
Übersicht
Christliche Symbole
den Kindern erklärt.

Sterne – Kinderfeier vom 03.
Dezember 2011
Sterne leuchten in der
Dunkelheit. Da unsere Kinderfeier am Samstagabend stattfand, war es auch
bereits dunkel, als wir die Kinder mit dem Lied „Weisst du wie viel
Sternlein stehen“ begrüssen durften. In der Mitte lag eine grosse
Sternenschachtel mit vielen kleinen Sternenschächtelchen darin. Jedes Kind
erhielt eine kleine Sternenschachtel und war gespannt, was sich wohl darin
befand. Eines nach dem anderen durfte es öffnen und mit den fünf kleinen
Gegenständen seinen Anteil zu einem Sternenmandala beitragen. Zum Schluss
kam die grosse Kerze als Zeichen für Gott in die Sternenmitte umrahmt mit
dem Lied „Wär isch üüses Liecht“.

Anschliessend
lauschten die Kinder erwartungsvoll der Geschichte über einen kleinen
traurigen Sternenengel, für den Jesus Licht und Hoffnung brachte, so dass
all die Sterne auf seinem Gewand wieder ganz hell leuchten konnten.
Aus gelben Dreiecken
falteten die Kinder nachher Sterne, die sie in die Mitte legten.
So wie Jesus für den
kleinen Sternenengel wie ein Stern war und ihm Licht und Hoffnung
brachte, so ist Jesus auch für uns ein Licht- und Hoffnungsstern. Und
auch wir können für andere ein Stern sein und Licht und Hoffnung bringen.
Wie, wo oder für wen, dazu hatten die Kinder ganz viele Idee und durften
bei jedem Gedanken ein Sternen-Kerzli anzünden und auf die gefalteten
Sterne legen. Mit den Fürbitten baten wir Gott, uns zu helfen, für unsere
Mitmenschen Sterne zu sein.

Das „Vater unser“ und
das Lied „Weisst du wie viel Sternlein stehen“ rundeten unsere besinnliche
und lichtvolle Kinderfeier ab.


Gemeinschaft/Kette – Kinderfeier vom 11. September 2011
Ein neues Schuljahr
hat begonnen und die Kinderfeier setzt sich aus einer frischen
Gemeinschaft zusammen. Gemeinschaft war auch unser heutiges Thema. Neben
der, mit vielen verschiedenen Ketten schön geschmückten Mitte, lag ein
Jutesack. Was könnte wohl darin verborgen sein? Zwei Kinder durften das
Geheimnis lüften und eine grosse schwere Kette herausziehen.

Sie war so schwer,
dass es sämtliche Kinder brauchte, um sie hochzuheben. So waren nicht nur
die einzelnen Glieder der Kette miteinander verbunden, sondern auch alle
Kinder. Sie spürten, wir gehören zusammen und zusammen sind wir stark.
Sobald aber auch nur ein Kind etwas stärker an der Kette zog, wurde der
Kreis instabil und machte den Kindern klar, dass eine Kette nur so stark
sein kann, wie das schwächste Glied.



Diese Erkenntnis
erfuhren sie auch, als sie sich an den Händen hielten und den Kreis immer
grösser machten. Irgendwann kann man sich nicht mehr halten und der Kreis
„zerreisst“.

Nach
dieser Erfahrung bastelten die Kinder gemeinsam eine Holzperlenkette, die
sie während der Kinderfeier abwechslungsweise tragen durften.

Wo gibt es denn in
unserem Leben Gemeinschaften, wo man miteinander stark ist und wo eines
auf das andere angewiesen ist? Zu den Antworten „in der Schule, in der
Familie, in der Kirche, im Turnverein, bei einem Fest, bei der Arbeit etc.
legten die Kinder entsprechende Bilder in die Mitte. Dabei merkten sie
auch schnell, dass Gemeinschaften wichtig und gut sind. Viele Sache kann
man miteinander viel besser machen als alleine und bereiten einem so auch
viel mehr Spass. Das gilt auch für unsere Kinderfeiern, in welchen mir
miteinander feiern, singen, beten, Geschichten von Jesus hören, tanzen,
basteln, Gott loben oder ihn auch um etwas bitten oder ihm für etwas
danken. Mit der Geschichte „Die ersten Jünger“ hörten die Kinder, dass
auch Jesus mit Freunden unterwegs war, auch er war in einer Gemeinschaft
mit seinen zwölf Jüngern.

Nun durfte jedes Kind
einen Papierstreifen mit seinem Namen beschriften und verzieren. Jeder
einzelne Papierstreifen wurde anschliessend zum Glied einer langen
Papierkette.


Das Lied
„Mir wönd fescht zäme halte, ä Chetti wönd mir sii …“ und ein Gebet
rundeten unsere heutige Feier ab.
Als Bhaltis durfte
jedes Kind für jedes Familienmitglied einen Papierstreifen mit nach Hause
nehmen, um dort auch eine gemeinsame Familienkette zu basteln.

Der Sturm auf dem See – Kinderfeier vom 22. Mai 2011
Schon das Einzugslied
„Huuh, ghörsch du de Luft …“ wies darauf hin, dass Luft, Wind und Sturm in
der heutigen Kinderfeier eine wichtige Rolle spielen. Mit Bildern, auf
denen trockene und öde Landschaften sowie solchen, auf denen Wasser und
üppige Vegetation zu sehen war, führten wir die Kinder zum Thema hin. Was
passierte zwischen diesen beiden Bildergruppen? Es hat geregnet. Regnen
kann es ganz sanft, aber auch heftig mit Blitz, Donner und Sturm. Was
Jesus und seine Jünger bei einem heftigen Sturm erlebt hatten, hörten die
Kinder aus der Bibel. Dazu durften sie ins Boot einsteigen.

Beim Vertiefen der
Geschichte spielten die Kinder den Regen und Sturm mit verschiedenen
Instrumenten eifrig nach.
Nicht nur Jesus und
seine Jünger, sondern auch wir erleben manchmal einen Sturm, und zwar
nicht immer nur einen wetterbedingten, sondern einen in uns selbst, wenn
wir z.B. wütend sind, streiten, Angst haben oder auch traurig sind. Die
Kinder durften von solchen Erlebnissen erzählen. Was können wir denn in
solchen Situationen machen? Wie die Jünger dürfen auch wir in jeder
Lebenslage Jesus um Hilfe bitten und ihm vertrauen. Mit Jesus sind wir nie
allein, mit ihm haben wir immer jemanden der uns begleitet und hilft.
Nach gemeinsamen
Fürbitten in unserem grossen Boot, durfte jedes Kind als Bhaltis ein
Schiffli basteln.




Bartimäus – Kinderfeier vom 20. Februar 2011
Mit dem Lied „Schön,
dass du do bisch“ begrüssten wir ein Kind nach dem anderen, bis alle im
Kreis in der Mitte standen. Anschliessend machten wir zusammen das
Kreuzzeichen und zündeten die Kerze an.
Mit dem Zeigen eines
Blindenstocks und den Fragen: „Was könnte das sein, wer braucht diesen
Gegenstand, wofür und wie wird er verwendet“, waren wir schon mitten im
heutigen Thema, dem Blindsein.

Anhand der
Bibelgeschichte „Die Heilung des Bartimäus“ erfuhren die Kinder, wie
Bartimäus durch den Glauben an Jesus geheilt wurde und wieder sehen
konnte.
Wie fühlt es sich wohl
an, wenn man blind ist? Diese Erfahrung machten die Kinder, indem sie
einander mit verbunden Augen abtasteten.



Ein weiteres
eindrückliches Erlebnis war, etwas blind zu zeichnen oder zu schreiben.


Fasziniert waren die
Kinder auch von dem Blindenalphabeth, der sogenannten Brailleschrift. Sie
waren erstaunt, wie viel Fingerspitzengefühl erforderlich ist, um die
einzelnen Punkte zu spüren. Auch das Ausprobieren der
Blindenschriftschreibmaschine liess sich keines entgehen.
Das Lied „Wär isch
üses Liecht“ und ein Gebet vertieften das heute Gehörte und Erlebte
zusätzlich.

