Firmung Archiv

Ohne Wind geht beim Segeln nichts

In den Pfingstferien verbrachten unsere Firmlinge ihre Firmreise in Amsterdam und auf dem Segelschiff „Strijd“ zum Segeln im holländischen Wattenmeer. Bei strahlendem Sonnenschein und leider auch zwei Tagen Flaute erlebten die Jugendlichen unbeschwerte, erlebnisreiche Tage.

Nach einer strapazenreichen Anreise nach Amsterdam, die wegen Baustellen über 4 Stunden länger dauerte als geplant, kam die Reisegruppe an ihrem Zielbahnhof an. Es war noch genug Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor es nach Enkhuizen ging, wo das Segelschiff „Strijd“ mit seiner Crew wartete. Schon am nächsten Tag wurden die Segel gesetzt und Kurs auf das Hafenstädtchen Makkum genommen. Unterwegs mussten verschiedene Manöver, mit Hilfe der Jugendlichen, durchgeführt werden: Segel hoch, Segel runter, Taue nachgeben und einholen. Unter der fachkundigen Leitung von Skipper Klaasjan und seinem Matrosen Daniel lernten die Jugendlichen die Handgriffe sehr schnell. Da am Segelschiff sogar eine Schweizerfahne wehte, wurde bald klar, dass der Matrose Daniel auch aus dem Thurgau, genauer aus Aadorf, stammt und im 2. Jahr in Holland auf dem Segelschiff arbeitet. Zunächst wollte er seine Herkunft gemein halten, doch der Skipper verriet ihn. Am nächsten Tag ging es durch die Schleuse ins Wattenmeer, um mit Wind Kurs auf die Insel Terschelling zu nehmen. Die Zeit dort zum Shoppen und den Blick von einer Anhöhe auf die Insel genoss die Gruppe in vollen Zügen.

Dann jedoch kam Flaute auf und die kommenden zwei Tage kam das Schiff nur noch langsam oder mit Hilfe des Dieselmotors vorwärts. Davon liess sich die Gruppe aber nicht die Laune verderben. Im kleinen Hafenstädtchen Warkum  beschloss ein Teil der Jugendlichen, am frühen Morgen zum Strand zu laufen, um den Sonnenaufgang zu geniessen und ein frühmorgendliches Bad zu nehmen. Ein wunderschönes Erlebnis wurde zum besonderen Höhepunkt der Reise. Das Schwimmen im warmen Meer, direkt vom Segelschiff ins Wasser, konnten die Firmlinge ebenfalls ausgiebig geniessen, bevor es dann weiter mit Motorenkraft wieder zurück in den Ausgangshafen von Enkhuizen ging.

Der letzte Tag der Reise galt dem Reinigen des Schiffes und einem weiteren Aufenthalt in Amsterdam, wo ein Teil der Gruppe sich den Wachsfiguren bei Madame Tussad zuwendete, während die anderen einen Aussichtspunkt über die Stadt aufgesucht haben. Gegen Abend ging es dann endgültig auf die Heimreise, die dieses Mal ohne Unterbrechungen pünktlich nach Konstanz zurückführte.

   



Start in den Firmkurs

Ende August haben sich die 23 Jugendlichen, die sich für den Firmkurs angemeldet haben, sich zum ersten Anlass in der Vorbereitung auf die Firmung getroffen. Dabei stand das Kennenlernen in der Gruppe, die Gestaltung eines Schatzkistli (wo Wichtiges aus dem Firmkurs aufbewahrt werden kann) und ein gemeinsamer Gottesdienst in Bürglen im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf des Firmkurses werden nun verschiedene Anlässe und Themenabende besucht in der Vorbereitung auf die Firmung am 24. Juni 2017, 17.00h mit Bischofsvikar Ruedi Heim.

   

Mit den Gaben des Heiligen Geistes ein königliches Leben führen

Am 12. Juni empfingen 24 Jugendliche unserer Pfarrei aus der Hand von Domherr Urs Elsener das Sakrament der Firmung. Das Thema des Gottesdienstes machte deutlich, dass mit dem Heiligen Geist alle etwas besonderes, gleichsam königlich, sind: „Weil der Heilige Geist in mir ist, bin ich eine Königin / ein König“.
Die festlich geschmückte Kirche und eine sehr grosse Gottesdienstgemeinde bildeten den Rahmen zur diesjährigen Firmung. Im Auftrag des Bischofes kam Domherr Urs Elsener aus Schaffhausen zu uns, um die Firmung zu spenden. In seiner Predigt, die er mit einer Krone auf dem Kopf hielt, munterte er die jungen Erwachsenen auf, dass es nicht auf äusserliche Merkmale, wie eine Krone, ankomme, um königlich zu sein. Vielmehr gehe es darum, dass die Gaben des Heiligen Geistes, die ihnen bei der Firmung geschenkt würden, im Alltag angewendet werden. Keiner könne sagen, wie Liebe aussehe oder Geborgenheit oder Treue, meinte Elsener weiter. Und genau so sei es mit dem Heiligen Geist. Dieser habe kein Aussehen, vielmehr sei es so, dass der Heilige Geist Liebe sei und Erfüllung oder Treue. Dies in sich zu spüren und im Leben zu zeigen, mache uns königlich, munterte Elsener die Gottesdienstgemeinde auf.
Mit der Handauflegung, einem Kreuzzeichen mit Chrisam-Öl und dem Handschlag wurde die Firmung jedem Jugendlichen einzeln gespendet. Begleitet wurde dieser dabei von seiner Firmpatin, seinem Firmpaten. Mit passenden Liedern der Singgruppe „rise up“ und musikalischen Einlagen von Orgel und Klarinette, die eine der Firmpatinnen spielte, wurde der Festtagscharakter passend hervorgehoben. Beim anschliessenden Apéro wurde auf die Neu-Gefirmten angestossen.


