Kalender Chinderfiir


Die Kinderfeiern finden jeweils im kleinen Sääli unter der kath. Kirche Sulgen statt;
sonntags oder samstags um 10.00 Uhr resp. 18.00 Uhr, parallel zum Gottesdienst in der Kirche.

24. September 2017 Erntedank
29. Oktober 2017 Allerheiligen/Allerseelen
Wir besuchen den Friedhof
10. Dezember 2017  Advent / Warten
14. Januar 2018 Ein Haus aus lebendigen Steinen
ökumenische Kinderfeier
11. Februar 2018 Fasnacht
11. März 2018 Kirchenjahr
liturgische Farben
24. März 2018 Palmsträusschen binden
25. März 2018 Palmsonntag

Kontakt

Kontaktperson:
Regula Merz
Hobrigstrasse 10
8583 Sulgen
Telefon 071 642 30 32

Vorbereitungsteam
Lilian Brander, Kradolf, 071 642 49 70
Vjollca Sopi, Sulgen, 078 924 51 15

Lulijana Zefi, Kradolf, 076 334 97 27

Jeweils in der Woche vor den Gottesdiensten erhalten die Kinder im Religionsunterricht nochmals eine Erinnerung.

Letztes Jahr haben verschiedentlich Mütter bei unseren Feiern mitgewirkt, sei es mit Musik, einem Gebet, einer Geschichte, einem Lied, mit basteln oder einfach mit teilnehmen. Wir möchten Sie, liebe Väter und Mütter auch dieses Jahr wieder dazu einladen! Feiern Sie zusammen mit Ihrem Kind! Es ist eine der wenigen, aber sicher bereichernden Möglichkeiten, mit Ihrem Kind gemeinsam eine kirchliche Feier direkt mitzuerleben.
Wer gerne einmal selber an einer Feier mithelfen möchte, soll sich bei Regula Merz melden.

Wir freuen uns auf Ihr Mitmachen und Mitfeiern.
Das Vorbereitungsteam

Die Kinderfeiern finden jeweils im kleinen Saal unter der kath. Kirche Sulgen statt; parallel zum Gottesdienst in der Kirche.


Rückblick

Fastenopfer – Chinderfiir vom 26. März 2017

Unsere Erde ist ein unschätzbares Geschenk Gottes. Wem gehört das Land und wer darf es nutzen? Dass da nicht überall Gerechtigkeit herrscht und vielen Menschen Unrecht geschieht, bemerkten die Kinder bereits beim Betrachten des Kampagnen-Plakates «Geld gewonnen, Land zerronnen».



Mit der Geschichte von Yanga und seiner Familie, die als Kleinbauern von ihrem Land vertrieben wurden, damit der neue Besitzer eine grosse Palmölplantage anpflanzen konnte, erkannten die Kinder, was uns das Plakat zeigen will.
Hingebungsvoll bauten die Kinder das frühere Lebensumfeld von Yanga. Ein Dorf mit vielen Häuschen, Menschen, Tieren und eigenem Gärtchen. Passend dazu sangen wir das Lied «Wir lieben unser Dorf …».



Doch dann holte die Realität die Dorfbewohner ein. Ein Bulldozer zerstörte ihre Heimat und der neue Farmbesitzer pflanzte eine grosse Monokultur an.



Die kleinen Gottesdienstbesucher konnten gut nachfühlen, wie es Yanga, seiner Familie und den übrigen Dorfbewohnern früher ging und wie es ihnen jetzt geht.
Aber was können wir nun gegen solche Ungerechtigkeiten machen? Mit dem Zeigen der Fastenopfersäckchen kamen die Kinder einer Möglichkeit auf die Spur. Das Lied «Vo dir chum ich über und ich gib dir und zäme wämer teile, vo däm läbet mir.» vertiefte den Sinn des Fastenopfers.
Mit den Fürbitten baten wir Gott, die Bauern und Bäuerinnen, die um ihre Rechte kämpfen, zu stärken, damit sie ihr zu Hause nicht verlassen müssen. Wir baten Gott aber auch, uns das Teilen und Helfen zu lehren, denn am Ende unseres Lebens werden wir nicht gefragt: «Wie viel Geld hast du?», sondern wir werden gefragt: «Wie viel Leben hast du gerettet?».

