Grabsteinsymbole. Für alle Verstorbenen, ganz besonders auch für jene, an die niemand mehr denkt, zündeten wir eine Kerze an und legten ein Blumensträusschen dazu. Anschliessend spazierten wir durch den Friedhof und zeigten den Kindern die verschiedenen Gräber: Erdbestattungsgräber, Urnengräber, Urnenwand, Familiengräber, Gemeinschafts-gräber und Kindergräber. Die Kinder waren tief beeindruckt und stellten viele Fragen.

Das Gebet „Gott, Vater im Himmel, du wachsch über üs. Du gsiesch üs, du bisch mit üs. Mir hend hüt a die Verstorbene denkt und für sie betet. Blieb bi üs und gib üs din Säge. Amen.“ rundete die Kinderfeier ab.

Als Bhaltis durfte jedes Kind ein Säckchen mit zwei Kerzlein mit nach Hause nehmen. Diese Kerzlein sollen ihr Leben in einem traurigen Moment erhellen.

„Zemä cho“ Die Hochzeit in Kana - Kinderfeier vom 12. September 2010  Übersicht

Für die neuen Erstklässler war es heute ein erstes „zemä cho“ in einer Kinderfeier. Weshalb kommen wir dann zusammen und was machen wir miteinander? Das konnten auch die älteren Unterstufenkinder ihren neuen Gspänli bestens erklären. Wir kommen zusammen, um miteinander Geschichten von Jesus zu hören, miteinander zu singen, beten, basteln, Gott danke zu sagen usw. Um dieses Zusammengehören auch zu spüren, gaben wir einander die  Hände und sangen das Lied „Mir sind alli glücklich, mir sind alli froh, dass mir liebe Jesus, dörfed zemä cho“.

Anschliessend durften die Kinder aus einem grossen Korb verschiedene Sachen in die Mitte legen. An welchem Fest werden denn diese Sachen gebraucht? Natürlich an einem Hochzeitsfest. Auch Jesus war einmal zu einer Hochzeit eingeladen. Was seine Freunde an diesem Fest mit Jesus erleben durften, erzählte uns die Geschichte aus der Bibel.

Die Kinder merkten schnell, dass Jesus viel dazu beigetragen hatte, dass diese Hochzeit ein gelungenes Fest wurde. Er hatte Freude, dass alle Gäste genug zu trinken hatten und lange geblieben sind. Alle spürten an dieser Hochzeit „Wir gehören zusammen“.

Das Lied „Mir wönd fescht zemä halte, e Chetti wönd mir si“, hat dieses Zusammengehörigkeitsgefühl nochmals unterstrichen. Während des Singens formten wir mit unseren Fingern kleine Kreise und hakten bei unserem rechten und linken Nachbarn ein. So bildeten auch wir eine Kette.

In den Fürbitten baten wir Gott, dass wir diese Gemeinschaft auch in unserer Familie und in der Schule spüren dürfen, dass er uns helfen möge, mit anderen zu teilen und dankten Gott dafür, dass wir heute zusammenkommen durften.

Passend zur Geschichte erhielten die Kinder ein Fensterbild aus Pergamentpapier. Dieses durften sie ausmalen und als „Bhaltis“ mit nach Hause nehmen.

Wasser – Kinderfeier vom 30. Mai 2010 Übersicht

Sogar das Wetter passt sich unserem heutigen Thema an. Es ist ein verregneter Sonntagmorgen und wir machen uns Gedanken über das Wasser. Mit geschlossenen Augen horchen die Kinder dem Geräusch, das Wasser macht, wenn man es aus einem Krug in eine Schüssel giesst. Anschliessend tauchen die Kinder ihre Hand in die Schüssel und spüren so das Wasser. Ein Kind darf nochmals Wasser in die Schüssel giessen, damit man es auch sehen kann. Nach diesen Erfahrungen überlegen wir uns, wie Wasser aussieht, wo man es finden kann und wofür wir Wasser brauchen. Ziemlich schnell wird allen klar, dass es ohne Wasser kein Leben gibt und wir uns glücklich schätzen können, dass wir hier in unserem Land immer genügend davon haben. Wie wertvoll Wasser ist, zeigt uns dann auch „Die Geschichte vom Wasserkrug“. Dabei erkennen wir, dass das Wasser nicht nur für uns allein wichtig ist, sondern dass es auch schön ist, dieses aus Liebe mit anderen zu teilen. Nicht nur das Wasser, sondern auch die Liebe macht die Erde schön und kann sogar Vertrocknetes zum Leben erwecken.

In der Mitte liegt ein grosser Wassertropfen. Was steht wohl auf der Rückseite? Die Kinder kommen der Frage schnell auf die Spur. Ein Kind darf ihn umdrehen und liest vor: „Gott, ich danke dir für das Wasser.“ Nun kann jedes Kind einen eigenen Wassertropfen gestalten und ihn in die Mitte legen.

Dann singen wir das Lied: „Du gibst uns das Wasser, alles kommt von dir, Du gibst uns das Wasser, darum danken wir Dir, lieber Gott, Dir, lieber Gott, jeden Tag dafür.“ Zum Schluss dankt jedes Kind persönlich im Gebet mit den Worten: „Lieber Gott, ich danke dir für das Wasser, weil .....“. Zusammen wiederholen wir jede einzelne Bitte der Kinder. Mit dem Kreuzzeichen und Weihwasser verabschieden wir uns voneinander.

Gerecht oder Ungerecht? – Kinderfeier vom 28. Februar 2010  Übersicht

Zu Beginn unserer Kinderfeier erhält jedes Kind ein Säckchen mit Reis. Diese dürfen sie Händlerin Rosmarie verkaufen und erhalten dafür Schoggitaler.

Doch halt, irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu und her. Alle Säckchen werden gewogen, wiegen gleich viel, nämlich 100 gr, und trotzdem erhält das eine Kind einen Schoggitaler, das andere zwei, einige Kinder drei und eines sogar vier. Am eigenen Leib erfahren so die Kinder, was es heisst, nicht fair behandelt zu werden.

Die biblische Geschichte von Amos erzählt uns dann, dass es den Menschen bereits vor 2800 Jahren immer wieder so erging, ständig wurden sie betrogen und von den reichen Händlern ausgebeutet. Amos machte das traurig und wütend, denn das entspricht doch nicht dem Willen Gottes. Er machte die Leute darauf aufmerksam und fand, dass es so nicht weitergehen könne. Auch Thembisa, ein kleines Mädchen aus Südafrika, berichtet uns, dass das, was Amos erlebte, in ihrem Land auch heute noch vielen Menschen widerfährt. Die Bauern erhalten für ihre Produkte nicht den Preis, den ihre Arbeit wert ist. So reicht es letztlich kaum zum Leben. Auch Thembisa findet, dass es so nicht weitergehen könne.

Was können wir dazu beitragen, dass es anders, besser wird? Die Kinder äussern ihre Ideen: Produkte aus gerechtem Handel kaufen, miteinander reden, sich für schwächere Mitmenschen einsetzen, Lebensmittel und Kleider spenden etc. Eine Waagschale ist nun mit Mais gefüllt. Die andere Schale füllen wir langsam mit Steinen, auf die wir unsere Gedanken schreiben, was wir für eine gerechtere Welt machen könnten. Mit jedem Stein kommt der Mais etwas weiter nach oben. Unsere guten Gedanken wiegen schwer, bewirken etwas und ermutigen die Kinder, sich für Gerechtigkeit zu engagieren.