Wenn der Wind eine Reise zu sich selbst ermöglicht

In der Woche vor Pfingsten reisten eine Gruppe unserer Firmlinge mit ihren Begleitpersonen nach Holland zum Segeln. Die Firmreise sollte zum Gruppenerlebnis werden und gleichzeitig Parallelen ziehen zum eigenen Leben, in dem es auch darum geht, schwieriges gemeinsam anzupacken und zu schaffen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Reise ein besonderes Erlebnis und ermöglichte viele bleibende Eindrücke.

Am frühen Sonntagmorgen machte sich die Reisegruppe mit zwei Kleinbussen auf den langen Weg nach Holland. Nach fast endlosen 12 Stunden Autofahrt wurde der Hafen von Enkhuizen erreicht und der Skipper vom Segelschiff „Mon Desir“, Sebastian (der einen Tag zuvor zum vierten Mal Vater wurde) sowie sein Matrose Joni, nahm die Gruppe herzlich in Empfang. Das Schiff wurde in Beschlag genommen und alle richteten sich in den kleinen Kajüten ein. Der nächste Morgen erwartete die Segelgruppe bereits mit strahlendem Sonnenschein, der die ganze Woche nicht mehr wegging. Nach einer kurzen Einführung mit einigen Hinweisen ging die Fahrt los, Segel wurden gehisst und Kurs auf das Wattenmeer genommen. Die Jugendlichen wurden innert kurzer Zeit zu Matrosen befördert und gemeinsam konnte, unter fachkundiger Anweisung, das Schiff Fahrt aufnehmen. Die nächste Nacht verbrachte die Gruppe auf See. Zunächst fuhr gegen Abend das Schiff gewollt auf eine Sandbank und durch Ebbe lag es schliesslich auf dem Trockenen. Eine gute Gelegenheit, das Schiff zu verlassen und einen Spaziergang über die Sandbank zu unternehmen. Ein einmaliges Erlebnis, das mit der einsetzenden Flut aber bald wieder zu Ende war. In den kommenden Tagen segelte die Gruppe dann noch zur Insel Terschelling und zur Stadt Harlingen, wo jedes Mal Landgang angesagt war. Schliesslich erreichte das Schiff samt Besatzung am Donnerstagabend den Ausgangspunkt im Hafen von Enkhuizen wieder. Nach dem Reinigen des Schiffes machte sich die Gruppe wieder auf die lange Rückreise zurück in die Schweiz, wo kurz vor Mitternacht und bei einsetzendem Regen, Sulgen erreicht wurde. Die Reise machte den Jugendlichen deutlich, wie nahe das eigene Leben mit einem Segeltörn verwandt ist: nur gemeinsam gelingt uns auch schwieriges, ohne Antrieb (wie zB. der Wind) komme ich nicht vom Fleck, manchmal bläst mir der Wind ins Gesicht und ich muss kämpfen um weiterzukommen. So freuen sich die Jugendlichen nun auf ihren grossen Festtag, die Firmung, am Sonntag, 12. Juni in der kath. Kirche Sulgen.





Mit Gottes Segen ins Erwachsenenleben entlassen

Am 14. Juni durften 37 junge Erwachsene ihre Firmung feiern. Domherr Theo Scherrer aus Weinfelden kam im Auftrag des Bischofs, um den Jugendlichen das Sakrament zu spenden. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Singgruppe „rise up“ und vier Firmlinge trugen musikalisch zum Gottesdienst bei. In seiner Predigt rief Domherr Scherrer den Firmlingen zu, dass sie mit dem Heiligen Geist in Kontakt bleiben sollen. Damit sie die Welt dort gestalten und verändern können, wo es nötig sei: im Alltag, im Berufsleben und im Familien- wie Freundeskreis. Die eigentliche Firmung wurde dann jedem Firmling einzeln gespendet. Dabei wurden die Jugendlichen vom Firmpaten bzw. der Firmpatin begleitet. Mit der Handauflegung, der Bezeichnung mit einem Kreuz und einem Handschlag wurde die Firmung vollzogen. Ein feierlicher, stimmiger Gottesdienst bildete damit den Höhepunkt und Abschluss eines besonderen Vorbereitungsjahres.