Der Schlusssegen
«Segne uns mit offenen Augen,
damit wir sehen, wo wir helfen können.
Segne uns mit offenen Ohren,
damit wir hören, wo Not herrscht.
Senge uns mit Händen,
die helfen und geben.
Segne uns mit Grosszügigkeit,
damit wir mit frohem Herzen teilen können.»
soll uns im Alltag helfen, der Schöpfung Sorge zu tragen, damit wir gut miteinander leben können und uns dafür einsetzen, dass das Land und alles, was darauf wächst, gerechter verteilt wird.



Beten – Chinderfiir vom 12. Februar 2017

Was denkst du, kannst du mit Gott telefonieren und ihm etwas erzählen, ihn um etwas bitten oder ihm Danke sagen?

Diesem Geheimnis kamen die Kinder in der Chinderfiir Schritt für Schritt auf die Spur.

Nach der Begrüssung liessen wir zuerst unsere Hände sprechen. Was bedeutet das denn, wenn ich mit dem Zeigefinger ein Kind zu mir winke oder wenn ich mir mit den Händen die Ohren zuhalte oder wenn ich mit den Händen winke oder die Hände falte? Na klar: Komm her, ich will nichts hören, Auf Wiedersehen und beten. Unsere Hände können also reden, obwohl sie gar keinen Mund haben um zu sprechen.

Aber was heisst das jetzt genau, wenn wir die Hände falten und beten. Mit wem reden wir dann und was hat das mit telefonieren zu tun?

Nach dem Lied «Bäte isch es Telifon …» konnten die Kinder diese Fragen ganz einfach beantworten. Wenn wir beten, reden wir mit Gott. Und das ist ähnlich wie telefonieren. Beim Telefonieren sind wir mit jemandem verbunden, den wir nicht sehen und trotzdem können wir mit ihm sprechen und er hört uns zu. Genauso ist es auch beim Beten. Obwohl wir Gott nicht sehen können, sind wir trotzdem mit ihm verbunden, können mit ihm reden und er hört uns zu. Und dazu brauchen wir nicht einmal ein richtiges Telefon. Anstatt dass wir den Hörer in die Hand nehmen, falten wir einfach die Hände und schon können wir mit Gott reden.



Eifrig erzählten die Kinder, wann und warum sie schon gebetet haben und so fanden wir heraus, dass es z.B. Morgen-, Tisch-, Abend-, Dank oder Bittgebete gibt.

Mit der Geschichte vom bittenden Freund merkten die Kinder, dass Gott für uns Menschen wie ein guter Freund ist und uns hilft. Zu jeder Tages- oder Nachtzeit dürfen wir zu ihm beten, d.h. bei ihm anklopfen und er macht uns auf, ihn um etwas bitten und er gibt uns, was für uns gut ist.

Dass man beten nicht nur alleine, sondern auch miteinander kann, erlebten wir im gemeinsamen Singen des Liedes «Lasst uns miteinander …» und beim Sprechen der Fürbitten. Nicht fehlen durfte natürlich auch das Vater unser, das Gebet, das Jesus seine Jünger gelehrt hat und auch heute noch alle Christen auf der ganzen Welt miteinander verbindet.

Nachdem in der Geschichte der bittende Freund von seinem Nachbarn Brot bekam, wir im Vater unser um das tägliche Brot gebeten haben und im Gottesdienst auch Brot geteilt wird, durften auch unsere Kinder miteinander Brot teilen.

Mit dem Schlusssegen baten wir Gott, dass er uns segne mit Ruhe und Zeit, damit wir regelmässig mit ihm sprechen können, mit starkem Glauben, damit wir ihn hören und mit Geduld, wenn wir manchmal auf seine Antwort warten müssen.

Labyrinth – ökumenische Chinderfiir vom 15. Januar 2017

Parallel zum ökumenischen Regional-Gottesdienst fand eine ökumenische Kinderfeier zum Thema «Labyrinth» statt.
Nach der Begrüssung aller Erwachsenen und Kinder in der evangelischen Kirche Erlen durch Pfarrerin Sarah Glättli wechselten die Kinder in die Räumlichkeiten des evangelischen Kirchgemeindehauses.
Schnell erregte das riesengrosse Labyrinth die Aufmerksamkeit der Kinder und jedes war begierig darauf, dieses zu begehen. Bereits das erste Kind und auch die zuschauenden bemerkten bald, dass es gar nicht so einfach ist, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Es braucht ganz viel Aufmerksamkeit. Dabei stellten die Kinder auch fest, dass der Weg zur Mitte ziemlich lang und kurvenreich ist. Die Mitte ist mal nah und dann wieder fern. Es gibt nur einen Weg, der in der Mitte endet und der Weg zurück ist wieder derselbe.