Einen Anfang machen sie gleich, indem sie ihre Schoggitaler gerecht aufteilen, so dass am Schluss jedes Kind gleich viel hat.



Jakobs Traum von der Himmelsleiter – Kinderfeier vom 24. Januar 2010 Übersicht

In der Mitte legen wir zuerst einen braunen Kreis und spielen anschliessend auf dem Xylophon die Tonleiter von unten nach oben. Wie können wir das Gehörte in eine Hand- oder Körperbewegung umsetzen? Was verbinde ich damit? Die Kinder haben viele Ideen und zeigen pantomimisch eine Treppe, eine Leiter, eine wachsende, aufgehende Pflanze und sehen sich auf ein Dach, einen Baum, einen Kirchturm, ja sogar bis in den Himmel hinaufsteigen. Alle dürfen nun auf dem Boden ihre ganz persönliche Leiter legen.

Ein grosser, schwerer Stein macht jetzt die Runde. Er wird von Hand zu Hand weitergereicht und in die Mitte auf das braune Tuch gelegt. Die Kinder erzählen wie sich der Stein anfühlt und versuchen selber einen Stein zu spielen, indem sie den Kopf und die Arme fallen lassen

und ruhig dasitzen. Mit einem Ton auf dem Triangel werden die Kinder von der Schwere wieder gelöst.

Im Kreis am Boden sitzend hören wir nun die Geschichte von Jakobs Traum von der Himmelsleiter. Am Ende der Leiter sieht Jakob Gott, der ihm viel Zuversicht zuspricht und sagt: „Ich bin vor dir und hinter dir. Ich bin unter dir und über dir. Ich bin mit dir. Ich verlasse dich nicht.“ Als Zeichen, dass Gott auch heute in unserer Kinderfeier mit uns ist, stellen wir eine Kerze in die Mitte. Jedes Kind darf nun mit vielen, kleinen, bunten Materialien ein Symbol für Gott ans Ende seiner persönlichen Leiter legen.

Die beiden Lieder „Gottes Liebi isch so wunderbar“ und „Gott hät die ganz wiit Wält i de Händ“ sowie ein Gebet runden unsere Kinderfeier ab.

Lichtfeier - Kinderfeier vom 13. Dezember 2009  Übersicht

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit. Deshalb war auch unsere Kinderfeier mit dem Thema „Lichtfeier“ etwas Besonderes und fand in der kleinen Kapelle in Heldswil statt.

Am Anfang war es dunkel. Um diese Dunkelheit noch intensiver zu erfahren, schlossen die Kinder die Augen und lauschten Worten wie „Spannung, Gefahr, Angst, Unsicherheit, Unrecht, Tod, Gewitter, Nebel, Gewalt, Krieg, Hunger und Armut“.

Wie erging es dabei den Kindern? Einige fühlten sich gut, andere beschlich ein unangenehmes, vielleicht auch unheimliches Gefühl. Was können wir gegen ein solches ungutes Gefühl machen? Licht. Dieses verdrängt die Dunkelheit, macht still und warm, gibt Freude und nimmt die Angst. Licht bedeutet aber auch Frieden und Freundschaft und ist ein Zeichen für Gott und Jesus.

Während die Kinder viele verschiedene Lichtquellen aufzählten, legten sie Symbole dafür auf das schwarze Tuch am Boden.

Mit der Geschichte „Kerzenstreik“ spürten die Kinder schnell, dass man Weihnachtsfreude nicht kaufen kann, sondern diese nur dort erleben kann, wo Menschen einander mit Liebe, Freude und Frieden im Herzen begegnen. Bei ihnen leuchten die Kerzen hell und ihre Herzen und Augen strahlen.

Auch in der Bibel begegnen wir dem Wort „Licht“ immer wieder. Bei Joh 8,12 steht:

Da sprach Jesus noch einmal zu ihnen und sagte: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis gehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Jesus meint damit, dass er der Welt Wärme, Liebe, Hoffnung, Geborgenheit und Frieden schenkt. Sein Licht zeigt uns den Weg zu einem Leben in Hoffnung, Wahrheit, Freiheit und Solidarität. Er ist für uns wie eine Sonne, die uns Licht und Kraft gibt, unsere Augen und unser Herz aufzumachen.

In Mt 5, 14-16 heisst es:

Jesus sagt: Ihr seid das Licht der Welt. Die Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und versteckt es unter einem Krug, sondern stellt es auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.
Also lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Wie können denn wir unsere kleine Welt ein wenig heller machen? Die Kinder wussten ganz viele Antworten und durften jedes Mal ein weiteres Kerzlein anzünden und auf das schwarze Tuch legen. So fing es in der Kapelle immer mehr an zu leuchten und es wurde heller und heller.

Als Bhaltis bastelte anschliessend jedes Kind ein persönliches Lichtlein. Vielleicht für sich selber, vielleicht aber auch für einen Mitmenschen, dem es zur Zeit nicht so gut geht und der ein Licht brauchen kann.

Das Gleichnis vom Sämann – Kinderfeier vom 25. Oktober 2009  Übersicht

In unserer heutigen Kinderfeier ging es um Gleichnisse, also Geschichten die Jesus erzählt hat. Gleichnisse haben meistens keinen bestimmten Schluss und Jesus hat auch keine Erklärungen dazu abgegeben. Sie sollen uns Menschen dazu anregen uns selber Gedanken zu machen, wie diese Geschichten weitergehen könnten, was sie uns sagen wollen oder was sie für uns selber bedeuten könnten. Im Zentrum stand für uns das Gleichnis vom Sämann.

Nachdem die Kinder diese Geschichte gehört hatten, stellten sie sie in der Mitte mit Samen, Körnern, Steinen, Aehren, Dornen und dem Weg bildlich dar. Anschliessend durfte jedes Kind mit bunten Steinen, Perlen, Strohhalmen, Körnern etc. eine ganz persönliche Aehre legen.

So verschieden wie die gelegten Aehren waren, so verschieden kann man Gleichnisse verstehen. Also machten wir uns Gedanken darüber, in welchen Situationen wir uns z.B. als Samen sehen oder als Dornen, als Sämann oder als Steine. Vielleicht ist mit diesem Gleichnis aber auch gemeint, dass Gott der Sämann ist und seine Worte die Samen. Wenn wir auf seine Worte hören und sie in unserem Herzen bewahren, dann bekommen wir Kraft um Gutes zu tun. Gleichnisse regen uns zum Nachdenken an und lassen unserer Fantasie viel Freiheit.

Staunen und Danken - Kinderfeier vom 17. Mai 2009  Übersicht

Wenn der Frühling erwacht, staunen wir immer wieder über viele grosse und kleine Wunder der Natur. Ein kahler Baum wird plötzlich grün. Nach dem Winterschlaf erwachen bunte Blumen und auch die Vögel kehren aus dem Süden zurück und erfreuen uns mit ihrem Gezwitscher. Anhand der Sonnenblume lernen die Kinder über all das zu staunen, was Gott erschaffen hat.

In der Mitte liegt ein braunes Tuch, umgeben mit einem gelben Tuch. Schnell bringen die Kinder diese zwei Farben in Verbindung mit der Sonnenblume. Anschliessend erhält jedes Kind einen Sonnenblumenkern. Wie fühlt sich dieser an? Wir spüren, dass er leicht und hart ist, er ist klein und gestreift, man kann ihn essen oder einpflanzen.