Allerheiligen /
Allerseelen - Kinderfeier vom 31. Oktober 2010
Die heutige
Kinderfeier stand ganz im Zeichen von Allerheiligen und Allerseelen, wobei
den Kindern das Wort Allerheiligen vertrauter war als das Wort
Allerseelen. An Allerheiligen denken wir besonders an die Menschen, die in
ihrem Leben ganz eng mit Gott verbunden waren und viel Gutes bewirkt
haben. Sie haben uns gezeigt, dass Gott uns liebt und auf wunderbare Weise
für uns sorgt. Das Fest Allerseelen feiern wir, um ganz besonders an die
Menschen zu denken, die verstorben sind. Fast jedes Kind hatte schon einen
Todesfall in der Familie erlebt und so durften sie für die verstorbenen
Grosseltern und Urgrosseltern, für die Tante und Vater’s Götti ein
Kerzlein anzünden und in die Mitte stellen. Nach jedem Kerzlein sangen wir
das Lied „Wär isch üüses Liecht? Wär macht s’Dunkel hell? Jesus du bisch
üüses Licht.“ Die Kerze zeigt uns das Licht,
den Weg zu Gott. Licht begleitet uns unser ganzes Leben lang. Es erinnert
uns daran: Gott ist uns nah. Er ist das Licht, das die Finsternis
vertreibt. Gott hat das Leben vieler Menschen hell gemacht. Jesus hat auch
gesagt, dass wir ein Licht sein sollen. Durch uns soll es heller und
wärmer werden auf dieser Welt. Das Licht der Kerze erinnert uns daran. Wir
hoffen, dass die Verstorbenen den Weg ins Licht machen durften, d.h. im
Himmel sind. Das drücken wir auch bei einem Gottesdienst aus, indem der
Priester sagt: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe.“ und das Volk antwortet:
„Und das ewige Licht leuchte ihnen.“

Wo aber ist der
Grossvater, wenn er gestorben ist? Hat er im Grab nicht kalt? Wird er
nass, wenn es regnet? Ist es nicht eng und dunkel in der Erde? Diese
Fragen stellte ein Kind seinen Eltern in der Geschichte „Wo sind unsere
Toten?“ Die Eltern haben ihm dann erklärt, dass das, was in der Erde
liegt, nur noch die Hülle vom Grossvater ist. Der Grossvater bekommt von
Gott ein neues Kleid und ist nun an einem Ort, wohin wir ihn nicht
begleiten können. Wir können aber immer wieder an sein Grab gehen und dort
an ihn denken. Wir danken Gott, das wir den Grossvater nicht nur in ein
Grab, sondern vor allem in seine Hände legen durften.
So gingen nun auch wir
auf den Friedhof und erklärten zunächst den Kindern einige der vielen
Grabsteinsymbole. Für alle Verstorbenen, ganz besonders auch für jene, an
die niemand mehr denkt, zündeten wir eine Kerze an und legten ein
Blumensträusschen dazu. Anschliessend spazierten wir durch den Friedhof
und zeigten den Kindern die verschiedenen Gräber: Erdbestattungsgräber,
Urnengräber, Urnenwand, Familiengräber, Gemeinschafts-gräber und
Kindergräber. Die Kinder waren tief beeindruckt und stellten viele Fragen.

Das Gebet „Gott,
Vater im Himmel, du wachsch über üs. Du gsiesch üs, du bisch mit üs. Mir
hend hüt a die Verstorbene denkt und für sie betet. Blieb bi üs und gib üs
din Säge. Amen.“ rundete die Kinderfeier ab.
Als Bhaltis durfte jedes Kind ein
Säckchen mit zwei Kerzlein mit nach Hause nehmen. Diese Kerzlein sollen
ihr Leben in einem traurigen Moment erhellen.


„Zemä cho“
Die Hochzeit in Kana - Kinderfeier vom 12. September 2010
Übersicht
Für die neuen
Erstklässler war es heute ein erstes „zemä cho“ in einer Kinderfeier.
Weshalb kommen wir dann zusammen und was machen wir miteinander? Das
konnten auch die älteren Unterstufenkinder ihren neuen Gspänli bestens
erklären. Wir kommen zusammen, um miteinander Geschichten von Jesus zu
hören, miteinander zu singen, beten, basteln, Gott danke zu sagen usw. Um
dieses Zusammengehören auch zu spüren, gaben wir einander die Hände und
sangen das Lied „Mir sind alli glücklich, mir
sind alli froh, dass mir liebe Jesus, dörfed zemä cho“.
Anschliessend durften die Kinder aus
einem grossen Korb verschiedene Sachen in die Mitte legen. An welchem Fest
werden denn diese Sachen gebraucht? Natürlich an einem Hochzeitsfest. Auch
Jesus war einmal zu einer Hochzeit eingeladen. Was seine Freunde an diesem
Fest mit Jesus erleben durften, erzählte uns die Geschichte aus der Bibel.


Die Kinder merkten schnell, dass Jesus
viel dazu beigetragen hatte, dass diese Hochzeit ein gelungenes Fest
wurde. Er hatte Freude, dass alle Gäste genug zu trinken hatten und lange
geblieben sind. Alle spürten an dieser Hochzeit „Wir gehören zusammen“.
Das Lied „Mir wönd fescht zemä halte,
e Chetti wönd mir si“, hat dieses Zusammengehörigkeitsgefühl nochmals
unterstrichen. Während des Singens formten wir mit unseren Fingern kleine
Kreise und hakten bei unserem rechten und linken Nachbarn ein. So bildeten
auch wir eine Kette.
In den Fürbitten baten wir Gott, dass
wir diese Gemeinschaft auch in unserer Familie und in der Schule spüren
dürfen, dass er uns helfen möge, mit anderen zu teilen und dankten Gott
dafür, dass wir heute zusammenkommen durften.
Passend zur Geschichte erhielten die
Kinder ein Fensterbild aus Pergamentpapier. Dieses durften sie ausmalen
und als „Bhaltis“ mit nach Hause nehmen.



Wasser – Kinderfeier vom 30. Mai
2010 Übersicht
Sogar das Wetter passt sich unserem
heutigen Thema an. Es ist ein verregneter Sonntagmorgen und wir machen uns
Gedanken über das Wasser. Mit geschlossenen Augen horchen die Kinder dem
Geräusch, das Wasser macht, wenn man es aus einem Krug in eine Schüssel
giesst. Anschliessend tauchen die Kinder ihre Hand in die Schüssel und
spüren so das Wasser. Ein Kind darf nochmals Wasser in die Schüssel
giessen, damit man es auch sehen kann. Nach diesen Erfahrungen überlegen
wir uns, wie Wasser aussieht, wo man es finden kann und wofür wir Wasser
brauchen. Ziemlich schnell wird allen klar, dass es ohne Wasser kein Leben
gibt und wir uns glücklich schätzen können, dass wir hier in unserem Land
immer genügend davon haben. Wie wertvoll Wasser ist, zeigt uns dann auch
„Die Geschichte vom Wasserkrug“. Dabei erkennen wir, dass das Wasser nicht
nur für uns allein wichtig ist, sondern dass es auch schön ist, dieses aus
Liebe mit anderen zu teilen. Nicht nur das Wasser, sondern auch die Liebe
macht die Erde schön und kann sogar Vertrocknetes zum Leben erwecken.
In der Mitte liegt ein grosser
Wassertropfen. Was steht wohl auf der Rückseite? Die Kinder kommen der
Frage schnell auf die Spur. Ein Kind darf ihn umdrehen und liest vor:
„Gott, ich danke dir für das Wasser.“ Nun kann jedes Kind einen eigenen
Wassertropfen gestalten und ihn in die Mitte legen.



Dann singen wir das Lied: „Du gibst
uns das Wasser, alles kommt von dir, Du gibst uns das Wasser, darum danken
wir Dir, lieber Gott, Dir, lieber Gott, jeden Tag dafür.“ Zum Schluss
dankt jedes Kind persönlich im Gebet mit den Worten: „Lieber Gott, ich
danke dir für das Wasser, weil .....“. Zusammen wiederholen wir jede
einzelne Bitte der Kinder. Mit dem Kreuzzeichen und Weihwasser
verabschieden wir uns voneinander.


Gerecht oder Ungerecht? –
Kinderfeier vom 28. Februar 2010 Übersicht
Zu Beginn unserer Kinderfeier erhält
jedes Kind ein Säckchen mit Reis. Diese dürfen sie Händlerin Rosmarie
verkaufen und erhalten dafür Schoggitaler.




Doch halt, irgendetwas geht hier nicht
mit rechten Dingen zu und her. Alle Säckchen werden gewogen, wiegen gleich
viel, nämlich 100 gr, und trotzdem erhält das eine Kind einen
Schoggitaler, das andere zwei, einige Kinder drei und eines sogar vier. Am
eigenen Leib erfahren so die Kinder, was es heisst, nicht fair behandelt
zu werden.
Die biblische Geschichte von Amos
erzählt uns dann, dass es den Menschen bereits vor 2800 Jahren immer
wieder so erging, ständig wurden sie betrogen und von den reichen Händlern
ausgebeutet. Amos machte das traurig und wütend, denn das entspricht doch
nicht dem Willen Gottes. Er machte die Leute darauf aufmerksam und fand,
dass es so nicht weitergehen könne. Auch Thembisa, ein kleines Mädchen aus
Südafrika, berichtet uns, dass das, was Amos erlebte, in ihrem Land auch
heute noch vielen Menschen widerfährt. Die Bauern erhalten für ihre
Produkte nicht den Preis, den ihre Arbeit wert ist. So reicht es letztlich
kaum zum Leben. Auch Thembisa findet, dass es so nicht weitergehen könne.