Zwei weitere Kinder beschritten das Labyrinth gemeinsam und legten Sinnessymbole darauf. Um einen Weg erfolgreich zu gehen, brauchen wir Augen, Ohren, einen Mund, Hände, Füsse und ein Herz. Warum? Das verriet uns das Lied: «Ein Segen» mit dem Text: Einen Mund, ein gutes Wort zu sprechen; zwei Hände, die zärtlich sind beim Handeln; zwei Ohren, die offen sind für Leises; ein Herz, das Platz hat für die Liebe; zwei Augen, zu sehen Gut und Böse; zwei Füsse, den Weg nach Haus zu finden; einen Menschen, der dir wird zur Heimat; Vertrauen, dass du geborgen bist.



Der Liedtext liess sich gut mit dem Leben Jesu verknüpfen.
Jesus hat mit seinem Mund viele gute Worte gesprochen,
er hat den Menschen von Gott erzählt.
Jesus hat mit seinen Händen liebevoll gehandelt,
er hat geteilt und Kranke geheilt.
Jesus hat mit seinen Ohren auch die gehört,
die mutlos und traurig waren und sie getröstet.
Im Herzen Jesu war eine ganz grosse Liebe,
diese Liebe schenkte Jesus an alle Menschen weiter.
Jesus hat mit seinen Augen viel Gutes gesehen
und die Menschen dafür gelobt und gesagt: «Macht weiter so.»
Manchmal hat Jesus mit seinen Augen aber auch Böses gesehen
und den Menschen erklärt, dass das nicht richtig ist
und wie sie es wiedergutmachen können.
Jesus war viel zu Fuss unterwegs und für alle Menschen da.
Jesus schenkte den Menschen Heimat und Geborgenheit.
Seit unserer Taufe gehören auch wir zu Jesus und sind mit Jesus unterwegs. Jesus ist unser grosses Vorbild. Wenn wir versuchen, so zu leben wie Jesus uns das gezeigt hat, führt uns der Weg zu Gott.
Manchmal ist der Weg zu Gott aber gar nicht so einfach, was die Kinder anhand des Labyrinths nochmals erfahren durften. Anna erzählte ihnen aus ihrem Leben und wie sie durch verschiedene Taten näher oder wieder weiter weg von der Mitte des Labyrinths kam. Dabei durfte Anna erfahren: «Jesus ist immer an meiner Seite, auch dann, wenn ich Fehler mache. Wenn ich Jesus vertraue, dann kann ich mich nicht verlaufen. Jesus zeigt mir den Weg in die Mitte, den Weg zu Gott.»
«Wie sollen nun wir den Weg kennen, der uns sicher durch unser Leben und zu Gott führt?» Genau das wollten nicht nur die Kinder, sondern vor 2000 Jahren auch ein Freund von Jesus, nämlich Thomas, wissen. Was Jesus Thomas für eine Antwort gab, das fanden die Kinder nach den heutigen Labyrinth-Erfahrungen selbst heraus, nämlich:
Jesus sagte zu Thomas: «Ich bin der Weg.»
Passend dazu erhielt jedes Kind ein Bhaltis.



Mit den Fürbitten und dem Segen baten wir Gott, uns Menschen offene Sinne zu schenken, damit wir Jesu Weg nachfolgen können und den Weg zu Gott finden.