Unter dem braunen Tuch verstecken sich Blumentöpfe. Diese dürfen die Kinder bemalen und mit drei Sonnenblumenkernen bepflanzen.

Die Kernen liegen nun in der dunklen Erde. Wie geht es ihnen wohl dort? Um das zu spüren, spielen die Kinder gleich selbst einen Sonnenblumenkern. Zuerst ist er hart und klein. Warme Sonnenstrahlen und Regen wecken ihn. Er wird weich und beginnt  zu wachsen. Immer höher und höher bis eine wunderschöne grosse Sonnenblume aus dem kleine Kern geworden ist.

Zum Schluss erhalten alle Kinder ein Blütenblatt mit einer Kerne darauf. Aus jedem Kern wachsen nun ganz persönliche Sonnenblumen, die wir um die braune Mitte mit den Töpfen legen. So entsteht aus vielen einzelnen Blütenblättern und Töpfchen wieder eine grosse Sonnenblume.

Nach einem Gebet, in welchem wir Gott für all das danken, was er wachsen und gedeihen lässt, dürfen die Kinder als „Bhaltis“ ihr Töpfchen und Blütenblatt mit nach Hause nehmen. Welche Sonnenblume wird wohl am höchsten?

Fasnacht - Kinderfeier  22. Februar 2009  Übersicht

Passend zur Fasnachtszeit besuchte heute eine muntere und teilweise bunt verkleidete Kinderschar den Kindergottesdienst.

Aber was hat denn eigentlich die Fasnacht mit der Kirche zu tun? Gespannt lauschten die Kinder der Antwort auf diese Frage. Vor mehr als 600 Jahren, also in der Zeit, in welcher es noch Ritter, Prinzen und Burgfräuleins gab, entstand die Fasnacht. In dieser Zeit gab es vor Ostern bereits die Fastenzeit. Man durfte also 6 Wochen kein Fleisch essen. Auch Butter, Fett, Milch, Käse und Eier waren streng verboten. Weil die Menschen dazumal mit diesem Verbot aber Mühe hatten und sich nicht immer daran hielten, haben sich die Bischöfe und Aebte beraten. Sie kamen zum Entschluss, dass die Leute eine Woche vor der Fastenzeit noch einmal so richtig viel und alles worauf sie Lust hatten, essen dürften. An dieser Woche hatten die Menschen so viel Freude, dass mit der Zeit andere Bräuche wie Tanzen, Musik, Umzüge, Theateraufführungen, Verkleiden etc. dazukamen.

Anschliessend erzählte uns ein Luftballon aus seinem Leben. Es ist nämlich eigenartig, dass oft dort, wo Menschen Feste feiern, auch Ballone sind. Was ist am Ballon, was uns so froh macht? Da sind natürlich die vielen bunten Farben, sie bringen Freude in unser Leben. Ein Ballon ist glatt und rund, als wäre er aus einer Welt, in welcher alles stimmt. Der Ballon ist leicht. Er hat keine Wünsche und Sorgen, die ihn auf den Boden drücken. Ein Ballon kann, wenn er mit Gas gefüllt ist, fliegen. Wenn wir von Ungerechtigkeit und Krieg erfahren möchten wir manchmal am liebsten auch wie ein Ballon davonfliegen. Ein Ballon ist also so, wie wir uns ein schönes, glückliches und sorgenfreies Leben vorstellen.

Der Text aus der Bergpredigt „Die Seligpreisungen“ zeigte uns, dass auch Jesus immer wieder gesagt hat: „Freut euch! Seid glücklich! Gott wird euch reich belohnen. Er denkt an euch und wird euch nicht verlassen.“

Zum Schluss starteten wir eine fröhliche Polonaise. Dabei hatte ein Knabe die glorreiche Idee, die herumliegenden Ballons zu „verchlöpfen“, was sogleich eine ausgelassene Stimmung auslöste, so richtig Fasnacht halt!

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Kinderfeier vom 11. Januar 2009 – Was hat Jesus den ganzen Tag gemacht?

Die Weihnachtszeit, in welcher wir die Geburt von Jesus gefeiert haben, ist vorüber. Das neue Jahr hat begonnen, wir alle werden älter und stecken voller Tatendrang.

Auch Jesus blieb vor mehr als 2000 Jahren nicht das kleine Kind, das im Stall in Bethlehem geboren wurde. Zusammen mit seinen Eltern wuchs er in Nazareth auf, wurde immer grösser, bis er schliesslich ein erwachsener Mann war.

Mit seinen 12 Freunden (Jünger) zog er durch das Land. Ueberall wo Not und Elend herrschte, versuchte er zu helfen und den Menschen Licht und Wärme ins Leben zu bringen. Er heilte Kranke, tröstete Traurige und Verzweifelte und hatte stets offene Arme für Kinder. Besonders aufmerksam hörten ihm die Menschen zu, wenn er ihnen von Gott erzählte. Da wo Jesus war, lebten die Menschen auf und er liess sie spüren, dass Gott in jeder Lebenssituation immer bei ihnen sein wird.

Mit Kapla-Hölzern und Servietten durften die Kinder eine Stadt bauen. Anfangs war es in einigen Häusern ganz dunkel. In ihnen wohnten Kranke, Traurige, Gelähmte, Blinde, Sünder und Einsame, Menschen, denen es nicht so gut ging.

Doch nachdem Jesus sie besucht hatte, wurde es hell in ihren Herzen und sie schöpften neuen Lebensmut. Als Zeichen dafür erhellte ein Kerzli dieses Haus.

Mit den Fürbitten baten fünf Kinder: „Guter Gott, lass mich erkennen, dass Du immer für mich da bist, wenn ich traurig, alleine, krank und mutlos bin oder Angst habe.

Als Bhaltis erhielt jedes Kind ein laminiertes Bild mit Jesus in der Mitte. Rundum verteilt waren Symbole mit verschiedenen Stationen seines Lebens und Wirkens.

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Kinderfeier vom 14.12.08 – Warum feiern wir jedes Jahr Advent und Weihnachten?

In unserem Leben feiern wir immer wieder einmal ein Fest. Mit dem Aufzählen von verschiedenen Festen, die die Kinder wichtig finden oder die ihnen besonders gut gefallen, kamen wir auf die Zeit vor einem Fest zu sprechen. Was braucht es alles um ein Fest vorzubereiten? Mit diesem Uebergang waren wir auch schon bald mitten in der Adventszeit, der Vorbereitungszeit auf Weihnachten. So wie der eigene Geburtstag mit Freunden und Verwandten vorbereitet und gefeiert wird, wird Weihnachten als Geburtstag Jesu von uns allen, die zur Familie Christi gehören, in der Adventszeit vorbereitet und an Weihnachten gefeiert.

 

Die Geschichte „Beni, der Sterngucker“ erzählte uns dann, wie ein kleiner Junge auf dem Weg zum Jesuskind all seine Geschenke verschenkt und schlussendlich mit leeren Händen vor der Krippe steht. Da Josef die Krippe herrichten und Maria die vielen Geschenke entgegennehmen muss, sucht sie ein Plätzlein für den Heiland. Als sie Beni mit leeren Händen sieht, legt sie ihm vertrauensvoll das kleine Kindlein in die Arme. Das Jesuskind lächelt ihn an und Beni spürt sofort, dass er seine Gaben für den Heiland verschenkt hat. Nun weiss Beni auch, dass er nie mehr einsam sein wird, denn der Heiland wird immer bei ihm sein. Jesus ist für uns Menschen das grösste Geschenk von Gott.