Was können wir dazu beitragen, dass es
anders, besser wird? Die Kinder äussern ihre Ideen: Produkte aus gerechtem
Handel kaufen, miteinander reden, sich für schwächere Mitmenschen
einsetzen, Lebensmittel und Kleider spenden etc. Eine Waagschale ist nun
mit Mais gefüllt. Die andere Schale füllen wir langsam mit Steinen, auf
die wir unsere Gedanken schreiben, was wir für eine gerechtere Welt machen
könnten. Mit jedem Stein kommt der Mais etwas weiter nach oben. Unsere
guten Gedanken wiegen schwer, bewirken etwas und ermutigen die Kinder,
sich für Gerechtigkeit zu engagieren.


Einen Anfang machen sie gleich, indem
sie ihre Schoggitaler gerecht aufteilen, so dass am Schluss jedes Kind
gleich viel hat.



Jakobs Traum von der Himmelsleiter – Kinderfeier
vom 24. Januar 2010
Übersicht
In der Mitte legen wir zuerst einen
braunen Kreis und spielen anschliessend auf dem Xylophon die Tonleiter von
unten nach oben. Wie können wir das Gehörte in eine Hand- oder
Körperbewegung umsetzen? Was verbinde ich damit? Die Kinder haben viele
Ideen und zeigen pantomimisch eine Treppe, eine Leiter, eine wachsende,
aufgehende Pflanze und sehen sich auf ein Dach, einen Baum, einen
Kirchturm, ja sogar bis in den Himmel hinaufsteigen. Alle dürfen nun auf
dem Boden ihre ganz persönliche Leiter legen.


Ein grosser, schwerer Stein macht
jetzt die Runde. Er wird von Hand zu Hand weitergereicht und in die Mitte
auf das braune Tuch gelegt. Die Kinder erzählen wie sich der Stein anfühlt
und versuchen selber einen Stein zu spielen, indem sie den Kopf und die
Arme fallen lassen
und ruhig dasitzen. Mit einem Ton auf
dem Triangel werden die Kinder von der Schwere wieder gelöst.
Im Kreis am Boden sitzend hören wir
nun die Geschichte von Jakobs Traum von der Himmelsleiter. Am Ende der
Leiter sieht Jakob Gott, der ihm viel Zuversicht zuspricht und sagt: „Ich
bin vor dir und hinter dir. Ich bin unter dir und über dir. Ich bin mit
dir. Ich verlasse dich nicht.“ Als Zeichen, dass Gott auch heute in
unserer Kinderfeier mit uns ist, stellen wir eine Kerze in die Mitte.
Jedes Kind darf nun mit vielen, kleinen, bunten Materialien ein Symbol für
Gott ans Ende seiner persönlichen Leiter legen.



Die beiden Lieder „Gottes Liebi isch
so wunderbar“ und „Gott hät die ganz wiit Wält i de Händ“ sowie ein Gebet
runden unsere Kinderfeier ab.


Lichtfeier
- Kinderfeier vom 13. Dezember 2009 Übersicht
Die Advents- und Weihnachtszeit ist
eine ganz besondere Zeit. Deshalb war auch unsere Kinderfeier mit dem
Thema „Lichtfeier“ etwas Besonderes und fand in der kleinen Kapelle in
Heldswil statt.

Am Anfang war es dunkel. Um diese
Dunkelheit noch intensiver zu erfahren, schlossen die Kinder die Augen und
lauschten Worten wie „Spannung, Gefahr, Angst, Unsicherheit, Unrecht, Tod,
Gewitter, Nebel, Gewalt, Krieg, Hunger und Armut“.
Wie erging es dabei den Kindern?
Einige fühlten sich gut, andere beschlich ein unangenehmes, vielleicht
auch unheimliches Gefühl. Was können wir gegen ein solches ungutes Gefühl
machen? Licht. Dieses verdrängt die Dunkelheit, macht still und warm, gibt
Freude und nimmt die Angst. Licht bedeutet aber auch Frieden und
Freundschaft und ist ein Zeichen für Gott und Jesus.
Während die Kinder viele verschiedene
Lichtquellen aufzählten, legten sie Symbole dafür auf das schwarze Tuch am
Boden.

Mit der Geschichte „Kerzenstreik“
spürten die Kinder schnell, dass man Weihnachtsfreude nicht kaufen kann,
sondern diese nur dort erleben kann, wo Menschen einander mit Liebe,
Freude und Frieden im Herzen begegnen. Bei ihnen leuchten die Kerzen hell
und ihre Herzen und Augen strahlen.
Auch in der Bibel begegnen wir dem
Wort „Licht“ immer wieder. Bei Joh 8,12 steht:
Da
sprach Jesus noch einmal zu ihnen und sagte: Ich bin das Licht der Welt;
wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis gehen, sondern wird
das Licht des Lebens haben.
Jesus meint damit, dass er der Welt
Wärme, Liebe, Hoffnung, Geborgenheit und Frieden schenkt. Sein Licht zeigt
uns den Weg zu einem Leben in Hoffnung, Wahrheit, Freiheit und
Solidarität. Er ist für uns wie eine Sonne, die uns Licht und Kraft gibt,
unsere Augen und unser Herz aufzumachen.
In Mt 5, 14-16 heisst es:
Jesus sagt: Ihr seid das Licht der Welt. Die Stadt, die auf
einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein
Licht an und versteckt es unter einem Krug, sondern stellt es auf einen
Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.
Also lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke
sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Wie können denn wir unsere kleine Welt
ein wenig heller machen? Die Kinder wussten ganz viele Antworten und
durften jedes Mal ein weiteres Kerzlein anzünden und auf das schwarze Tuch
legen. So fing es in der Kapelle immer mehr an zu leuchten und es wurde
heller und heller.

Als Bhaltis bastelte anschliessend
jedes Kind ein persönliches Lichtlein. Vielleicht für sich selber,
vielleicht aber auch für einen Mitmenschen, dem es zur Zeit nicht so gut
geht und der ein Licht brauchen kann.


Das
Gleichnis vom Sämann – Kinderfeier vom 25. Oktober 2009 Übersicht
In unserer heutigen
Kinderfeier ging es um Gleichnisse, also Geschichten die Jesus erzählt
hat. Gleichnisse haben meistens keinen bestimmten Schluss und Jesus hat
auch keine Erklärungen dazu abgegeben. Sie sollen uns Menschen dazu
anregen uns selber Gedanken zu machen, wie diese Geschichten weitergehen
könnten, was sie uns sagen wollen oder was sie für uns selber bedeuten
könnten. Im Zentrum stand für uns das Gleichnis vom Sämann.
Nachdem die Kinder
diese Geschichte gehört hatten, stellten sie sie in der Mitte mit
Samen, Körnern, Steinen, Aehren, Dornen und dem Weg bildlich dar.
Anschliessend durfte jedes Kind mit bunten Steinen, Perlen, Strohhalmen,
Körnern etc. eine ganz persönliche Aehre legen.



So verschieden wie
die gelegten Aehren waren, so verschieden kann man Gleichnisse
verstehen. Also machten wir uns Gedanken darüber, in welchen
Situationen wir uns z.B. als Samen sehen oder als Dornen, als Sämann
oder als Steine. Vielleicht ist mit diesem Gleichnis aber auch gemeint,
dass Gott der Sämann ist und seine Worte die Samen. Wenn wir auf seine
Worte hören und sie in unserem Herzen bewahren, dann bekommen wir Kraft
um Gutes zu tun. Gleichnisse regen uns zum Nachdenken an und lassen
unserer Fantasie viel Freiheit.

Staunen
und Danken - Kinderfeier vom 17. Mai 2009
Übersicht
Wenn der Frühling
erwacht, staunen wir immer wieder über viele grosse und kleine Wunder
der Natur. Ein kahler Baum wird plötzlich grün. Nach dem Winterschlaf
erwachen bunte Blumen und auch die Vögel kehren aus dem Süden zurück
und erfreuen uns mit ihrem Gezwitscher. Anhand der Sonnenblume lernen
die Kinder über all das zu staunen, was Gott erschaffen hat.
In der Mitte liegt
ein braunes Tuch, umgeben mit einem gelben Tuch. Schnell bringen die
Kinder diese zwei Farben in Verbindung mit der Sonnenblume.
Anschliessend erhält jedes Kind einen Sonnenblumenkern. Wie fühlt sich
dieser an? Wir spüren, dass er leicht und hart ist, er ist klein und
gestreift, man kann ihn essen oder einpflanzen.