Du bist eingeladen – Kinderfeier vom 18. September 2016

Zur ersten Chinderfiir im neuen Schuljahr waren alle Unterstufen-Kinder ganz herzlich eingeladen. Vor allem die neuen Erstklässler haben sich aber vielleicht gefragt: « Wer lädt mich denn ein? Warum bin ich überhaupt eingeladen oder was machen wir denn bei dieser Einladung? »
Zu Beginn des Kinder-Gottesdienstes konnten die Zweit- und Drittklässler den Erstklässern erklären, dass wir die Chinderfiir immer mit dem Kreuzzeichen beginnen und was es bedeutet.
Anschliessend überlegten wir uns, was für Einladungen wir bereits erhalten haben, wie wir überhaupt von diesen Einladungen erfahren haben und was man so zu einer Einladung mitbringt. Dazu legten wir entsprechende Symbole auf ein gelbes Tuch. Was für Parallelen gibt es denn nun, wenn wir zu einem Gottesdienst oder einer Chinderfiir eingeladen werden? Auch dazu gab es passende Gegenstände, wie eine Chinderfiir-Einladung, eine Glocke, die Kerze und ein Herz.
Mit der Geschichte «Die Segnung der Kinder» erfuhren unsere kleinen Besucherinnen und Besucher, dass die Kinder bei Jesus ganz besonders willkommen sind, auch wenn Jesu Jünger zuerst anderer Meinung waren.
Passend dazu sangen wir das Lied: Chömed alli mir laded eu i, mit üs z’fiire, mit üs fröhlich z’si. Mir wönd singe, will mir alli willkomme sind. Bi Jesus hend alli Platz, bsunders d’Chind.
So wie die Kinder sich auf den Weg zu Jesus machten, machten sich auch unsere Kinder heute auf den Weg in die Chinderfiir, nahmen Jesu Einladung an und freuten sich miteinander zu feiern. Als Zeichen dafür durfte jedes Kind seinen Fuss auf ein Blatt zeichnen und nachher auf den Weg Richtung Kirche legen.

Fürbitten, ein Gebet und der Schlusssegen wiesen nochmals darauf hin, dass wir uns freuen dürfen, von Jesus und Gott immer wieder eingeladen zu werden, dass wir aber auch offene Ohren und ein offenes Herz brauchen, um diese Einladung zu hören, zu spüren und anzunehmen.

Christliche Symbole - Kinderfeier vom 21. Februar 2016

Nach dem gemeinsamen Willkommenslied „Eimol meh sind mir zäme…“ durften die Kinder voller Erwartung in einem zugedeckten Korb Gegenstände ertasten.



Die erratenen Gegenstände legten sie anschliessend auf einen Weg.



Beim genaueren Betrachten fanden sie dann heraus, dass es sich bei all diesen Gegenständen um Zeichen oder man sagt auch Symbole handelt. Einige dieser Symbole nahmen wir dann genauer unter die Lupe und stellten sie nacheinander in die Mitte.



Dabei bemerkten die Kinder, dass es sich bei allen Zeichen um christliche Symbole handelt.
Die Kerze ist ein Zeichen für Gott und möchte uns sagen: Gott macht unser Leben hell.
Das Wasser bedeutet: Gott schenkt uns Leben. Jedes Mal, wenn wir mit einem speziellen Wasser, nämlich dem Weihwasser, das Kreuzzeichen machen, erinnern wir uns an unsere Taufe, an unser neues Leben mit Jesus.
Das Kreuz erinnert uns an das Leiden Jesu, aber auch an das neue Leben, die Auferweckung Jesu. Mit dem Kreuz gibt uns Gott die Zusage: Ich halte immer zu dir.
Der Fisch war früher ein Geheimzeichen der ersten Christen und erinnert uns daran: Gott schenkt Geborgenheit und Gemeinschaft.
Das Schiff ist ein Zeichen dafür, dass Gott uns Halt und Sicherheit gibt.
Der Regenbogen zeigt uns: Gott schenkt Freundschaft und Frieden.
Und der Weg bedeutet: Gott geht mit uns und begleitet uns.
Passend zum Regenbogen sangen wir das Lied „Mini Farb und dini…“
Bevor sich die Kinder auf den Heimweg machten, durfte natürlich ein Bhaltis nicht fehlen. Das während der Feier gebastelte Schiff wurde mit feinen Knabberfischli gefüllt und in der Kirche füllten wir kleine Fläschchen mit Weihwasser.



Gott ist unsere Mitte – ökumenische Kinderfeier vom 17. Januar 2016

Parallel zum ökumenischen Regional-Gottesdienst waren die Kinder zu einer ökumenischen Kinderfeier zum Thema „Gott ist unsere Mitte“ eingeladen.

Nach dem gemeinsamen Beginn mit den Erwachsenen in der evangelischen Kirche Sulgen, wechselten die Kinder in die Räumlichkeiten des evangelischen Kirchgemeindehauses.
Mit dem Lied „I üsrer Gmeinschaft herzlich willkomme“ wurden die Kinder von den Leiterinnen eingeladen, in der Mitte einen Kreis zu bilden und ebenfalls mitzusingen.