Anschliessend haben die Kinder mit viel Eifer ein Schächteli verziert und mit verschiedenen kleinen Kostbarkeiten gefüllt. Dieses ist als Geschenk für einen lieben Mitmenschen gedacht. Ein zweites Schächteli mit einem Schoggiherzli darin erhielten die Kinder als „Bhaltis“.

Kinderfeier vom 14.September 08 – Taufe Übersicht

In unserer ersten Kinderfeier im neuen Schuljahr hörten wir über das Wirken von Johannes dem Täufer und wie er Jesus getauft hat. Nachher durften die Kinder die Geschichte mit Figuren nachspielen.

Anschliessend kamen wir auf die eigene Taufe zu sprechen. Was braucht es für eine Taufe?

Weihwasser:  Bei der Taufe giesst der Pfarrer Weihwasser über den Kopf des Täuflings und sagt dabei: „(Name des Täuflings), ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Immer, wenn wir mit Weihwasser ein Kreuz machen, erinnern wir uns an unsere eigene Taufe.

Chrisam: Wenn wir eine Wunde haben, versorgt uns Mama manchmal mit Salbe, damit diese die Haut schützt und heilt. Bei der Taufe zeichnet der Pfarrer mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Diese Salbe, das Chrisam, soll uns vor dem Bösen und Schlechten schützen und stärken.

Taufkleid: Das weisse Taufkleid ist ein Zeichen dafür, dass mit der Taufe ein neues Leben mit Jesus Christus beginnt.

Taufkerze: Jesus sagt: Ich bin dein Licht, ich zeige dir den Weg, ich mache dein Leben hell. Als Symbol erhalten wir eine Taufkerze.

 

Durch die Taufe werden wir in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen und gehören so immer zu Jesus. Die Taufe ist also der Anfang unseres christlichen Lebens.

 

Als Bhaltis durfte jedes Kind ein Fläschchen mit Weihwasser mit nach Hause nehmen.

Kinderfeier vom 01. Juni 2008 – Hl. Katharina von Alexandrien  Übersicht

Die letzte Kinderfeier in diesem Schuljahr durften wir in der Kapelle Heldswil feiern. Thema war die Hl. Katharina von Alexandrien. Sie ist die Patronin der Kapelle Heldswil.

Die Hl. Katharina war als Tochter eines Königs sehr reich und ziemlich verwöhnt. Sie konnte alles haben, was sie wollte. Mit achtzehn Jahren lernte sie einen Einsiedler kennen, der nach den Worten Jesus lebte. In Alexandrien, wo Katharina lebte, waren die Menschen keine Christen, sondern beteten zu anderen Göttern. Der Einsiedler machte so grossen Eindruck auf Katharina, dass sie sich taufen liess und Christin wurde. Besitz, Reichtum, Schmuck oder schöne Kleider standen nicht länger im Zentrum ihres Lebens. Aus ihrem Glauben an Jesus Christus schöpfte sie soviel Kraft, dass sie sogar versuchte, den römischen Kaiser Maxentius zum christlichen Glauben zu bekehren. Dieser aber sah sich selber als Gott und wollte Katharina für sich gewinnen. Dazu liess er 50 Gelehrte kommen, die Katharina überzeugen sollten. Katharina aber sprach mit so klugen Worten, dass sich die 50 Weisen bekehren und taufen liessen. Maxentius fühlte sich verhöhnt und liess die Wissenschaftler auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Katharina liess er grausam foltern, aber die junge Frau widerstand allen Qualen. Schlussendlich sollte sie mit einem hölzernen Rad zu Tode gefahren werden, aber das Rad zerbrach. Da liess Kaiser Maxentius die Heilige enthaupten. Engel trugen ihren Leichnam auf den Berg Sinai und begruben ihn dort, wo heute das berühmte Kloster steht.

   

Was war für Katharina wichtig? Sie betete niemanden an ausser Gott. Gott war das Zentrum ihres Lebens, nicht Reichtum, Schmuck oder schöne Kleider. Nichts war ihr wichtiger als Gott, der alles erschaffen hat.

Katharina ist die Patronin der Universitäten, Schulen und verschiedener Handwerker wie Wagner, Müller und Friseuren. Ihr Namenstag ist der 25. November. Attributs der Hl. Katharina sind das Buch (Symbol für Katharinas Gelehrsamkeit), das Rad, die Krone, der Palmzweig und das Schwert (Sinnbilder für den Sieg über den Tod).

 

Kinderfeier vom 24. Februar 2008 – liturgische Farben  Übersicht

Farben begleiten uns durch das ganze Leben. Mit Farben können wir auch unsere Empfindungen und Gefühle ausdrücken.

Da Gottesdienste direkt mit dem Leben zu tun haben, nimmt die Kirche auch die Farben des Lebens mit hinein in ihre Feiern. Die Kirche zeigt Farbe, wenn sie sich mit den Menschen freut, sie zeigt Farbe, wenn sie mit den Menschen trauert, sie zeigt Farbe, wenn sie der Festfreude über Weihnachten und Ostern Ausdruck verleihen will.

In der Kirche gibt es verschiedene Feste. Diesen Festen ordnet man bestimmte Farben zu: Weiss, rot, violett, grün, gold, rosa, schwarz und blau. Wo können wir denn diese Farben in der Kirche sehen? Messgewand/Stola  des Priesters, Tuch auf Altar, Blumen, Kerzen, Adventskranz, Palmsträusschen etc.

Welchem Fest wird welche Farbe zugeordnet und warum? Bei einer Reise durch das Kirchenjahr kamen wir der Sache auf die Spur.

Oekumenische Kinderfeier vom 20. Januar 2008 – Beten Übersicht

Im Rahmen der ökumenischen Gebetswoche fand in der katholischen Kirche ein ökumenischer Regionalgottesdienst statt. Parallel dazu durften wir eine ökumenische Kinderfeier erleben. Da die Gebetswoche unter dem Motto „Betet ohne Unterlass“ steht, befassten auch wir uns mit dem Thema „Beten“.

„Was heisst beten? Was für Gebete gibt es? Was für Gebete kennt ihr?“
Nach der Diskussion über diese Fragen kamen wir zum Ergebnis:
Bätte cha me überall,
ime Schloss und ime Schtall,
i de Fremdi und dihei,
mitenand und ganz elei,
zmittsd im Lärm und i de Rueh,
glaubs – Gott lost der immer zue.
Ueberall chasch Ihm begägne,
überall tuet Er dich sägne.
Tag und Nacht isch Er bi dir,
gäll, du dankisch Ihm defür.



Anschliessend lauschten die Kinder ganz gespannt der Geschichte „Der bittende Freund“: Mitten in der Nacht bittet Joel seinen Nachbarn Ruben um Brot für seinen Freund Benjamin, der soeben bei ihm auf Besuch kam. Da Ruben nicht sofort auf seine Bitte eingeht, braucht Joel ziemlich viel Geduld und Hartnäckigkeit. Aber es lohnt sich und so kann er seinen Freund bewirten. Auch wir brauchen manchmal etwas Geduld bis unsere Gebete erhört werden. Aber bereits Jesus sprach zu seinen Freunden: “Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan werden!“



So wie Joel, Ruben und Benjamin Brot geteilt haben, durften auch die Kinder ein Brot teilen.