Unter dem braunen
Tuch verstecken sich Blumentöpfe. Diese dürfen die Kinder bemalen und
mit drei Sonnenblumenkernen bepflanzen.




Die Kernen liegen nun
in der dunklen Erde. Wie geht es ihnen wohl dort? Um das zu spüren,
spielen die Kinder gleich selbst einen Sonnenblumenkern. Zuerst ist er
hart und klein. Warme Sonnenstrahlen und Regen wecken ihn. Er wird weich
und beginnt zu wachsen.
Immer höher und höher bis eine wunderschöne grosse Sonnenblume aus
dem kleine Kern geworden ist.



Zum Schluss erhalten
alle Kinder ein Blütenblatt mit einer Kerne darauf. Aus jedem Kern
wachsen nun ganz persönliche Sonnenblumen, die wir um die braune Mitte
mit den Töpfen legen. So entsteht aus vielen einzelnen Blütenblättern
und Töpfchen wieder eine grosse Sonnenblume.


Nach einem Gebet, in
welchem wir Gott für all das danken, was er wachsen und gedeihen lässt,
dürfen die Kinder als „Bhaltis“ ihr Töpfchen und Blütenblatt mit
nach Hause nehmen. Welche Sonnenblume wird wohl am höchsten?

Fasnacht
- Kinderfeier 22. Februar 2009
Übersicht
Passend zur
Fasnachtszeit besuchte heute eine muntere und teilweise bunt verkleidete
Kinderschar den Kindergottesdienst.

Aber was hat denn
eigentlich die Fasnacht mit der Kirche zu tun? Gespannt lauschten die
Kinder der Antwort auf diese Frage. Vor mehr als 600 Jahren, also in der
Zeit, in welcher es noch Ritter, Prinzen und Burgfräuleins gab,
entstand die Fasnacht. In dieser Zeit gab es vor Ostern bereits die
Fastenzeit. Man durfte also 6 Wochen kein Fleisch essen. Auch Butter,
Fett, Milch, Käse und Eier waren streng verboten. Weil die Menschen
dazumal mit diesem Verbot aber Mühe hatten und sich nicht immer daran
hielten, haben sich die Bischöfe und Aebte beraten. Sie kamen zum
Entschluss, dass die Leute eine Woche vor der Fastenzeit noch einmal so
richtig viel und alles worauf sie Lust hatten, essen dürften. An dieser
Woche hatten die Menschen so viel Freude, dass mit der Zeit andere Bräuche
wie Tanzen, Musik, Umzüge, Theateraufführungen, Verkleiden etc.
dazukamen.
Anschliessend erzählte
uns ein Luftballon aus seinem Leben. Es ist nämlich eigenartig, dass
oft dort, wo Menschen Feste feiern, auch Ballone sind. Was ist am
Ballon, was uns so froh macht? Da sind natürlich die vielen bunten
Farben, sie bringen Freude in unser Leben. Ein Ballon ist glatt und
rund, als wäre er aus einer Welt, in welcher alles stimmt. Der Ballon
ist leicht. Er hat keine Wünsche und Sorgen, die ihn auf den Boden drücken.
Ein Ballon kann, wenn er mit Gas gefüllt ist, fliegen. Wenn wir von
Ungerechtigkeit und Krieg erfahren möchten wir manchmal am liebsten
auch wie ein Ballon davonfliegen. Ein Ballon ist also so, wie wir uns
ein schönes, glückliches und sorgenfreies Leben vorstellen.


Der Text aus der
Bergpredigt „Die Seligpreisungen“ zeigte uns, dass auch Jesus immer
wieder gesagt hat: „Freut euch! Seid glücklich! Gott wird euch reich
belohnen. Er denkt an euch und wird euch nicht verlassen.“
Zum Schluss starteten
wir eine fröhliche Polonaise. Dabei hatte ein Knabe die glorreiche
Idee, die herumliegenden Ballons zu „verchlöpfen“, was sogleich
eine ausgelassene Stimmung auslöste, so richtig Fasnacht halt!


Übersicht
Kinderfeier
vom 11. Januar 2009 – Was hat Jesus den ganzen Tag gemacht?
Die Weihnachtszeit,
in welcher wir die Geburt von Jesus gefeiert haben, ist vorüber. Das
neue Jahr hat begonnen, wir alle werden älter und stecken voller
Tatendrang.
Auch Jesus blieb vor
mehr als 2000 Jahren nicht das kleine Kind, das im Stall in Bethlehem
geboren wurde. Zusammen mit seinen Eltern wuchs er in Nazareth auf,
wurde immer grösser, bis er schliesslich ein erwachsener Mann war.
Mit seinen 12
Freunden (Jünger) zog er durch das Land. Ueberall wo Not und Elend
herrschte, versuchte er zu helfen und den Menschen Licht und Wärme ins
Leben zu bringen. Er heilte Kranke, tröstete Traurige und Verzweifelte
und hatte stets offene Arme für Kinder. Besonders aufmerksam hörten
ihm die Menschen zu, wenn er ihnen von Gott erzählte. Da wo Jesus war,
lebten die Menschen auf und er liess sie spüren, dass Gott in jeder
Lebenssituation immer bei ihnen sein wird.
Mit Kapla-Hölzern
und Servietten durften die Kinder eine Stadt bauen. Anfangs war es in
einigen Häusern ganz dunkel. In ihnen wohnten Kranke, Traurige, Gelähmte,
Blinde, Sünder und Einsame, Menschen, denen es nicht so gut ging.

Doch nachdem Jesus
sie besucht hatte, wurde es hell in ihren Herzen und sie schöpften
neuen Lebensmut. Als Zeichen dafür erhellte ein Kerzli dieses Haus.


Mit den Fürbitten
baten fünf Kinder: „Guter Gott, lass mich erkennen, dass Du immer für
mich da bist, wenn ich traurig, alleine, krank und mutlos bin oder Angst
habe.

Als Bhaltis erhielt
jedes Kind ein laminiertes Bild mit Jesus in der Mitte. Rundum verteilt
waren Symbole mit verschiedenen Stationen seines Lebens und Wirkens.


Übersicht
Kinderfeier
vom 14.12.08 – Warum feiern wir jedes Jahr Advent
und Weihnachten?
In unserem Leben
feiern wir immer wieder einmal ein Fest. Mit dem Aufzählen von
verschiedenen Festen, die die Kinder wichtig finden oder die ihnen
besonders gut gefallen, kamen wir auf die Zeit vor einem Fest zu
sprechen. Was braucht es alles um ein Fest vorzubereiten? Mit diesem
Uebergang waren wir auch schon bald mitten in der Adventszeit, der
Vorbereitungszeit auf Weihnachten. So wie der eigene Geburtstag mit
Freunden und Verwandten vorbereitet und gefeiert wird, wird Weihnachten
als Geburtstag Jesu von uns allen, die zur Familie Christi gehören, in
der Adventszeit vorbereitet und an Weihnachten gefeiert.
Die Geschichte „Beni,
der Sterngucker“ erzählte uns dann, wie ein kleiner Junge auf dem Weg
zum Jesuskind all seine Geschenke verschenkt und schlussendlich mit
leeren Händen vor der Krippe steht. Da Josef die Krippe herrichten und
Maria die vielen Geschenke entgegennehmen muss, sucht sie ein Plätzlein
für den Heiland. Als sie Beni mit leeren Händen sieht, legt sie ihm
vertrauensvoll das kleine Kindlein in die Arme. Das Jesuskind lächelt
ihn an und Beni spürt sofort, dass er seine Gaben für den Heiland
verschenkt hat. Nun weiss Beni auch, dass er nie mehr einsam sein wird,
denn der Heiland wird immer bei ihm sein. Jesus ist für uns Menschen
das grösste Geschenk von Gott.

Anschliessend haben
die Kinder mit viel Eifer ein Schächteli verziert und mit verschiedenen
kleinen Kostbarkeiten gefüllt. Dieses ist als Geschenk für einen
lieben Mitmenschen gedacht. Ein zweites Schächteli mit einem
Schoggiherzli darin erhielten die Kinder als „Bhaltis“.


Kinderfeier
vom 14.September 08 – Taufe
Übersicht
In unserer ersten
Kinderfeier im neuen Schuljahr hörten wir über das Wirken von Johannes
dem Täufer und wie er Jesus getauft hat. Nachher durften die Kinder die
Geschichte mit Figuren nachspielen.