Das war bereits ein erster Hinweis auf unser heutiges Thema, welches mit der anschliessenden Frage: „Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr das Wort „Mitte“ hört, intensiver aufgegriffen wurde.

Auch in der Geschichte „Die Segnung der Kinder“ ging es um die Mitte. Die Jünger, die die Mütter mit ihren Kindern zuerst daran hindern wollten, zu Jesus zu gelangen, weil sie dachten, die Kinder störten Jesus nur und verständen sowieso nichts von Gott, mussten einsehen, dass gerade die Kinder bei Jesus besonders willkommen waren. Jesus liess die Kinder mitten in den Kreis seiner Zuhörer kommen, weil Gott die Kinder liebt und er sich freut, wenn sie mit offenen Armen und Herzen auf ihn zugehen und sich gerne von seiner Liebe beschenken lassen. Die Erwachsenen mussten lernen: Die Kinder sind Gott wichtig und wertvoll, Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

Dazu passte natürlich das Lied „Wo zwei oder drüü i sim Name versammlet sind, isch Gott au debii …“

Nun verknüpften wir die Geschichte mit dem grossen Wagenrad in unserer Mitte.

Um zu spüren, wie wichtig die Mitte eines Rades ist, versuchten wir gleich selbst als Gruppe ein Wagenrad darzustellen. Im Kreis standen wir hintereinander. Die linke Hand weilte auf der Schulter der Person vor uns und der rechte Arm zeigte waagrecht Richtung Kreismitte. Doch etwas fehlte noch. Unser Rad war ziemlich unstabil. Schnell kamen die Kinder dem Rätsel auf die Spur. Es fehlte eine Mitte, die alles zusammenhält. Erst als unsere Arme durch einen Reif auch in der Mitte miteinander verbunden waren, konnte es nicht mehr auseinanderfallen. Die Kinder erfuhren leibhaftig, wie wichtig die Mitte ist und wie sie Halt gibt.
Auf der Suche, wer für uns Menschen eine solche Mitte ist, die Halt gibt im Leben, erwähnten die Kinder nebst Eltern, Freunden, Jesus, Haustieren auch Gott. Sie erkannten, für uns Christen ist Gott eine wichtige Mitte, die uns Halt gibt und die Gemeinschaft der Christen zusammenhält.

Als Zeichen für Gott brannte in der Mitte des Wagenrades eine Kerze. Als Zeichen, dass die Kinder für Gott wichtig und wertvoll sind, durfte jedes Kind einen Edelstein auf die Felge des Rades am Ende einer Speiche legen. Die Speiche verbindet den Edelstein/das Kind mit der Kerze/Gott. Auf Papierstreifen schrieben die Kinder nun, in welchen Momenten sie diese Verbundenheit mit Gott in ihrem Leben spüren und hefteten sie an die Speichen. Viele Gedanken zeigten uns, dass Gott in guten aber auch schweren Momenten in unserer Mitte ist.



Dass auch ein Knopf eine Mitte hat, die etwas in Bewegung setzen kann, erfuhren die Kinder beim Basteln des Bhaltis. Aus Faden und Knopf entstanden Knopfjojos oder man sagt auch Schnurrkater. Daran hatten nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen ihre wahre Freude!

   

Mit den Fürbitten, dem Schlusssegen und dem Lied „Gott chunt mit …“ rundeten wir unsere Kinderfeier rund um die Mitte ab.



Um den Edelstein und den Knopfjojo auch würdevoll aufzubewahren, gab es ein kleines Schatztrückli.

Sterntaler – Kinderfeier vom 05. Dezember 2015

Heute wurde jedes einzelne Kind mit dem Lied „Schön, dass du do bisch …“ begrüsst und durfte dabei eine Kerze in Empfang nehmen.



Dann lauschten die Kinder gespannt der Sterntaler-Geschichte, welche sie anschliessend ganz andächtig als kleines Theater spielten. Dabei fühlten sie so richtig mit, wie es dem armen Mädchen ergangen sein muss, als es zuerst all seine wenigen Habseligkeiten verschenkte, später dann aber selbst reich beschenkt wurde. Die Kinder nahmen wahr, dass das Sterntaler-Mädchen grosses Gottvertrauen hatte, dass es spürte, ich bin nicht allein, Gott ist bei mir, Gott beschützt und begleitet mich. Sie entdeckten aber auch, dass schenken und beschenkt werden glücklich macht.