Mit dem „Vater unser“, dem Gebet, das alle Christen auf der ganzen Welt beten, wurde für uns alle das Miteinander spürbar. 

Zum Schluss studierten wir mit den Kindern zum Lied „Lasst uns miteinander“ Gesten ein und überraschten damit die Gottesdienstbesucher beim gemeinsamen Apéro.

Kinderfeier vom 01.12.07 – Advent, Warten Übersicht

Die Adventszeit ist eine Zeit des Wartens. Wir warten auf das grosse Licht, das an Weihnachten ganz hell leuchten wird. Dieses Licht bringt uns das Jesuskind, dessen Geburtstag wir feiern werden.

Wenn wir warten müssen, macht uns das manchmal ganz zappelig und ungeduldig. Während der vergangenen Jahre haben sich darum ganz viele Bräuche entwickelt, die uns das Warten verkürzen, wie Adventskalender, Geschichten erzählen, Lieder singen, Adventskranz, Barbarazweig, Geschenke basteln, Guetzli backen, Wunschzettel schreiben, Spiele machen usw.

Während wir den Kindern diese Bräuche erläuterten, durften sie in der Mitte ein Mandala legen. In 25 Zündholzschächtelchen hatte es jeweils fünf gleiche kleine Gegenstände, die am Schluss ein Gesamtbild ergaben. Auch das brauchte etwas Geduld wie das Warten auf Weihnachten.

Mit dem Anzünden der Kerze in der Mitte wurde das Licht für uns alle sichtbar und spürbar. Es gibt Wärme und Geborgenheit. Damit das Licht von Weihnachten in uns leuchtet und uns warm gibt, müssen wir ruhig werden und unsere Herzen öffnen für uns und unsere Mitmenschen.

Das lernten die Kinder auch mit der Geschichte von einer Frau, die auf Gott wartete. Die Frau in der Geschichte hat auf Gott gewartet und sich auf sein Kommen vorbereitet. Dreimal hat er sie besucht und dreimal hat sie ihn weggewiesen. Sie hat ihn nicht erkannt, da sie dachte, er komme persönlich. Auf die Idee, dass er sie als Mensch besucht, ist sie nicht gekommen. An Weihnachten kommt Gott auch als Mensch zu uns. In der Krippe wird Gott als Mensch geboren.

Anhand eines kleinen Theaters und zwei eindrucksvollen Bildern merkten die Kinder schnell, dass man die Adventszeit ruhig und behutsam angehen kann oder stressig und hektisch die Arbeit verrichten kann.

Als Bhaltis erhielt jedes Kind ein Duft-Rechaudkerzli mit der Aufforderung in der Stille und Ruhe dieser Adventszeit ein Licht weiterzugeben. Licht weitergeben können wir aber nur, wen wir selber froh und zufrieden sind und unsere Mitmenschen mit unserer Zufriedenheit und Fröhlichkeit anstecken. So erfreuen wir andere und sehen wie das Licht leuchtet - in den Augen und den Gesichtern der Menschen in dieser besonderen Zeit.

Kinderfeier vom 05.05.07 – hl. Bernadette von Lourdes  Übersicht

Im Marienmonat Mai erzählten wir den Kindern eine Geschichte, die sich vor fast 150 Jahren ereignet hat. Ganz still lauschten sie, was die damals 14-jährige Bernadette zwischen dem 11. Februar 1858 und dem 16. Juli 1858 erlebt hat. Insgesamt achtzehnmal erschien ihr bei der Grotte von Massabielle Maria.

 

Dass dort, wo Bernadette gelebt hat, auch heute noch ein ganz spezieller Ort ist, schilderte uns anschliessend Rosmarie Oertle hautnah. Sie selbst ist gerade von einer Lourdes-Wallfahrt zurückgekehrt.

Eindrücklich erzählte sie uns von den Millionen von Menschen, die jedes Jahr nach Lourdes pilgern. Einmal im Jahr fährt sogar ein spezieller Pilgerzug nach Lourdes. Die Quelle, die Bernadette auf Marias Anweisung hin mit blossen Händen ausgegraben hat, sprudelt noch heute. Dem Lourdes-Wasser werden heilende Kräfte zugeschrieben. Viele Leute baden darin oder nehmen das Quellwasser mit nach Hause. Kranke hoffen auf eine Heilung oder schöpfen neue Kraft für das weitere Leben. Immer wieder kommt es dabei zu unerklärlichen Heilungen.

Als Bhaltis erhielten alle von Rosmarie ein richtiges Lourdes-Laternli. Mit diesen zogen wir in die Kirche ein und sangen das Lied „Ave Maria de Lourdes“.

Kinderfeier vom 11.03.07 – Engel Übersicht


Was fällt euch ein, wenn ihr das Wort Engel hört. Zu dieser Frage durften die Kinder Zeichnungen machen oder etwas aufschreiben. Da stand z.B. „Wenn ich Angst habe, bete ich zu meinem Schutzengel.“ „Beim Wort Engel kommt mir Weihnachten in den Sinn.“ „Ein Engel ist wie ein Mensch mit Flügeln.“ „Ein Engel verkündete Maria die Geburt von Jesus.“


Nach der Geschichte von David, der am gleichen Tag mindestens vier Schutzengel hatte, erzählten die Kinder von eigenen Erlebnissen und merkten schnell, dass jedes schon viele Male einen Schutzengel hatte.
In der Bibel gibt es ganz viele Stellen, bei denen Engel vorkommen. Anhand von Bildern versuchten die Kinder zu erraten, um welche es sich handelt.



- In der Stadt Nazareth lebte eine junge Frau, mit Namen Maria und ein Zimmermann, der Josef hiess. Eines Tages erschien Maria der Engel Gabriel. Er grüsste sie und sagte: „Du wirst einen Sohn gebären und ihm den Namen Jesus geben. Es wird ein heiliges Kind sein, der Sohn Gottes.
- In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die größte Freude für alle Menschen: Heute ist für euch in der Stadt Bethlehem der lang ersehnte Retter und Erlöser zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.
- Ein Engel Gottes kam vom Himmel herab, wälzte den Stein, der das Grab verschloss, beiseite und setzte sich darauf. Er leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiss wie Schnee.
- Mit einem Mal trat ein Engel Gottes in das Gefängnis. Der Engel sagte zu Petrus: „Schnell, steh auf und komm mit!“ Im selben Augenblick fielen Petrus die Ketten von den Händen und er war frei. Der Engel führte Petrus aus der Zelle ohne dass es die Wachen bemerkten. Da merkte Petrus: „Gott hat mir einen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes gerettet.
Engel können also einem Menschen erscheinen und ihm eine Botschaft überbringen oder sie können einem helfen. Sie können sichtbar auftreten, oder sie können unsichtbar etwas tun. Dennoch merken die Menschen, dass hier etwas besonderes vorgeht.
Anschliessend machten wir uns über folgende Fragen Gedanken: „Wer könnte für uns ein „Engel sein? Für wen könnten wir ein „Engel“ sein? Wenn wir einem Engel einen Auftrag für die heutige Welt geben könnten – wie würde der lauten?“
Als „Bhaltis“ erhielt jedes Kind einen Holzengelanhänger mit einem Papierrölleli auf dem ein Schutzengelgebet steht.


 

Kinderfeier vom 14.01.07 – Arche Noah  Übersicht

Aufmerksam hören die Kinder der Geschichte von Noah und seiner Arche zu.