Anschliessend kamen
wir auf die eigene Taufe zu sprechen. Was braucht es für eine Taufe?
Weihwasser:
Bei der Taufe giesst der Pfarrer Weihwasser über den Kopf des Täuflings
und sagt dabei: „(Name des Täuflings), ich taufe dich im Namen des
Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Immer, wenn wir mit
Weihwasser ein Kreuz machen, erinnern wir uns an unsere eigene Taufe.
Chrisam: Wenn
wir eine Wunde haben, versorgt uns Mama manchmal mit Salbe, damit diese
die Haut schützt und heilt. Bei der Taufe zeichnet der Pfarrer mit
Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Diese Salbe, das Chrisam, soll uns vor
dem Bösen und Schlechten schützen und stärken.
Taufkleid: Das
weisse Taufkleid ist ein Zeichen dafür, dass mit der Taufe ein neues
Leben mit Jesus Christus beginnt.
Taufkerze: Jesus
sagt: Ich bin dein Licht, ich zeige dir den Weg, ich mache dein Leben
hell. Als Symbol erhalten wir eine Taufkerze.
Durch die Taufe
werden wir in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen und gehören so
immer zu Jesus. Die Taufe ist also der Anfang unseres christlichen
Lebens.
Als Bhaltis durfte
jedes Kind ein Fläschchen mit Weihwasser mit nach Hause nehmen.




Kinderfeier
vom 01. Juni 2008 – Hl. Katharina von Alexandrien
Übersicht
Die letzte
Kinderfeier in diesem Schuljahr durften wir in der Kapelle Heldswil
feiern. Thema war die Hl. Katharina von Alexandrien. Sie ist die
Patronin der Kapelle Heldswil.
Die
Hl. Katharina war als Tochter eines Königs sehr reich und ziemlich verwöhnt.
Sie konnte alles haben, was sie wollte. Mit achtzehn Jahren lernte sie
einen Einsiedler kennen, der nach den Worten Jesus lebte. In
Alexandrien, wo Katharina lebte, waren die Menschen keine Christen,
sondern beteten zu anderen Göttern. Der Einsiedler machte so grossen
Eindruck auf Katharina, dass sie sich taufen liess und Christin wurde.
Besitz, Reichtum, Schmuck oder schöne Kleider standen nicht länger im
Zentrum ihres Lebens. Aus ihrem Glauben an Jesus Christus schöpfte sie
soviel Kraft, dass sie sogar versuchte, den römischen Kaiser Maxentius
zum christlichen Glauben zu bekehren. Dieser aber sah sich selber als
Gott und wollte Katharina für sich gewinnen. Dazu liess er 50 Gelehrte
kommen, die Katharina überzeugen sollten. Katharina aber sprach mit so
klugen Worten, dass sich die 50 Weisen bekehren und taufen liessen.
Maxentius fühlte sich verhöhnt und liess die Wissenschaftler auf dem
Scheiterhaufen verbrennen. Katharina liess er grausam foltern, aber die
junge Frau widerstand allen Qualen. Schlussendlich sollte sie mit einem
hölzernen Rad zu Tode gefahren werden, aber das Rad zerbrach. Da liess
Kaiser Maxentius die Heilige enthaupten. Engel trugen ihren Leichnam auf
den Berg Sinai und begruben ihn dort, wo heute das berühmte Kloster
steht.
Was
war für Katharina wichtig? Sie betete niemanden an ausser Gott. Gott
war das Zentrum ihres Lebens, nicht Reichtum, Schmuck oder schöne
Kleider. Nichts war ihr wichtiger als Gott, der alles erschaffen hat.
Katharina
ist die Patronin der Universitäten, Schulen und verschiedener
Handwerker wie Wagner, Müller und Friseuren. Ihr Namenstag ist der 25.
November. Attributs
der Hl. Katharina sind
das Buch (Symbol für Katharinas Gelehrsamkeit), das Rad, die Krone, der
Palmzweig und das Schwert (Sinnbilder für den Sieg über den Tod).

Kinderfeier
vom 24. Februar 2008 – liturgische Farben
Übersicht
Farben begleiten uns
durch das ganze Leben. Mit Farben können wir auch unsere Empfindungen
und Gefühle ausdrücken.
Da Gottesdienste
direkt mit dem Leben zu tun haben, nimmt die Kirche auch die Farben des
Lebens mit hinein in ihre Feiern. Die Kirche zeigt Farbe, wenn sie sich
mit den Menschen freut, sie zeigt Farbe, wenn sie mit den Menschen
trauert, sie zeigt Farbe, wenn sie der Festfreude über Weihnachten und
Ostern Ausdruck verleihen will.
In der Kirche gibt es
verschiedene Feste. Diesen Festen ordnet man bestimmte Farben zu: Weiss,
rot, violett, grün, gold, rosa, schwarz und blau. Wo können wir denn
diese Farben in der Kirche sehen? Messgewand/Stola
des Priesters, Tuch auf Altar, Blumen, Kerzen, Adventskranz,
Palmsträusschen etc.
Welchem Fest wird
welche Farbe zugeordnet und warum? Bei einer Reise durch das Kirchenjahr
kamen wir der Sache auf die Spur.



Oekumenische Kinderfeier vom 20. Januar 2008 – Beten
Übersicht
Im Rahmen der ökumenischen Gebetswoche fand in der katholischen Kirche ein ökumenischer Regionalgottesdienst statt. Parallel dazu durften wir eine ökumenische Kinderfeier erleben. Da die Gebetswoche unter dem Motto „Betet ohne Unterlass“ steht, befassten auch wir uns mit dem Thema „Beten“.
„Was heisst beten? Was für Gebete gibt es? Was für Gebete kennt ihr?“
Nach der Diskussion über diese Fragen kamen wir zum Ergebnis:
Bätte cha me überall,
ime Schloss und ime Schtall,
i de Fremdi und dihei,
mitenand und ganz elei,
zmittsd im Lärm und i de Rueh,
glaubs – Gott lost der immer zue.
Ueberall chasch Ihm begägne,
überall tuet Er dich sägne.
Tag und Nacht isch Er bi dir,
gäll, du dankisch Ihm defür.

Anschliessend lauschten die Kinder ganz gespannt der Geschichte „Der bittende Freund“: Mitten in der Nacht bittet Joel seinen Nachbarn Ruben um Brot für seinen Freund Benjamin, der soeben bei ihm auf Besuch kam. Da Ruben nicht sofort auf seine Bitte eingeht, braucht Joel ziemlich viel Geduld und Hartnäckigkeit. Aber es lohnt sich und so kann er seinen Freund bewirten. Auch wir brauchen manchmal etwas Geduld bis unsere Gebete erhört werden. Aber bereits Jesus sprach zu seinen Freunden: “Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan werden!“

So wie Joel, Ruben und Benjamin Brot geteilt haben, durften auch die Kinder ein Brot teilen.


Mit dem „Vater unser“, dem Gebet, das alle Christen auf der ganzen Welt beten, wurde für uns alle das Miteinander spürbar.
Zum Schluss studierten wir mit den Kindern zum Lied „Lasst uns miteinander“ Gesten ein und überraschten damit die Gottesdienstbesucher beim gemeinsamen
Apéro.




Kinderfeier
vom 01.12.07 – Advent, Warten
Übersicht
Die Adventszeit ist
eine Zeit des Wartens. Wir warten auf das grosse Licht, das an
Weihnachten ganz hell leuchten wird. Dieses Licht bringt uns das
Jesuskind, dessen Geburtstag wir feiern werden.
Wenn wir warten müssen,
macht uns das manchmal ganz zappelig und ungeduldig. Während der
vergangenen Jahre haben sich darum ganz viele Bräuche entwickelt, die
uns das Warten verkürzen, wie Adventskalender, Geschichten erzählen,
Lieder singen, Adventskranz, Barbarazweig, Geschenke basteln, Guetzli
backen, Wunschzettel schreiben, Spiele machen usw.
Während wir den
Kindern diese Bräuche erläuterten, durften sie in der Mitte ein
Mandala legen. In 25 Zündholzschächtelchen hatte es jeweils fünf
gleiche kleine Gegenstände, die am Schluss ein Gesamtbild ergaben. Auch
das brauchte etwas Geduld wie das Warten auf Weihnachten.

Mit dem Anzünden der
Kerze in der Mitte wurde das Licht für uns alle sichtbar und spürbar.
Es gibt Wärme und Geborgenheit. Damit das Licht von Weihnachten in uns
leuchtet und uns warm gibt, müssen wir ruhig werden und unsere Herzen
öffnen für uns und unsere Mitmenschen.