           

Nun kam die Kerze, die die Kinder am Anfang der Stunde erhielten, zum Einsatz. Mit dieser schritt eines nach dem anderen der Tannenzweigspirale entlang und zündete sie an der grossen Kerze in der Mitte an. Dazu sangen wir das Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht …“. Auf dem Rückweg stellten sie ihre Kerze auf die Tannenzweigspirale und durften dafür einen Stern mitnehmen.
So wie das Sterntalermädchen mit jedem Geschenk das Leben der Menschen heller machte, leuchtete auch die Tannenzweigspirale mit jeder Kerze heller und heller.


   

Mit einem Gebet rundeten wir die Feier ab. Den Stern durften die Kinder natürlich als Bhaltis mit nach Hause nehmen. Darin verbarg sich nämlich noch ein kleines Geheimnis.



Allerheiligen / Allerseelen - Kinderfeier vom 01. November 2015

Die heutige Kinderfeier stand ganz im Zeichen von Allerheiligen und Allerseelen, wobei den Kindern das Wort Allerheiligen vertrauter war als das Wort Allerseelen. An Allerheiligen denken wir besonders an die Menschen, die in ihrem Leben ganz eng mit Gott verbunden waren und viel Gutes bewirkt haben. Sie haben uns gezeigt, dass Gott uns liebt und auf wunderbare Weise für uns sorgt. Das Fest Allerseelen feiern wir, um ganz besonders an die Menschen zu denken, die verstorben sind. Fast jedes Kind hatte schon einen Todesfall in der Familie erlebt und so durften sie für die verstorbenen Grosseltern und Urgrosseltern, für die Tante und Vater’s Götti ein Kerzlein anzünden und in die Mitte stellen. Dazu sangen wir das Lied „Wär isch üüses Liecht? Wär macht s’Dunkel hell? Jesus du bisch üüses Licht.“ Die Kerze zeigt uns das Licht, den Weg zu Gott. Licht begleitet uns unser ganzes Leben lang. Es erinnert uns daran: Gott ist uns nah. Er ist das Licht, das die Finsternis vertreibt. Gott hat das Leben vieler Menschen hell gemacht. Jesus hat auch gesagt, dass wir ein Licht sein sollen. Durch uns soll es heller und wärmer werden auf dieser Welt. Das Licht der Kerze erinnert uns daran. Wir hoffen, dass die Verstorbenen den Weg ins Licht machen durften, d.h. im Himmel sind. Das drücken wir auch bei einem Gottesdienst aus, indem der Priester sagt: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe.“ und das Volk antwortet: „Und das ewige Licht leuchte ihnen.“



Wo aber ist der Grossvater, wenn er gestorben ist? Hat er im Grab nicht kalt? Wird er nass, wenn es regnet? Ist es nicht eng und dunkel in der Erde? Diese Fragen stellte ein Kind seinen Eltern in der Geschichte „Wo sind unsere Toten?“ Die Eltern haben ihm dann erklärt, dass das, was in der Erde liegt, nur noch die Hülle vom Grossvater ist. Der Grossvater bekommt von Gott ein neues Kleid und ist nun an einem Ort, wohin wir ihn nicht begleiten können. Wir können aber immer wieder an sein Grab gehen und dort an ihn denken und für ihn beten. Wir danken Gott, dass wir den Grossvater nicht nur in ein Grab, sondern vor allem in seine Hände legen durften.
So gingen nun auch wir auf den Friedhof und erklärten zunächst den Kindern einige der vielen Grabsteinsymbole. Für alle Verstorbenen, ganz besonders auch für jene, an die niemand mehr denkt, zündeten wir eine Kerze an. Anschliessend spazierten wir durch den Friedhof und zeigten den Kindern die verschiedenen Gräber: Erdbestattungsgräber, Urnengräber, Urnenwand, Familiengräber, Gemeinschaftsgräber und Kindergräber. Die Kinder waren tief beeindruckt und stellten viele Fragen.



Das Gebet „Gott, Vater im Himmel, du wachsch über üs. Du gsiesch üs, du bisch mit üs. Mir hend hüt a die Verstorbene denkt und für sie betet. Blieb bi üs und gib üs din Säge. Amen.“ rundete die Kinderfeier ab.
Als Bhaltis erhielt jedes Kind eine Kerze aus Papier mit einigen Grabsymbolen auf der Vorderseite und einem Gebet auf der Innenseite. Die Kerze und das Gebet soll ihr Leben in einem traurigen Moment erhellen.


Füreinander offen sein – Kinderfeier vom 30. August 2015

Mit dem neuen Schuljahr änderte sich auch wieder die Zusammensetzung unserer Kinderfeiergruppe. Damit das Miteinander klappt, ist es wichtig, dass wir Menschen offen sind füreinander, d.h. mit offenen Augen, Ohren, Händen, einem offenen Mund und Herz aufeinander zugehen.

Zuerst ging es darum, die einzelnen Sinne zu erfahren. Wie ist es, wenn unsere Augen und Ohren zu sind, wie wenn sie offen sind? Wofür brauchen wir Hände? Was bedeutet für uns das Herz? Schnell spürten alle, dass es uns wohler ist mit offenen Sinnen.

So sangen wir das Lied „Macht auf eure Ohren/Augen/Mund/Hände/Herz …“



Nachher hiess es, die Ohren ganz weit zu öffnen für die biblische Geschichte „Die Heilung eines Taubstummen“.

Nach den praktischen Beispielen am Anfang konnten sich die Kinder nun gut in die Lage des Taubstummen versetzen. Schnell merkten sie auch, dass Jesus für den taubstummen Mann offene Augen, offene Ohren, offene Hände, einen offenen Mund und ein offenes Herz hatte und ihn damit heilte. Aber nicht nur Jesus hatte offene Sinne, sondern auch der taubstumme Mann war offen für Jesus und liess sich auf die Heilung ein.

Passend dazu durfte natürlich das Lied „Effata, öffne dich …“ nicht fehlen.

Jesus hatte für alle Menschen immer offene Sinne. Uns gelingt das nicht immer. Manchmal verschliessen wir uns. Deshalb baten wir in den Fürbitten, dass Jesus uns helfen soll, mit offenen Sinnen durchs Leben zu gehen, damit wir sehen, wo wir anderen helfen können, damit wir hören, wenn jemand nach uns ruft, damit wir die richtigen Worte finden, wenn jemand Mut und Trost braucht, damit wir die Hände demjenigen reichen können, der uns braucht und damit wir mit Liebe unseren Nächsten begegnen können.

Als Bhaltis erhielt jedes Kind ein rotes Herz, das geöffnet werden kann. Aussen schrieben die Kinder Effata und in der Innenseite ergänzten sie das Herz, welches von offenen Händen gehalten wird, mit Augen, Mund und Ohren.

Die Heiligen Drei Könige - Kinderfeier vom 11. Januar 2015

Nach dem gemeinsamen Beginn in der Kirche und dem Erleben einer Taufe, machten sich die Kinder auf den Weg in die Kinderfeier-Räumlichkeiten. Es war nicht nur irgendein Weg, sondern ein Weg, der in ein dunkles Zimmer führte. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, bemerkten einige Kinder schnell, dass es gar nicht so dunkel war, wie es auf den ersten Blick erschien. Überall leuchteten Sterne.



Der wichtigste Stern, der Bethlehemstern, fehlte noch. Diesen fanden die Kinder in Form eines Zahlenrätsels, das sie mit viel Eifer lösten. Dazu passte natürlich das Lied „Das isch de Schtärn vo Bethlehem …“


Drei Leiterinnen, verkleidet als die Heiligen Drei Könige, erzählten anschliessend, wie sie sich auf den Weg zum Jesuskind machten und was sie dem kleinen König für Geschenke mitbrachten.


Bevor sich die Kinder Gedanken über die Bedeutung der drei Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe machten, sangen sie mit viel Freude das Lied „Drüü Könige sind daa …“ von Andrew Bond.


Mit den Fürbitten baten wir Gott, dass alle Menschen seinen hellen Stern, sein Licht finden dürfen, so wie die Heiligen Drei Könige Jesus gefunden haben.

Der Schlusssegen und das Lied „Gott chunnt mit …“ begleiteten die Kinder in die neue Schulwoche



 

 

 

 

 

 

 

 

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