Gott sprach zu Noah: „Bau für dich und deine Familie ein grosses Schiff aus Holz, eine Arche.

Ausser dir und deiner Familie sollen auch Tiere in das Schiff kommen. Nimm von allen Tieren ein Paar – ein Männchen und ein Weibchen – zu dir. Darum soll das Schiff so gross sein.“

Nachdem alle ins Schiff eingestiegen waren, regnete und stürmte es 40 Tag lang. Alles, was auf der Erde gelebt hatte, ertrank. 150 Tage stieg das Wasser stetig an. Nur Noahs Schiff mit seiner Familie und den Tieren schwamm oben auf dem Wasser. Das Schiff schwamm ruhig unter Gottes Schutz. Dann dachte Gott an die Überlebenden im Schiff und befahl dem Wind: „Treib die Wolken weg und hilf, dass die Erde wieder trocken wird!“ Nach 7 Tagen liess Noah eine Taube aus dem Schiff fliegen. Am Abend kehrte sie zurück. In ihrem Schnabel trug sie einen frischen grünen Olivenzweig. Nun wusste Noah, dass das Wasser abgeflossen war.

Noah wartete weitere 7 Tage. Dann stiegen er und seine Familie und all die Tiere aus dem Schiff. Gott freute sich über Noah und segnete ihn und seine Familie. Gott versprach, seine schützende Hand über alle zu halten – für alle Zeit. Als Zeichen dieser Freundschaft erstrahlte am Himmel ein wunderschöner Regenbogen.

Am Schluss erhielt jedes Kind einen Bastelbogen für eine Taube und ein Zahlenbild. Bald schon begann das grosse Rätseln, was sich wohl hinter dem Zahlenbild versteckt: Ein Hund, eine Ente, ein Löwe oder vielleicht die Arche?

 

Kinderfeier vom 10.12.06 – Schenken  Übersicht

Am zweiten Adventssonntag hatten wir in der Kinderfeier das Thema Schenken. Bald ist Weihnachten und wir dürfen den Geburtstag von Jesus feiern. Er ist für uns Menschen das grösste und schönste Geschenk Gottes.

Auch in unserer Geschichte „Luftpost für den Weihnachtsmann“ ging es ums Schenken. Amin, ein armer Bub, lebt in einem kleinen russischen Dörfchen. Seine Mutter verdient mit Näharbeiten etwas Geld, das aber nur für das Allernötigste reicht. Noch nie in seinem Leben hat Amin Weihnachtsgeschenke erhalten. So beschliesst er, an den Weihnachtsmann folgenden Brief zu schreiben:

 

Lieber Weihnachtsmann!

Ich heisse Amin und bin acht Jahre. Ich habe dein Bild im Kalender gesehen und möchte mir gerne etwas wünschen. Bitte bring doch eine neue Lampe für meine Mama. Ich wünsche mir warme Stiefel, weil meine Holzschuhe im Winter so kalt sind. Bitte auch dicke Handschuhe, weil meine schon dünn sind. Wenn ich mir nur eins wünschen kann, bring bitte die Lampe. Hoffentlich findest du mich. Ich wohne in Strenca auf dem Berg. Bitte komm! 

Dein Amin

 

Den Brief knotet er an einen roten Luftballon, den er vom Fuhrmann Jokka bekommen hat, und lässt ihn fortfliegen.

Einige Tage später findet Niccola, ein alter einsamer Mann Amins Luftballon mit Brief. Er nimmt den Brief brummig zur Kenntnis und findet: Ha, Wünsche hätte ich auch und wirft ihn in die Mülltonne. Doch in dieser Nacht schläft er schlecht. Er muss immer wieder an den Brief denken und daran, was für unerfüllte Wünsche er hat, z. B. Kinder und Enkelkinder, aber er, Niccola, ist ganz allein.

Zwei Tage später klopft es an Amins Tür. Vor der Tür steht Niccola mit einem roten Mantel. Amin denkt sofort an den Weihnachtsmann und freut sich riesig als dieser ihm neue Stiefel, Handschuhe und eine Lampe für die Mutter bringt. Sie reden lange miteinander und weil sie so gut miteinander auskommen, beschliessen sie, in Niccolas Haus zu ziehen. So erfüllt sich auch Niccolas Wunsch, nicht mehr alleine zu sein.

Gespannt lauschten die Kinder der Diageschichte.

In der Geschichte hat jeder jemand anderem ein Geschenk, eine Freude gemacht, so dass am Schluss alle glücklich waren. Die Kinder spürten dabei schnell, dass ein Geschenk nicht immer gross und teuer sein muss. Niccola z.B. war zufrieden, dass er wieder eine Familie hatte. Für ihn war das, das grösste Geschenk. Oft genügt es auch, jemandem etwas Zeit oder Liebe zu schenken, um ihm eine grosse Freude zu bereiten.

Die Kinder haben anschliessend Wünsche aufgeschrieben und diese an einen roten Luftballon geknüpft. Es sind aber keine Wünsche, welche sie sich selber wünschen, sondern Wünsche an den Finder des Luftballons. Da steht z.B.: „Ich wünsche dir frohe Weihnachten oder ich wünsche dir, dass du immer gesund bleibst oder ich wünsche dir eine schöne Adventszeit.“

Gemeinsam lassen wir unsere Luftballone nach dem Gottesdienst fliegen. Wir hoffen, dass möglichst alle unsere Ballone gefunden werden und wir so ganz vielen Menschen eine Freude/ein kleines Geschenk damit machen können.

 

Kinderfeier vom 29.10.06 – Allerheiligen/hl. Martin  Übersicht

So wie der hl. Martin durch das grosse Stadttor ritt, durften die Kinder den Einzug durch viele Kindertore machen. Dazu sangen wir das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“.



Wie könnte die Stadt ausgesehen haben, in welcher der hl. Martin lebte? Aus Steinen war bereits ein grosses Stadttor gelegt. Mit Servietten „bauten“ die Kinder nun viele Häuser.

In einem Rollenspiel hörten wir über das Leben des hl. Martin. Manuel durfte den hl. Martin spielen und wurde zuerst entsprechend eingekleidet mit rotem Mantel, Schwert, Helm, Schutzschild und natürlich durfte auch das Pferd nicht fehlen.


Nach einem Galopp durch Wald und Feld erreicht er das Stadttor. Dort sieht er einen frierenden Bettler im Strassengraben (gespielt von Dionys). Martin spürt, dass er nicht einfach am Bettler vorbeireiten kann, sondern ihm helfen möchte.

Er steigt vom Pferd, nimmt seinen Mantel, teilt ihn mit seinem Schwert entzwei und gibt einen Teil dem armen Mann. Dann gibt er ihm eine Mahlzeit und sorgt dafür, dass er ein Nachtlager hat. Martin und der Bettler schlafen auf Stroh. Mitten in der Nacht hat Martin einen besonderen Traum. Jesus erscheint ihm. Jesus ist dort, wo der Bettler liegt. Der Bettler und Jesus sind die selbe Person und Jesus spricht: „Ja, ich bin es. Im Bettler bin ich da. Du hast mir deinen Mantel gegeben. Du hast mich auf deinem Pferd mitgenommen in die Stadt. Du hast mit mir das Brot und Nachtlager geteilt. Du hast mir deine Liebe geschenkt. Ich bin in allen Menschen da, besonders in den Armen. Die Menschen und ich brauchen dich. Martin hilf!“
Martin wacht auf und schaut auf das Lager neben sich. Der Bettler liegt da. Ist es der Bettler? Martin weiss in seinem Herzen, der Bettler und Jesus gehören zusammen und beide brauchen mich. So gibt er dem Kaiser seine ganze Rüstung zurück und möchte in Zukunft den Armen dienen uns sie beschützen.



Martin ist vielen Menschen ein Helfer, ein Freund und Bruder geworden. Er wurde für viele ein Licht in der Dunkelheit. Die Kinder konnten nun Lichter anzünden und diese in die Häuser stellen.

Als Erinnerung an den hl. Martin bäckt man an einigen Orten Martinsringli und verschenkt diese an Menschen, die man gern hat. Jedes Kind erhielt ein solches Ringli und wurde dazu aufgemuntert, dieses mit jemandem zu teilen, so wie Martin seinen Mantel mit dem frierenden Bettler geteilt hat. 

 

Kinderfeier vom 19.03.06 – Fastenzeit Übersicht

Ueber einen „Dosen- und Zeitungspapierteppich“ traten die Kinder ein und setzten sich in den Kreis. Für alle war es ein ungewohntes, komisches Gefühl über den „Abfall“ zu gehen. Aber es machte auch Spass den blechernen Klang der Büchsen zu hören und etwas balancieren zu müssen.  

Was all diese Büchsen wohl mit dem heutigen Kinder-Gottesdienst zu tun haben? Bald war das Geheimnis gelüftet. Viele Menschen auf unserer Welt fühlen sich ab und zu wie eine zertretene Dose, z.B. dann, wenn wir untereinander Streit haben, wenn uns jemand schlägt, wenn jemand kein Zuhause hat, wenn wir uns nicht wohl fühlen, wenn wir ausgeschlossen werden, wenn Kinder nicht genug zu essen haben usw. Wer stark ist, zerdrückt manchmal die Schwachen, vor allem dann, wenn sie ihm egal sind!

Anschliessend hörten wir die Geschichte von Miguel und seiner Familie. Der Vater ist Alkoholiker und das Geld reicht nicht einmal für Lebensmittel. Alle sind hungrig. So packt Miguel seine drei kleineren Geschwister und geht mit ihnen raus. Miguel kennt ein paar Hinterhöfe. Da findet er im Müll immer wieder Gutes zum Essen. Sachen, die die Reichen wegschmeissen und die für die Armen längst gut genug sind. Sie finden etwas Wurst, hartes Brot, einen Apfel, Bananen und drei Joghurts. Miguel verteilt alles unter seine Geschwister. Sie strahlen. Sogar einige leere Coladosen findet er. Auch die sind wertvoll, denn er weiss genau, dass mit etwas Geduld noch ein paar Tropfen des süssen Getränkes zu holen sind. Die Mädchen freuen sich über eine kaputte Puppe. Während Miguel im Müll wühlt, gehen ihm die verschiedensten Gedanken durch den Kopf: „Warum müssen gerade wir von dem leben, was andere wegwerfen? Warum haben wir nie Geld, obwohl meine Mutter hart in der Fabrik arbeitet? Warum behandeln uns andere, als ob wir selbst Müll wären?“ Da lenkt ihn sein Bruder von seinen trüben Gedanken ab: „Hej, komm, wir spielen ein bisschen Fussball mit dieser leeren Dose.“ Alle machen mit, lachen und sind fröhlich. Im Spiel vergessen sie den Alltag – genauso wie alle anderen Kinder auch.

 

Vier Bilder haben uns dann eindrücklich gezeigt, wer wieviel zu essen hat.

 

Was Miguel erlebt, erleben ganz viele Kinder. Solche Kinder fühlen sich dann manchmal auch wie zertretene Blechdosen. Sie fühlen sich wertlos, wie Abfall! Kein Mensch ist aber wertlos, jeder ist wertvoll. Kein Mensch darf schlecht behandelt werden. Auch in der Bibel steht: Gott hat alle Kinder, alle Menschen lieb. Er macht keine Unterschiede. Gott will, dass alle Menschen, kleine und grosse, glücklich leben können.

Was können wir dazu beitragen, besonders jetzt in der Fastenzeit? Z.B. einmal auf den Zvieri verzichten und das Geld ins Fastenopfersäckchen legen.

Nun machten wir aus einer „wertlosen“ Büchse, die vielleicht im Abfall gelandet wäre, eine „wertvolle“ Büchse. Jedes Kind füllte seine Büchse mit anderem Material, so dass beim Schütteln die verschiedensten Töne entstanden. Jedes Instrument ist wichtig in einem Orchester – genauso wie jeder Mensch wichtig ist für die Gemeinschaft. Mit dem Lied „Kumbaya my Lord ...“ und den Dosenintrumenten haben wir die Fübitten umrahmt, was den Kindern sichtlich Spass gemacht hat.

Auf dem Dosendeckel war eine kleine Süssigkeit. Ob es die Kinder wohl schaffen, während der Fastenzeit darauf zu verzichten? Auf jeden Fall waren alle ganz zuversichtlich und wollen es probieren.

Advents-Kinderfeier Sonntag am 11.12.05  Übersicht

In unserer Advents-Kinderfeier nahm uns das Wichtelmännchen Muck mit auf seine Reise rund um die Welt.

Das Wichtelmännchen Muck wohnte im Wald und half heimlich das ganze Jahr hindurch vielen Menschen. Als es auf Weihnachten zuging, dachte Muck, dieses Jahr möchte ich mich auch einmal beschenken lassen. Es sollten aber besondere Geschenke sein und für jedes Geschenk wollte er eine Zauberkerze anzünden, damit das Geschenk wieder an die Menschen zurückginge. Also machte er sich mit seinen vier Zauberkerzen auf den Weg. Im ersten Land, indem er ankam, wurde er sogleich enttäuscht. Hier wussten die Menschen nicht einmal, was Weihnachten ist. Er wollte schon weiterziehen, da kam ein Kind auf ihn zu und sagte zu ihm: „Wichtelmännchen, zünde deine Kerze an, ich möchte dir dafür meine Freude schenken.“ Da nickte Muck mit seinem Kopf, zündete die erste Kerze an und das Licht strahlte so fest wie die Freude in den Augen der Menschen.

Muck wanderte weiter und kam in ein Land, in dem es Krieg gab. Er fing an zu weinen und dachte, hier muss ich schon gar nicht um ein Geschenk bitten. Hier wird nur gestritten und die Menschen haben sicher vergessen, dass bald Weihnachten ist. Die Leute haben Muck gehört und meinten: „Wichtelmännli, zünde deine Kerze an, wir möchten dir Frieden schenken.“ Muck war einverstanden und zündete seine zweite Kerze an. Die Menschen standen glücklich um das Licht und gaben einander die Hand.

Im nächsten Land wurde Muck ganz traurig. Hier waren alle so arm. Es gab nicht einmal genug zu essen. Da meinte er zu den Leuten. „Ihr braucht mir kein Geschenk auf Weihnachten zu machen, ihr habt ja selber nichts.“ Die Menschen aber sagten: „Wichtelmännchen, zünde deine Kerze an. Wir sind zwar sehr arm, aber wir schenken dir unsere Hoffung.“ Da zündete der kleine Muck ganz glücklich seine Kerze an und nahm das Geschenk Hoffnung mit auf den Weg.