Das lernten die
Kinder auch mit der Geschichte von einer Frau, die auf Gott wartete. Die
Frau in der Geschichte hat auf Gott gewartet und sich auf sein Kommen
vorbereitet. Dreimal hat er sie besucht und dreimal hat sie ihn
weggewiesen. Sie hat ihn nicht erkannt, da sie dachte, er komme persönlich.
Auf die Idee, dass er sie als Mensch besucht, ist sie nicht gekommen. An
Weihnachten kommt Gott auch als Mensch zu uns. In der Krippe wird Gott
als Mensch geboren.
Anhand eines kleinen
Theaters und zwei eindrucksvollen Bildern merkten die Kinder schnell,
dass man die Adventszeit ruhig und behutsam angehen kann oder stressig
und hektisch die Arbeit verrichten kann.

Als Bhaltis erhielt
jedes Kind ein Duft-Rechaudkerzli mit der Aufforderung in der Stille und
Ruhe dieser Adventszeit ein Licht weiterzugeben. Licht weitergeben können
wir aber nur, wen wir selber froh und zufrieden sind und unsere
Mitmenschen mit unserer Zufriedenheit und Fröhlichkeit anstecken. So
erfreuen wir andere und sehen wie das Licht leuchtet - in den Augen und
den Gesichtern der Menschen in dieser besonderen Zeit.


Kinderfeier
vom 05.05.07 – hl. Bernadette von Lourdes
Übersicht
Im Marienmonat Mai
erzählten wir den Kindern eine Geschichte, die sich vor fast 150 Jahren
ereignet hat. Ganz still lauschten sie, was die damals 14-jährige
Bernadette zwischen dem 11. Februar 1858 und dem 16. Juli 1858 erlebt
hat. Insgesamt achtzehnmal erschien ihr bei der Grotte von Massabielle
Maria.
Dass dort, wo
Bernadette gelebt hat, auch heute noch ein ganz spezieller Ort ist,
schilderte uns anschliessend Rosmarie Oertle hautnah. Sie selbst ist
gerade von einer Lourdes-Wallfahrt zurückgekehrt.
Eindrücklich
erzählte sie uns von den Millionen von Menschen, die jedes Jahr nach
Lourdes pilgern. Einmal im Jahr fährt sogar ein spezieller Pilgerzug
nach Lourdes. Die Quelle, die Bernadette auf Marias Anweisung hin mit
blossen Händen ausgegraben hat, sprudelt noch heute. Dem Lourdes-Wasser
werden heilende Kräfte zugeschrieben. Viele Leute baden darin oder
nehmen das Quellwasser mit nach Hause. Kranke hoffen auf eine Heilung
oder schöpfen neue Kraft für das weitere Leben. Immer wieder kommt es
dabei zu unerklärlichen Heilungen.

Als
Bhaltis erhielten alle von Rosmarie ein richtiges Lourdes-Laternli. Mit
diesen zogen wir in die Kirche ein und sangen das Lied „Ave Maria de
Lourdes“.

Kinderfeier vom 11.03.07 – Engel
Übersicht

Was fällt euch ein, wenn ihr das Wort Engel hört. Zu dieser Frage durften die Kinder Zeichnungen machen oder etwas aufschreiben. Da stand z.B. „Wenn ich Angst habe, bete ich zu meinem Schutzengel.“ „Beim Wort Engel kommt mir Weihnachten in den Sinn.“ „Ein Engel ist wie ein Mensch mit Flügeln.“ „Ein Engel verkündete Maria die Geburt von Jesus.“
Nach der Geschichte von David, der am gleichen Tag mindestens vier Schutzengel hatte, erzählten die Kinder von eigenen Erlebnissen und merkten schnell, dass jedes schon viele Male einen Schutzengel hatte.
In der Bibel gibt es ganz viele Stellen, bei denen Engel vorkommen. Anhand von Bildern versuchten die Kinder zu erraten, um welche es sich handelt.
- In der Stadt Nazareth lebte eine junge Frau, mit Namen Maria und ein Zimmermann, der Josef hiess. Eines Tages erschien Maria der Engel Gabriel. Er grüsste sie und sagte: „Du wirst einen Sohn gebären und ihm den Namen Jesus geben. Es wird ein heiliges Kind sein, der Sohn Gottes.
- In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die größte Freude für alle Menschen: Heute ist für euch in der Stadt Bethlehem der lang ersehnte Retter und Erlöser zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.
- Ein Engel Gottes kam vom Himmel herab, wälzte den Stein, der das Grab verschloss, beiseite und setzte sich darauf. Er leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiss wie Schnee.
- Mit einem Mal trat ein Engel Gottes in das Gefängnis. Der Engel sagte zu Petrus: „Schnell, steh auf und komm mit!“ Im selben Augenblick fielen Petrus die Ketten von den Händen und er war frei. Der Engel führte Petrus aus der Zelle ohne dass es die Wachen bemerkten. Da merkte Petrus: „Gott hat mir einen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes gerettet.
Engel können also einem Menschen erscheinen und ihm eine Botschaft überbringen oder sie können einem helfen. Sie können sichtbar auftreten, oder sie können unsichtbar etwas tun. Dennoch merken die Menschen, dass hier etwas besonderes vorgeht.
Anschliessend machten wir uns über folgende Fragen Gedanken: „Wer könnte für uns ein „Engel sein? Für wen könnten wir ein „Engel“ sein? Wenn wir einem Engel einen Auftrag für die heutige Welt geben könnten – wie würde der lauten?“
Als „Bhaltis“ erhielt jedes Kind einen Holzengelanhänger mit einem Papierrölleli auf dem ein Schutzengelgebet steht.



Kinderfeier
vom 14.01.07 – Arche Noah
Übersicht
Aufmerksam
hören die Kinder der Geschichte von Noah und seiner Arche zu.

Gott
sprach zu Noah: „Bau für dich und deine Familie ein grosses Schiff
aus Holz, eine Arche.

Ausser
dir und deiner Familie sollen auch Tiere in das Schiff kommen. Nimm von
allen Tieren ein Paar – ein Männchen und ein Weibchen – zu dir.
Darum soll das Schiff so gross sein.“

Nachdem
alle ins Schiff eingestiegen waren, regnete und stürmte es 40 Tag lang.
Alles, was auf der Erde gelebt hatte, ertrank. 150 Tage stieg das Wasser
stetig an. Nur Noahs Schiff mit seiner Familie und den Tieren schwamm
oben auf dem Wasser. Das Schiff schwamm ruhig unter Gottes Schutz. Dann
dachte Gott an die Überlebenden im Schiff und befahl dem Wind: „Treib
die Wolken weg und hilf, dass die Erde wieder trocken wird!“ Nach 7
Tagen liess Noah eine Taube aus dem Schiff fliegen. Am Abend kehrte sie
zurück. In ihrem Schnabel trug sie einen frischen grünen Olivenzweig.
Nun wusste Noah, dass das Wasser abgeflossen war.
Noah
wartete weitere 7 Tage. Dann stiegen er und seine Familie und all die
Tiere aus dem Schiff. Gott freute sich über Noah und segnete ihn und
seine Familie. Gott versprach, seine schützende Hand über alle zu
halten – für alle Zeit. Als Zeichen dieser Freundschaft erstrahlte am
Himmel ein wunderschöner Regenbogen.

Am
Schluss erhielt jedes Kind einen Bastelbogen für eine Taube und ein
Zahlenbild. Bald schon begann das grosse Rätseln, was sich wohl hinter
dem Zahlenbild versteckt: Ein Hund, eine Ente, ein Löwe oder vielleicht
die Arche?