Wind und Regen wurde getrotzt – Bericht über die Firmreise

In den Pfingstferien reiste eine Gruppe der Firmlinge nach Holland, um an Bord des Segelschiffes „Waterwolf“ in See zu stechen. Spannende und abwechslungsreiche Tage mit jeder Art von Wetter liess die Jugendliche erfahren, dass Segeln und das eigene Leben viel gemeinsam haben.

Die Zugreise nach Enkhuizen, dem Abfahrtshafen, nahm fast den ganzen Tag in Anspruch, wenigstens musste nicht allzu oft umgestiegen werden. Nach der Ankunft und einem Rundgang durch das Städtchen hiessen uns die Skipper Annelies und Jelte sowie Matrosin Rocki herzlich an Bord der Waterwolf willkommen.

„Die Skipper haben uns sehr herzlich aufgenommen und uns das Leben auf See erklärt. Wir sind schon sehr gespannt, was die Reise auf See uns alles bringen wird“ (Gabi, Mathias, Richi, Seraphina)

Die erste Nacht lag das Schiff noch festvertäut im Hafen, erst am Montag hiess es dann das 1. Mal: Leinen los und alle Segel hissen! Da der Wetterbericht nicht gerade vielversprechend war, wurden jedoch nur zwei Segel gesetzt, so konnte der Wind optimal ausgenutzt werden.

„Das Wetter war stürmisch. Es war kalt und windete stark, auch der Regen verschonte uns nicht. Trotzdem waren wir sehr motiviert. Rocki erklärte uns zuerst den Schiffsablauf und die verschiedenen Segel…Der erste Tag auf See war vielleicht nicht der tollste Start, aber trotzdem war es sehr abenteuerlich und es hat Spass gemacht“ (Laura, Michelle, Liam, Manuel)

Am Abend konnte noch die Insel Texel, an der angelegt wurde, besucht werden. Der Dauerregen liess aber die meisten an Bord im Trockenen bleiben. Der nächste Tag führte von der Insel Texel zur Insel Terschelling, nun zeigte sich auch immer wieder mal die Sonne und der Wind erforderte einige Manöver, die die Jugendlichen mit Bravour meisterten. Auf den Dünen konnte schliesslich den schönsten Sonnenuntergang der Reise genossen werden und die gemieteten Fahrräder ermunterten zu einigen waghalsigen Fahrten zurück zum Schiff, es kamen aber alle gesund wieder an Bord.

Der dritte Tag an Bord startete dann ganz schlecht, Matrosin Rocki brach sich durch eine Ungeschicktheit zwei Finger und musste zum Arzt. So musste die Route geändert werden, damit die Patientin so schnell als möglich aufs Festland gebracht werden konnte. Darum erreichten wir am Nachmittag Makkum, wo Rocki von Bord ging und von allen herzlich verabschiedet wurde.

Schon galt es am Donnerstag wieder Kurs Richtung Hafen von Enkhuizen zu nehmen.

„Unser Morgen startete mit sehr vielen müden Gesichtern, doch beim Segeln zeigten alle Einsatz und packten mit an. Wir haben beim Segeln sehr viel gelernt und auch Dinge erkannt, die im Alltag und beim Segeln zusammenhängen. Wir hoffen, dass diese Erkenntnisse und Erfahrungen uns weiter begleiten werden und uns in schweren Situationen stärken“ (Sibylle, Jenny, Janina, Corinne)

Die Rückreise im Zug konnte trotz Streiks planmässig und rechtzeitig erfolgen, so dass alle wieder gesund und müde in Konstanz ankamen, wo sie bereits ungeduldig erwartet wurden.

Firmung 2014

Am Sonntag, 4. Mai wurden 32 Jugendliche von Weihbischof Martin Gächter in einer würdigen und fröhlichen Feier gefirmt. Zusammen mit der Singgruppe und den Textbeiträgen der Firmlinge konnte gemeinsam ein schöner Gottesdienst gefeiert werden. Der Regenbogen, der als Symbol über der Firmung stand, regte Weihbischof Gächter in seiner Predigt zu einem Vergleich an: So wie die Sonne durch die Regentropfen den Regenbogen entstehen lässt, so wirkt auch Gottes Geist immer dann Gutes in unserem Leben, wenn es schwierig wird. Darauf dürften sich die Jugendlichen immer vertrauen. Ein rundum gelungener Firmgottesdienst bildete den Höhepunkt des Vorbereitungsjahres. Allen, die zur Vorbereitung der Firmlinge und zur Gestaltung des Gottesdienstes beigetragen haben, sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Pfarrei St. Peter + Paul | Katholische Kirchgemeinde Sulgen | Rebbergstrasse 11 | 8583 Sulgen | Tel. 071 642 12 19 | kath.pfarr.sulgen@bluewin.ch