Im vierten und letzten Land traf er Leute, die hatten einfach alles. Oje, dachte Muck, was soll ich mit so vielen Spielsachen, Autos, Fernsehen usw., das sind keine Geschenke für mich, die ich auf Weihnachten brauchen kann. Die Schüler auf dem Pausenplatz hörten ihn und riefen: „Hallo Wichtelmännchen,, zünde deine Kerze an, wir möchten dir ein wenig Liebe schenken. Wir möchten bis Weihnachten besonders lieb und freundlich mit jemandem sein, den wir sonst nicht so mögen. Da zündete der kleine Muck auch seine vierte Kerze an und ging ganz zufrieden und glücklich mit seinen vier Geschenken, der Freude, der Hoffnung, dem Frieden und der Liebe zurück in seinen Wald.

Das Licht seiner vier Kerzen strahlte über die ganze Welt. Die Menschen gaben einander die Hand, waren friedlich und lieb miteinander und warteten voller Hoffnung auf die Ankunft des Heilands.

Womit und wann können wir in unserem Leben Freude, Hoffnung, Frieden und Liebe schenken?

Die Kinder durften Karten auslesen mit dem Symbol Smiley für Freude, Regenbogen für Hoffnung, Taube für Frieden und Herz für Liebe darauf. Diese können sie zu Hause ausmalen und jemandem weiterschenken. Zum Schluss konnte noch jedes Kind eine Kerze mit vier Sternen verzieren.

 

Kinderfeier vom 18.09.05 – Bettag/beten  Übersicht

In der Bettags-Kinderfeier hörten die Kinder die Geschichte von Annette und ihrem Vater. Zusammen machten sie eine Bergwanderung, worauf sich Annette schon seit Jahren gefreut hatte. Nach einigen tapferen Stunden erreichten sie die Bergspitze und genossen eine wunderbare Aussicht. Nach einem Essen, das Annette noch nie so gut geschmeckt hat wie hier auf dem Berggipfel, meinte der Vater: „Nun müssen wir weiterziehen. Siehst du dort die Wolken?“ Da es auch bald anfing zu regnen, wählte der Vater eine Abkürzung. Bald aber merkte der Vater, dass sie sich verirrt hatten. Da faltete er die Hände und wurde ganz still. Er betete. Auch Annette faltete die Hände und sagte zu Gott: “Hilf dem Vater und mir, dass wir den Heimweg finden.“ Der Vater nahm ein Seil, band es um sich und Annette und reichte ihr die Hand. Schritt um Schritt wanderten sie weiter bis sie das Weglein wieder gefunden hatten. Es dunkelte schon als sie überglücklich zu Hause ankamen.

 

Am Dank-, Buss- und Bettag möchten wir Gott für unsere schöne Heimat und all die vielen guten Gaben danken und ihn um Wohlergehen und Frieden bitten.

 

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Christliche Symbole den Kindern erklärt  Übersicht

In der Kinderfeier vom 21. März 2004 gingen wir der Frage nach, was bedeutet das Wasser, ein Schiff, der Fisch, die Sonne und der Regenbogen für uns Christen.

Wasser
Wasser ist wichtig für unser Leben und unseren Glauben. Bei der Taufe wird uns gesegnetes Wasser über den Kopf gegossen. Der Priester spricht dabei: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das drückt aus: Gott schenkt uns ein neues Leben, ein Leben mit Jesus. Wir gehören  jetzt zu ihm und zur Familie der Christen. Immer wenn wir uns mit Weihwasser segnen oder das Kreuz machen, werden wir daran erinnert.

Das Wasser erinnert uns daran: Gott schenkt uns Leben.

Schiff
Eine abenteuerliche Schifffahrt erlebte Jesus mit seinen Jüngern. Jesus war mit ihnen am See Gennesaret. Den ganzen Tag waren viele Menschen zu Jesus gekommen. Jesus war müde und sagte: „Kommt! Wir wollen ans andere Ufer fahren.“
Sie stiegen in das Boot. Jesus legte sich hinten auf ein Kissen und schlief sofort ein. Plötzlich zog ein Sturm auf und das Boot wurde hin- und hergeworfen. Die Freunde Jesu bekamen schreckliche Angst. Sie rüttelten Jesus wach und riefen: „Herr! Hilf uns! Wir gehen unter!“ Jesus sah die Angst seiner Freunde. Er streckte seine Hand aus und drohte dem Wind. Sogleich hörte der Sturm auf. Jesus sagte: „Warum habt ihr solche Angst? Glaubt ihr nicht, dass Gott, euer Vater, bei euch ist und euch hilft?“
Das Schiff erinnert uns daran: Gott schenkt uns Halt und Sicherheit.

Fisch
Seit der Taufe gehören wir zu Jesus. Er ist unser Freund. Ein Freund Jesu zu sein, war nicht immer leicht. Nach seinem Tod war es für die Menschen sogar richtig gefährlich, als Freund Jesu zu leben. Die Freunde Jesu hatten deshalb ein geheimes Zeichen, den Fisch. In ihrer Sprache bedeuteten die Buchstaben des Wortes mehr als nur Buchstaben. Sie sagten, wer Jesus für sie war:

J = Jesus    
Ch = Christus    
Th = Theos = Gott
Y = Hyios = Sohn
S = Soter = Erlöser

Heute kleben Menschen das Fisch-Zeichen auf ihr Auto. Sie zeigen damit: Wir sind mit Jesus unterwegs.
Der Fisch erinnert uns daran: Gott schenkt Geborgenheit und Gemeinschaft.

Sonne
Gott lässt die Sonne aufgehen, jeden Tag. Sie schenkt den Pflanzen, den Tieren und uns Menschen Licht und Wärme. Gott macht aber noch mehr. Er lässt die Sonne aufgehen in unseren Herzen. Das haben auch die Freunde Jesu erlebt. Als Jesus gekreuzigt wurde und starb, waren sie traurig und mutlos. Doch drei Tage später ging nicht nur die Sonne am Himmel auf, sondern auch die Sonne in ihren Herzen. Ihre Trauer verwandelte sich in Freude.  Sie wussten jetzt ganz sicher: Jesus lebt! Gott hat ihm neues Leben geschenkt. Fröhlich machten sie sich auf den Weg und erzählten es allen weiter.
Gottes Liebe ist wie die Sonne, die alles zu neuem Leben erweckt. Das feiern wir an Ostern. Das feiern wir jeden Sonntag.

Die Sonne erinnert uns daran: Gott lässt uns wachsen und reifen.

Regenbogen
Die Bibel erzählt uns die Geschichte von Noah und dem Regenbogen. Ueber die Erde sollte eine grosse Flut kommen. Gott gab Noah den Auftrag, eine Arche – ein grosses Schiff – zu bauen. So rettete Gott den Noah, dessen Familie und auch zwei Tiere jeder Art vor dem Ertrinken. Gott schloss Freundschaft mit Noah und allen Menschen auf der Erde. Er versprach, seine schützende Hand über alle zu halten – für alle Zeit. Das Zeichen dieser Freundschaft war der Regenbogen in den Wolken.
Bis heute erinnert er uns an dieses Versprechen. Als Zeichen der Freundschaft sagt er: Auf mich kannst du dich verlassen! Ich lass dich nicht im Stich. Ich halte immer zu dir!

Der Regenbogen erinnert uns daran: Gott schenkt Freundschaft und Frieden.