Kinderfeier
vom 10.12.06 – Schenken
Übersicht
Am zweiten
Adventssonntag hatten wir in der Kinderfeier das Thema Schenken. Bald
ist Weihnachten und wir dürfen den Geburtstag von Jesus feiern. Er ist
für uns Menschen das grösste und schönste Geschenk Gottes.
Auch in unserer
Geschichte „Luftpost für den Weihnachtsmann“ ging es ums Schenken.
Amin, ein armer Bub, lebt in einem kleinen russischen Dörfchen. Seine
Mutter verdient mit Näharbeiten etwas Geld, das aber nur für das
Allernötigste reicht. Noch nie in seinem Leben hat Amin
Weihnachtsgeschenke erhalten. So beschliesst er, an den Weihnachtsmann
folgenden Brief zu schreiben:
|
Lieber
Weihnachtsmann!
Ich
heisse Amin und bin acht Jahre. Ich habe dein Bild im Kalender
gesehen und möchte mir gerne etwas wünschen. Bitte bring doch
eine neue Lampe für meine Mama. Ich wünsche mir warme Stiefel,
weil meine Holzschuhe im Winter so kalt sind. Bitte auch dicke
Handschuhe, weil meine schon dünn sind. Wenn ich mir nur eins
wünschen kann, bring bitte die Lampe. Hoffentlich findest du
mich. Ich wohne in Strenca auf dem Berg. Bitte komm!
Dein
Amin
|
Den Brief knotet er
an einen roten Luftballon, den er vom Fuhrmann Jokka bekommen hat, und lässt
ihn fortfliegen.
Einige Tage später
findet Niccola, ein alter einsamer Mann Amins Luftballon mit Brief. Er
nimmt den Brief brummig zur Kenntnis und findet: Ha, Wünsche hätte ich
auch und wirft ihn in die Mülltonne. Doch in dieser Nacht schläft er
schlecht. Er muss immer wieder an den Brief denken und daran, was für
unerfüllte Wünsche er hat, z. B. Kinder und Enkelkinder, aber er,
Niccola, ist ganz allein.
Zwei Tage später
klopft es an Amins Tür. Vor der Tür steht Niccola mit einem roten
Mantel. Amin denkt sofort an den Weihnachtsmann und freut sich riesig
als dieser ihm neue Stiefel, Handschuhe und eine Lampe für die Mutter
bringt. Sie reden lange miteinander und weil sie so gut miteinander
auskommen, beschliessen sie, in Niccolas Haus zu ziehen. So erfüllt
sich auch Niccolas Wunsch, nicht mehr alleine zu sein.
Gespannt lauschten
die Kinder der Diageschichte.

In der Geschichte hat
jeder jemand anderem ein Geschenk, eine Freude gemacht, so dass am
Schluss alle glücklich waren. Die Kinder spürten dabei schnell, dass
ein Geschenk nicht immer gross und teuer sein muss. Niccola z.B. war
zufrieden, dass er wieder eine Familie hatte. Für ihn war das, das grösste
Geschenk. Oft genügt es auch, jemandem etwas Zeit oder Liebe zu
schenken, um ihm eine grosse Freude zu bereiten.
Die Kinder haben
anschliessend Wünsche aufgeschrieben und diese an einen roten
Luftballon geknüpft. Es sind aber keine Wünsche, welche sie sich
selber wünschen, sondern Wünsche an den Finder des Luftballons. Da
steht z.B.: „Ich wünsche dir frohe Weihnachten oder ich wünsche dir,
dass du immer gesund bleibst oder ich wünsche dir eine schöne
Adventszeit.“

Gemeinsam lassen wir
unsere Luftballone nach dem Gottesdienst fliegen. Wir hoffen, dass möglichst
alle unsere Ballone gefunden werden und wir so ganz vielen Menschen eine
Freude/ein kleines Geschenk damit machen können.


Kinderfeier vom 29.10.06 – Allerheiligen/hl. Martin
Übersicht
So wie der hl. Martin durch das grosse Stadttor ritt, durften die Kinder den Einzug durch viele Kindertore machen. Dazu sangen wir das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“.
,
Wie könnte die Stadt ausgesehen haben, in welcher der hl. Martin lebte? Aus Steinen war bereits ein grosses Stadttor gelegt. Mit Servietten „bauten“ die Kinder nun viele Häuser.

In einem Rollenspiel hörten wir über das Leben des hl. Martin. Manuel durfte den hl. Martin
spielen und wurde zuerst entsprechend eingekleidet mit rotem Mantel, Schwert, Helm, Schutzschild und natürlich durfte auch das Pferd nicht fehlen.

Nach einem Galopp durch Wald und Feld erreicht er das Stadttor. Dort sieht er einen frierenden Bettler im Strassengraben (gespielt von Dionys). Martin spürt, dass er nicht einfach am Bettler vorbeireiten kann, sondern ihm helfen möchte.

Er steigt vom Pferd, nimmt seinen Mantel, teilt ihn mit seinem Schwert entzwei und gibt einen Teil dem armen Mann. Dann gibt er ihm eine Mahlzeit und sorgt dafür, dass er ein Nachtlager hat. Martin und der Bettler schlafen auf Stroh. Mitten in der Nacht hat Martin einen besonderen Traum. Jesus erscheint ihm. Jesus ist dort, wo der Bettler liegt. Der Bettler und Jesus sind die selbe Person und Jesus spricht: „Ja, ich bin es. Im Bettler bin ich da. Du hast mir deinen Mantel gegeben. Du hast mich auf deinem Pferd mitgenommen in die Stadt. Du hast mit mir das Brot und Nachtlager geteilt. Du hast mir deine Liebe geschenkt. Ich bin in allen Menschen da, besonders in den Armen. Die Menschen und ich brauchen dich. Martin hilf!“
Martin wacht auf und schaut auf das Lager neben sich. Der Bettler liegt da. Ist es der Bettler? Martin weiss in seinem Herzen, der Bettler und Jesus gehören zusammen und beide brauchen mich. So gibt er dem Kaiser seine ganze Rüstung zurück und möchte in Zukunft den Armen dienen uns sie beschützen.

Martin ist vielen Menschen ein Helfer, ein Freund und Bruder geworden. Er wurde für viele ein Licht in der Dunkelheit. Die Kinder konnten nun Lichter anzünden und diese in die Häuser stellen.


Als Erinnerung an den hl. Martin bäckt man an einigen Orten Martinsringli und verschenkt diese an Menschen, die man gern hat. Jedes Kind erhielt ein solches Ringli und wurde dazu aufgemuntert, dieses mit jemandem zu teilen, so wie Martin seinen Mantel mit dem frierenden Bettler geteilt hat.

Kinderfeier
vom 19.03.06 – Fastenzeit
Übersicht
Ueber
einen „Dosen- und Zeitungspapierteppich“ traten die Kinder ein und
setzten sich in den Kreis. Für alle war es ein ungewohntes, komisches
Gefühl über den „Abfall“ zu gehen. Aber es machte auch Spass den
blechernen Klang der Büchsen zu hören und etwas balancieren zu müssen.
Was
all diese Büchsen wohl mit dem heutigen Kinder-Gottesdienst zu tun
haben? Bald war das Geheimnis gelüftet. Viele Menschen auf unserer Welt
fühlen sich ab und zu wie eine zertretene Dose, z.B. dann, wenn wir
untereinander Streit haben, wenn uns jemand schlägt, wenn jemand kein
Zuhause hat, wenn wir uns nicht wohl fühlen, wenn wir ausgeschlossen
werden, wenn Kinder nicht genug zu essen haben usw. Wer stark ist, zerdrückt
manchmal die Schwachen, vor allem dann, wenn sie ihm egal sind!

Anschliessend
hörten wir die Geschichte von Miguel und seiner Familie. Der Vater ist
Alkoholiker und das Geld reicht nicht einmal für Lebensmittel. Alle
sind hungrig. So packt Miguel seine drei kleineren Geschwister und geht
mit ihnen raus. Miguel kennt ein paar Hinterhöfe. Da findet er im Müll
immer wieder Gutes zum Essen. Sachen, die die Reichen wegschmeissen und
die für die Armen längst gut genug sind. Sie finden etwas Wurst,
hartes Brot, einen Apfel, Bananen und drei Joghurts. Miguel verteilt
alles unter seine Geschwister. Sie strahlen. Sogar einige leere
Coladosen findet er. Auch die sind wertvoll, denn er weiss genau, dass
mit etwas Geduld noch ein paar Tropfen des süssen Getränkes zu holen
sind. Die Mädchen freuen sich über eine kaputte Puppe. Während Miguel
im Müll wühlt, gehen ihm die verschiedensten Gedanken durch den Kopf:
„Warum müssen gerade wir von dem leben, was andere wegwerfen? Warum
haben wir nie Geld, obwohl meine Mutter hart in der Fabrik arbeitet?
Warum behandeln uns andere, als ob wir selbst Müll wären?“ Da lenkt
ihn sein Bruder von seinen trüben Gedanken ab: „Hej, komm, wir
spielen ein bisschen Fussball mit dieser leeren Dose.“ Alle machen
mit, lachen und sind fröhlich. Im Spiel vergessen sie den Alltag –
genauso wie alle anderen Kinder auch.

Vier
Bilder haben uns dann eindrücklich gezeigt, wer wieviel zu essen hat.
Was
Miguel erlebt, erleben ganz viele Kinder. Solche Kinder fühlen sich
dann manchmal auch wie zertretene Blechdosen. Sie fühlen sich wertlos,
wie Abfall! Kein Mensch ist aber wertlos, jeder ist wertvoll. Kein
Mensch darf schlecht behandelt werden. Auch in der Bibel steht: Gott hat
alle Kinder, alle Menschen lieb. Er macht keine Unterschiede. Gott will,
dass alle Menschen, kleine und grosse, glücklich leben können.
Was können wir dazu beitragen,
besonders jetzt in der Fastenzeit? Z.B. einmal auf den Zvieri verzichten
und das Geld ins Fastenopfersäckchen legen.

Nun
machten wir aus einer „wertlosen“ Büchse, die vielleicht im Abfall
gelandet wäre, eine „wertvolle“ Büchse. Jedes Kind füllte seine Büchse
mit anderem Material, so dass beim Schütteln die verschiedensten Töne
entstanden. Jedes Instrument ist wichtig in einem Orchester – genauso
wie jeder Mensch wichtig ist für die Gemeinschaft. Mit dem Lied „Kumbaya
my Lord ...“ und den Dosenintrumenten haben wir die Fübitten umrahmt,
was den Kindern sichtlich Spass gemacht hat.


Auf
dem Dosendeckel war eine kleine Süssigkeit. Ob es die Kinder wohl
schaffen, während der Fastenzeit darauf zu verzichten? Auf jeden Fall
waren alle ganz zuversichtlich und wollen es probieren.

Advents-Kinderfeier
Sonntag am 11.12.05
Übersicht
In unserer Advents-Kinderfeier nahm uns das Wichtelmännchen
Muck mit auf seine Reise rund um die Welt.
Das Wichtelmännchen Muck wohnte im
Wald und half heimlich das ganze Jahr hindurch vielen Menschen. Als es
auf Weihnachten zuging, dachte Muck, dieses Jahr möchte ich mich auch
einmal beschenken lassen. Es sollten aber besondere Geschenke sein und für
jedes Geschenk wollte er eine Zauberkerze anzünden, damit das Geschenk
wieder an die Menschen zurückginge. Also machte er sich mit seinen vier
Zauberkerzen auf den Weg. Im ersten Land, indem er ankam, wurde er
sogleich enttäuscht. Hier wussten die Menschen nicht einmal, was
Weihnachten ist. Er wollte schon weiterziehen, da kam ein Kind auf ihn
zu und sagte zu ihm: „Wichtelmännchen, zünde deine Kerze an, ich möchte
dir dafür meine Freude schenken.“ Da nickte Muck mit seinem Kopf, zündete
die erste Kerze an und das Licht strahlte so fest wie die Freude in den
Augen der Menschen.
Muck wanderte weiter und kam in ein
Land, in dem es Krieg gab. Er fing an zu weinen und dachte, hier muss
ich schon gar nicht um ein Geschenk bitten. Hier wird nur gestritten und
die Menschen haben sicher vergessen, dass bald Weihnachten ist. Die
Leute haben Muck gehört und meinten: „Wichtelmännli, zünde deine
Kerze an, wir möchten dir Frieden schenken.“ Muck war einverstanden
und zündete seine zweite Kerze an. Die Menschen standen glücklich um
das Licht und gaben einander die Hand.
Im nächsten Land wurde Muck ganz
traurig. Hier waren alle so arm. Es gab nicht einmal genug zu essen. Da
meinte er zu den Leuten. „Ihr braucht mir kein Geschenk auf
Weihnachten zu machen, ihr habt ja selber nichts.“ Die Menschen aber
sagten: „Wichtelmännchen, zünde deine Kerze an. Wir sind zwar sehr
arm, aber wir schenken dir unsere Hoffung.“ Da zündete der kleine
Muck ganz glücklich seine Kerze an und nahm das Geschenk Hoffnung mit
auf den Weg.
Im vierten und letzten Land traf er
Leute, die hatten einfach alles. Oje, dachte Muck, was soll ich mit so
vielen Spielsachen, Autos, Fernsehen usw., das sind keine Geschenke für
mich, die ich auf Weihnachten brauchen kann. Die Schüler auf dem
Pausenplatz hörten ihn und riefen: „Hallo Wichtelmännchen,, zünde
deine Kerze an, wir möchten dir ein wenig Liebe schenken. Wir möchten
bis Weihnachten besonders lieb und freundlich mit jemandem sein, den wir
sonst nicht so mögen. Da zündete der kleine Muck auch seine vierte
Kerze an und ging ganz zufrieden und glücklich mit seinen vier
Geschenken, der Freude, der Hoffnung, dem Frieden und der Liebe zurück
in seinen Wald.
Das Licht seiner vier Kerzen
strahlte über die ganze Welt. Die Menschen gaben einander die Hand,
waren friedlich und lieb miteinander und warteten voller Hoffnung auf
die Ankunft des Heilands.
Womit und wann können wir in
unserem Leben Freude, Hoffnung, Frieden und Liebe schenken?
Die Kinder durften Karten auslesen
mit dem Symbol Smiley für Freude, Regenbogen für Hoffnung, Taube für
Frieden und Herz für Liebe darauf. Diese können sie zu Hause ausmalen
und jemandem weiterschenken. Zum Schluss konnte noch jedes Kind eine
Kerze mit vier Sternen verzieren.






Kinderfeier
vom 18.09.05 – Bettag/beten
Übersicht
In
der Bettags-Kinderfeier hörten die Kinder die Geschichte von Annette
und ihrem Vater. Zusammen machten sie eine Bergwanderung, worauf sich
Annette schon seit Jahren gefreut hatte. Nach einigen tapferen Stunden
erreichten sie die Bergspitze und genossen eine wunderbare Aussicht.
Nach einem Essen, das Annette noch nie so gut geschmeckt hat wie hier
auf dem Berggipfel, meinte der Vater: „Nun müssen wir weiterziehen.
Siehst du dort die Wolken?“ Da es auch bald anfing zu regnen, wählte
der Vater eine Abkürzung. Bald aber merkte der Vater, dass sie sich
verirrt hatten. Da faltete er die Hände und wurde ganz still. Er
betete. Auch Annette faltete die Hände und sagte zu Gott: “Hilf dem
Vater und mir, dass wir den Heimweg finden.“ Der Vater nahm ein Seil,
band es um sich und Annette und reichte ihr die Hand. Schritt um Schritt
wanderten sie weiter bis sie das Weglein wieder gefunden hatten. Es
dunkelte schon als sie überglücklich zu Hause ankamen.
Am
Dank-, Buss- und Bettag möchten wir Gott für unsere schöne Heimat und
all die vielen guten Gaben danken und ihn um Wohlergehen und Frieden
bitten.



Christliche Symbole den Kindern erklärt
Übersicht
In der Kinderfeier vom 21. März 2004 gingen wir der
Frage nach, was bedeutet das Wasser, ein Schiff, der Fisch, die Sonne und
der Regenbogen für uns Christen.
Wasser
Wasser ist wichtig für unser Leben und unseren Glauben. Bei der Taufe wird
uns gesegnetes Wasser über den Kopf gegossen. Der Priester spricht dabei:
„Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes.“ Das drückt aus: Gott schenkt uns ein neues Leben, ein Leben mit
Jesus. Wir gehören jetzt zu ihm und zur Familie der Christen. Immer wenn
wir uns mit Weihwasser segnen oder das Kreuz machen, werden wir daran
erinnert.
Das Wasser erinnert uns daran: Gott schenkt uns Leben.
Schiff
Eine abenteuerliche Schifffahrt erlebte Jesus mit seinen Jüngern. Jesus
war mit ihnen am See Gennesaret. Den ganzen Tag waren viele Menschen zu
Jesus gekommen. Jesus war müde und sagte: „Kommt! Wir wollen ans andere
Ufer fahren.“
Sie stiegen in das Boot. Jesus legte sich hinten auf ein Kissen und
schlief sofort ein. Plötzlich zog ein Sturm auf und das Boot wurde hin-
und hergeworfen. Die Freunde Jesu bekamen schreckliche Angst. Sie
rüttelten Jesus wach und riefen: „Herr! Hilf uns! Wir gehen unter!“ Jesus
sah die Angst seiner Freunde. Er streckte seine Hand aus und drohte dem
Wind. Sogleich hörte der Sturm auf. Jesus sagte: „Warum habt ihr solche
Angst? Glaubt ihr nicht, dass Gott, euer Vater, bei euch ist und euch
hilft?“
Das Schiff erinnert uns daran: Gott schenkt uns Halt und Sicherheit.
Fisch
Seit der Taufe gehören wir zu Jesus. Er ist unser Freund. Ein Freund Jesu
zu sein, war nicht immer leicht. Nach seinem Tod war es für die Menschen
sogar richtig gefährlich, als Freund Jesu zu leben. Die Freunde Jesu
hatten deshalb ein geheimes Zeichen, den Fisch. In ihrer Sprache
bedeuteten die Buchstaben des Wortes mehr als nur Buchstaben. Sie sagten,
wer Jesus für sie war: